Zur Winterpause steht die „Erste“ auf dem 12. Tabellenplatz, mit nur zwei Zählern Vorsprung auf die Abstiegsränge. Es ist gleichzeitig das schlechteste Vorrundenresultat in der Bezirksligageschichte des TSV und das stets angestrebte Ziel Klassenerhalt war nie so gefährdet wie in dieser Saison. Lediglich 17 Zähler konnte die Gröschl-Truppe in 17 Partien einfahren. Ein ausschlaggebender Punkt war dabei die eklatante Auswärtsschwäche. Während das Team in den letzten Jahren in den Heim- sowie den Gastspielen meist ähnlich erfolgreich abschnitt, so schlich sich in der bisherigen Spielzeit ein regelrechter Fluch in der Fremde ein. Nur ein mageres Pünktchen erreichte der TSV bei all seinen Auswärtsauftritten der Hinrunde. Gerade hier haderte die „Erste“ oftmals mit dem Glück, das sie offensichtlich in der Vorsaison aufgebraucht hat. Während man in der Spielzeit 15/16 nahezu alle Partien auf Augenhöhe für sich entscheiden konnte und kaum Punkte unnötig liegen ließ, so ging die Mannschaft in der bisherigen Runde, in ausgeglichenen Spielen meist leer aus und das teilweise sehr unglücklich. 

Der Saisonauftakt glückte noch mit einem verdienten Heimsieg über Aufsteiger Buchbrunn, eine Woche später musste sich der TSV aber beim Landesliga-Absteiger Leinach mit 3:4 erstmals geschlagen geben. Eine sehenswerte Aufholjagd nach 0:3 Rückstand wurde dabei nicht belohnt. Es folgte eine verdiente Niederlage in Heimbuchenthal (1:3) und somit stand das Team bereits am vierten Spieltag unter Druck, als es mit der TuS Aschaffenburg-Leider einen direkten Konkurrenten im Kampf und den Klassenverbleib empfing. Diese Begegnung entwickelte sich zur bislang besten Saisonleistung des TSV. Mit einem unerwartet deutlichen 6:0 schickte die Elf seinen Gegner zurück an den Untermain. In einer Hitzeschlacht in Frammersbach verdienten sich die Rottendorfer eine Woche später einen Punkt beim torlosen Remis. Bitterer Beigeschmack war dabei allerdings eine Verletzung von Julian Wolff. Der Spielführer zog sich einen Zehbruch zu und musste einige Wochen pausieren. Dieses Fehlen machte sich bemerkbar, denn in den folgenden vier Begegnungen ging der TSV verdientermaßen leer aus und erzielte dabei keinen eigenen Treffer (0:2 gegen Karlstadt, 0:3 in Hösbach, 0:5 gegen Lengfeld und 0:2 in Schweinheim). Nach dem wohl schwächsten Auftritt, bei der Niederlage in Aschaffenburgs Stadtteil Schweinheim, rutschte die Mannschaft, nach neun Spieltagen, erstmals auf einen direkten Abstiegsplatz ab. Nach diesem Höhepunkt der Negativserie kam Lieblingsgegner Marktbreit wie gerufen. Die Formkurven beider Teams hätten unterschiedlicher nicht sein können - die FGM kletterte bis auf Platz 2 - und dennoch behielt der TSV einmal mehr die Oberhand. Das hart umkämpfte 4:2 war bereits der neunte Sieg in den letzten zehn Aufeinandertreffen (ein Remis). Eine Woche später verpasste es die Truppe jedoch nachzulegen und stand nach dem unglücklichen Derby in Heidingsfeld erneut mit leeren Händen da. Somit erhielt das Heimspiel gegen die abstiegsbedrohten „Siedler“ noch mehr Brisanz. Erstmals war Kapitän Julian Wolff wieder von Beginn an dabei und dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung siegte die Elf verdientermaßen mit 3:1. Ein weiterer Versuch, endlich eine Siegesserie zu starten missglückte auch in Hain, denn auf dem engen Kunstrasen musste sich der TSV, wieder einmal sehr unglücklich, knapp geschlagen geben (3:4). Auch im Heimspiel gegen Neuhütten ließ das Team eine Woche später unnötig Punkte liegen (2:2) und passend zum Abschluss der verkorksten Vorrunde haderte man in Keilberg schließlich nicht nur mit dem Glück, sondern auch mit dem Schiedsrichter, der bei der 0:1 Niederlage ausschlaggebende Fehlentscheidungen traf. Zur Erleichterung aller TSV-Anhänger konnte der Auswärtsfluch beim Rückrundenstart beendet werden, als die Rottendorfer beim Tabellenschlusslicht Buchbrunn-Mainstockheim einen hochverdienten 3:1 Erfolg feierten. Aber auch nach dem fünften Saisonsieg gelang es der Mannschaft wieder nicht nachzulegen, denn zum Jahresabschluss zeigte die „Erste“ zwar großen Kampf gegen den Tabellenzweiten aus Heimbuchenthal, doch auch diesmal konnte man sich dafür nicht belohnen und hatte unglücklich das Nachsehen (0:2).

Ein hartes Stück Arbeit steht dem TSV somit im neuen Jahr bevor, um zum siebten Mal in Folge den Klassenerhalt in der Bezirksliga unter Dach und Fach zu bringen. Keine leichte Aufgabe, denn die Liga ist deutlich ausgeglichener als noch im letzten Jahr, als bereits zur Winterpause vier Teams abgeschlagen die Abstiegsränge belegten. Zudem befindet sich das verjüngte Rottendorfer Team weiterhin im Umbruch. Neben den erfahrenen Stützen mit Julian Wolff, Martin Hesselbach, Paul Lücke, Jakob Siedler und Peter Trappschuh, reihen sich zahlreiche Nachwuchskicker, die zwar viel Potential besitzen, aber allesamt noch Erfahrung benötigen. Daneben macht sich auch das Wegfallen von routinierten Stammspielen bemerkbar. So fehlt dem Team neben Fabian Freund, der nach seinem Karriereende erfreulicherweise noch gelegentlich aushilft, unter anderem auch Lukas Bankl, der seine Fußballschuhe nach einer schwerwiegenden Bandscheibenverletzung im Sommer an den Nagel hängen musste.

Nach wie vor hat der TSV den Ligaverbleib in der eigenen Hand und stellte bereits mehrfach unter Beweis, dass er nahezu jedem Gegner Paroli bieten kann. Mit der richtigen Einstellung und der nötigen Entschlossenheit wird dann auch wieder das Glück zurückkehren.

Die Fußballer bedanken sich an dieser Stelle für die Unterstützung in den letzten zwölf Monaten und wünschen allen Anhängern ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

Zum Seitenanfang
JSN Boot template designed by JoomlaShine.com