Wie schon im Vorjahr beendete der TSV die Saison in der Bezirksliga Unterfranken West auf dem 9. Tabellenplatz und konnte sich dabei frühzeitig den Klassenerhalt sichern.

Bereits zum Winter war das ausgegebene Ziel für das Team um Trainer Manuel Gröschl zum Greifen nahe, denn gleich vier Mannschaften (Kitzingen, Lohr, WFV II und Margetshöchheim) belegten abgeschlagen das Tabellenende und so war dem TSV der Ligaverbleib, mit 18 Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge, zu Weihnachten kaum mehr zu nehmen. Dementsprechend unspektakulär verlief die zweite Hälfte der Runde und zunehmend merkte man, dass die Luft raus war. Trotz magerer Punkteausbeute, insbesondere im Frühjahr 2016, musste sich das Team zu keinem Zeitpunkt mit dem Thema Abstiegskampf beschäftigen und konnte das Saisonfinale völlig entspannt angehen. Ende April und bei noch fünf ausstehenden Partien war der Klassenerhalt dann auch rechnerisch unter Dach und Fach.

Nach der Winterpause startete der TSV mit zwei Niederlagen und drei Remis in das neue Kalenderjahr. Neben unglücklichen Auftritten, wie bei der herben Klatsche in Heimbuchenthal (0:6), zeigten die Rottendorfer aber auch beachtliche Leistungen, so zum Beispiel bei der Aufholjagd in Lengfeld, als die Mannschaft in den Schlussminuten einen nicht mehr für möglich gehaltenen Punkt erkämpfte (3:3). Nach fünf sieglosen Partien, konnte beim Tabellenschlusslicht in Margetshöchheim erwartungsgemäß der erste Dreier 2016 eingefahren werden (7:2). Danach allerdings blieb man erneut für vier Begegnungen ohne dreifachen Punkteerfolg. Unter anderem kassierte das Team eine knappe Niederlage gegen den späteren Meister Röllbach (2:3) und geriet im Nachholspiel gegen Hösbach mit 0:5 unter die Räder. In den ersten zehn Partien nach dem Winter gelang der Gröschl-Elf also nur ein einziger Sieg und dennoch blieb das Polster auf den Relegation-Abstiegsplatz stets im zweistelligen Bereich. Durch zwei Siege (3:1 in Neuhütten, 2:0 gegen Keilberg) und ein Unentschieden (0:0 gegen Heidingsfeld) in der Schlussphase der Saison, schraubte der TSV sein Punktekonto doch noch ein wenig nach oben und knackte die 40 Punkte-Marke. Durch den Erfolg über Keilberg am letzten Spieltag, konnte man sich zudem wieder über das Abschneiden auf einem einstelligen Tabellenplatz freuen - wie schon in den fünf Jahren zuvor. Die höchste Niederlage in der Bezirksligageschichte trübte am vorletzten Spieltag nur kurzzeitig die Stimmung. Bei einer verstärkten Reserve-Mannschaft des Würzburger FV wurde man mit 0:9 regelrecht vorgeführt.

Mit den 41 Punkten in der Abschlusstabelle, erreichte der TSV sechs Zähler mehr als im Vorjahr und weist dabei mit 47:57 ein ähnliches Torverhältnis auf (Saison 14/15: 50:60 Tore). Relativ ausgeglichen stellt sich erneut die Ausbeute bei Heim- und Auswärtsspielen dar. Am Grasholz sammelte die Truppe 22 Punkte und in der Fremde erreichte man 19 Zähler. Die erfolgreichsten Torschützen für den TSV waren Kapitän Julian Wolff (11 Tore) und Martin Hesselbach (10 Tore). Wie schon in der Vorsaison, bildete eine starke erste Saisonhälfte den Grundstein für den Klassenerhalt. Lediglich 14 Zähler fuhr der TSV nach der Winterpause ein und ging dabei nur drei Mal als Sieger vom Platz (in 14 Partien). Im ersten Saisonabschnitt war man mit 27 Punkten und 8 Siegen (in 16 Partien) deutlich erfolgreicher. Zudem sorgte die bereits erwähnte Konstellation der Liga für diesen entspannten Verlauf aus Rottendorfer Sicht. Nur selten belegten vier Teams der Bezirksliga nahezu durchgehend und abgeschlagen die letzten Plätze und ebenso sind 25 Punkte, die der SSV Kitzingen auf dem Relegations-Abstiegsplatz erreichte, ein ungewöhnlich niedriges Resultat (zum Vergleich: In der Bezirksliga-Ost schloss der TSV Forst bei gleicher Ligengröße auf diesem Tabellenplatz mit 36 Zählern ab). Entsprechend groß fiel auch der Vorsprung der Rottendorfer auf die Abstiegsränge aus (16 Punkte).

Wie gewohnt gab es auch in dieser Spielzeit wieder einige Verletzungen in den Reihen der „Ersten“ zu beklagen. Martin Hesselbach erlitt im letzten Spiel vor der Winterpause einen komplizierten Handbruch, Kapitän Julian Wolff musste im Herbst, auf Grund einer Meniskusoperation, einige Wochen pausieren und Fabian Heß fiel die ganze Saison über mit einer Achillessehenverletzung aus. Zudem wurde bei Lukas Bankl vor wenigen Monaten ein doppelter Bandscheibenvorfall diagnostiziert, der operiert werden musste und langwierige Reha-Maßnahmen nach sich zieht. Ein Ende der fußballerischen Karriere des Offensivspielers ist leider nicht auszuschließen.

Bei einem Blick auf die Statistik der eingesetzten Spieler wird deutlich, dass sich der TSV bereits mitten im Umbruch befindet und die Verjüngung des Teams weiter voranschreitet. Während der Altersdurchschnitt in der Saison 2014/15 noch 26,9 Jahre betrug, so ist dieser Durchschnitt 2015/16 um mehr als zwei Jahre, auf 24,75 gesunken. Die Neuzugänge, die zu Saisonbeginn überwiegend aus der eigenen Jugend kamen, fügten sich schnell ein und bildeten zusammen mit den erfahrenen Führungsspielern eine gute Mischung. Unterstützt wurde das Team zudem wieder von einigen U-19-Akteuren. Mit Moritz Schubert, Marcel Stühler und Thomas Melber, kamen in der abgelaufenen Saison drei vielversprechende Jugendspieler zu etlichen Einsätzen, die in der kommenden Spielzeit in den Kreis der Aktiven rücken und für die neue Generation des TSV stehen.

Seine Karriere beendet hat Dauerbrenner Fabian Freund, der am letzten Spieltag, nach beeindruckenden 260 Spielen für den TSV, gebührend verabschiedet wurde und in Zukunft nur noch gelegentlich aushelfen wird.

Die „Erste“ bedankt sich an dieser Stelle bei den Zuschauern für die gewohnt tolle Unterstützung in der abgelaufenen Runde und freut sich auf ein weiteres Jahr Bezirksliga am Grasholz!

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