TuS Aschaffenburg-Leider - TSV Rottendorf 7:2 (3:2)

Eine in dieser Höhe niemals erwartete Auswärtsniederlage musste der TSV Rottendorf beim TuS Aschaffenburg-Leider hinnehmen, der damit erfolgreich für die 0:6 Vorrunden-Klatsche in Rottendorf Revanche nahm. Nach einer diesmal längeren und intensiven Vorbereitung war die Gröschl-Elf vorsichtig optimistisch in die Rückrunde gestartet, obwohl man mit Jannik Fischer (Sprunggelenk, Saisonende) und Marcel Stühler (Knie) zwei Stammspieler ersetzen musste. Gerade der Ausfall von letzerem zwang Coach Gröschl dazu, den gesamten Abwehrverbund umzustellen, was zu deutlichen Abstimmungsschwierigkeiten führte, die sich auch schon in den Vorbereitungsspielen offenbarten.

So geriet man schon nach drei Spielminuten in Rückstand, als eine Ecke den Kopf des unbedrängten Alwin Stefani fand und dieser nur noch einnicken musste. Allerdings zeigte sich der TSV nicht geschockt und glich nur sechs Minuten später aus. Der unermüdlich rackernde Philipp Niedermeyer eroberte im gegnerischen Strafraum den Ball, passte quer zur Nico Schubert und dieser schlenzte die Kugel unhaltbar ins lange Eck. In den nächsten Minuten bot sich den wenigen Zuschauern ein ausgeglichenes Spiel, wobei jedoch die langen Bälle der Gastgeber immer wieder für Verwirrung in der Rottendorfer Hintermannschaft sorgten. So staubte Mustafa Jelibaghu in der 24. Minute nach einer präzisen Hereingabe aus kurzer Distanz zur 2:1 Führung der Heimmannschaft ab. Torhüter Rene Schmachtenberger, der zum ersten Mal in der Startelf stand, hatte keine Chance. Die nächsten zehn Minuten verliefen ohne nennenswerte Möglichkeiten, bis der souveräne Spielleiter in der 36. Minute auf einen Freistoß für die Gäste aus halbrechter Position entschied. Nico Schubert schlug den Ball mit viel Tempo und Effet auf den langen Pfosten und Kapitän Julian Wolff drückte aus kurzer Distanz zum schmeichelhaften 2:2 Ausgleich ein. Als sich alle Akteure schon auf dieses Halbzeit-Remis eingestellt hatten, ging der TuS wie aus dem Nichts zum dritten Mal in Führung. Nachdem ein Spieler der Gastgeber am Mittelkreis verletzt liegen geblieben war, forderten die umstehenden Rottendorfer den Gegner auf, den Ball ins Aus zu spielen und schalteten völlig ab. Leider nutze diese Naivität aus, spielte einfach weiter und erzielte durch Sven Bolze aus dem Gewühl die 3:2 Führung. Vernichtender hätte ein Nackenschlag nicht ausfallen können.

In der Pause stellte Trainer Gröschl auf eine Dreierkette um. Der erkältete Paul Lücke blieb in der Kabine und der bisher als Rechtsverteidiger agierende Martin Hesselbach rückte wieder in den Angriff. Seine Position nahm Pascal Horwarth ein. Die Anfangsviertelstunde des zweiten Abschnitts bot viel Kampf und Fehlpässe, bis der TuS in der 55. Minute nach einer Ecke einen Kopfstoß an die Latte setzte. Der TSV hatte bis dahin nur durch einen Fernschuss von Nico Schubert  eine gefährliche Szene. Die Vorentscheidung fiel dann in der 60. Minute. Wieder hatte sich einer der pfeilschnellen Aschaffenburger an der Torauslinie durchgesetzt und vor das Tor gepasst. Top-Torjäger Daniel Meßner wurde nur kurz aus den Augen gelassen und drückte das Spielgerät aus zehn Metern über die Linie. Was in den nächsten zwanzig Minuten passierte ist nur mit der völligen Enttäuschung der Gäste zu erklären, denn Dominik Schreck (68.), Mustafa Jelibaghu (72.) und Sven Bolze (79.) erzielten die nächsten drei Treffer fast ohne Gegenwehr der total verunsicherten Rottendorfer Abwehr. Zwar ließen es die Gastgeber danach etwas ruhiger angehen, doch hochkarätige Chancen der Gäste wurden nicht verzeichnet.

Für das kommende Heimspiel gegen den Tabellendritten aus Frammersbach heißt es nun diese Schlappe möglichst schnell aus den Köpfen zu bekommen und mit der Unterstützung der hoffentlich zahlreichen Zuschauer eine Überraschung zu schaffen.

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