TSV Rottendorf - TuS Frammersbach 2:1 (0:0)

Lange Zeit sah es nach der nächsten Niederlage für den TSV aus, doch dann drehte die Mannschaft die Partie in einer furiosen Schlussphase und sicherte sich einen nicht mehr für möglich gehaltenen Dreier.

Von Beginn an entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie, in der das Fußballerische meist auf der Strecke blieb. Nach der herben Klatsche in Aschaffenburg war der TSV auf Wiedergutmachung bedacht und wollte besonders in der Defensive ein anderes Gesicht zeigen - und das mit Erfolg. Mit dem nötigen Biss in den Zweikämpfen und einer defensiv ausgerichteten und disziplinierten Grundordnung machte das Team seinem Gegenüber das Leben schwer. Der Tabellendritte - als klarer Favorit an den Grasholz gereist - fand nur selten eine Lücke im Abwehrbollwerk der Rottendorfer und konnte diese wenigen Gelegenheiten zunächst nicht nutzen. Die erste nennenswerte Möglichkeit bot sich der Mannschaft aus Main-Spessart, als TSV-Keeper Rene Schmachtenberger einen langen Ball an der Strafraumkante klärte, seine Abwehr jedoch beim Gegner landete und der Torwart Glück hatte, dass er beim folgenden Abschluss aus kurzer Distanz angeschossen wurde (18. Min). Wenig später behinderten sich die beiden Innenverteidiger Paul Lücke und A-Jugend-Spieler Julian Weber gegenseitig, so dass ein Angreifer der Gäste im Sechzehner zum Abschluss kam, sein Schuss jedoch von Rene Schmachtenberger pariert werden konnte (27. Min). Ein aus kurzer Distanz verunglückter Kopfball, eines völlig freistehenden Spielers (33. Min), war zugleich die letzte Chance Frammersbachs im ersten Durchgang. Auf der Gegenseite mühte sich der TSV ebenfalls zu Torgelegenheiten zu kommen, die Angriffsbemühungen endeten allerdings meist vor der Gefahrenzone. Die zerfahrene und defensiv geprägte erste Hälfte endete folglich torlos.
Nach dem Seitenwechsel arbeiteten die Gäste weiter an ihrem leichten Übergewicht und kamen nach wenigen Minuten zu einem aussichtsreichen Vorstoß. Auf der rechten Außenbahn setzte sich ein Spieler des TuS gekonnt durch, zog in den Strafraum ein und setzte einen strammen Abschluss knapp über die Querlatte. Wenig später prallte auf der anderen Seite Stürmer Martin Hesselbach, nach einem langen Ball, mit dem Gäste-Keeper zusammen und verletzte sich dabei leicht. Der Angreifer musste daraufhin ausgewechselt werden und wurde durch Philipp Niedermeyer ersetzt. Die Begegnung blieb auch weiterhin hart umkämpft und zahlreiche Freistöße sorgten für Unterbrechungen. Ein solch ruhender Ball bescherte dem Tabellendritten nach einer Stunde Spielzeit schließlich die Führung. Nach strammen Freistoß von der rechten Strafraumkante, landete das Leder bei Michael Weigand, der aus kurzer Distanz zum nicht unverdienten 0:1 einschoss. In der Folge mühte sich der TSV weiterhin vergeblich gefährlich vor das Tor des Gegners zu gelangen. Zwar präsentierte sich das Team in der Abwehrarbeit weiterhin konzentriert und aggressiv, doch die ersatzgeschwächte Offensivabteilung blieb blass und ideenlos gegen die ebenso gut sortierte Abwehrkette der Gäste. So wundert es wenig, dass ebenfalls ein Freistoß für die erste Großchance der Gröschl-Elf sorgte. Der lange Ball aus dem Halbfeld rutschte am Fünfmeterraum zu dem etwas überraschten Julian Weber durch, der die Kugel dem TuS-Torwart aus kurzer Distanz in die Arme schob (73. Min). Frammersbach beschränkte sich mittlerweile auf das Verteidigen des knappen Vorsprunges und lauerte auf Konter. Ein solcher sorgte knapp zehn Minuten vor dem Ende beinahe für die Entscheidung, als ein Lupfer über den herauseilenden Rene Schmachtenberger, aber auch deutlich am linken Pfosten vorbei ging. In der Schlussphase erhöhte der TSV dann zunehmend den Druck auf die inzwischen tief stehende Mannschaft aus Main-Spessart und stemmte sich gegen die drohende Niederlage. Bezeichnenderweise war es erneut ein Freistoß, der zwei Minuten vor dem Ende tatsächlich für den späten Ausgleich sorgte. Hans Zahn hob den ruhenden Ball aus dem Halbfeld in den Strafraum, wo sich Kapitän Julian Wolff in der Luft durchsetzte und an den rechten Pfosten köpfte. Der Abpraller landete schließlich vor den Füßen von Innenverteidiger Paul Lücke, der von rechts sofort abzog und mit einem präzisen Flachschuss in die linke untere Ecke traf (88. Min). Doch damit nicht genug. In der zweiten Minute der Nachspielzeit setzte der TSV noch einen drauf und sicherte sich in letzter Sekunde einen nicht mehr für möglich gehaltenen Dreier. Eine Standardsituation - wie sollte es auch anders sein - war Ausgangslage für den "Lucky-Punch". Ein weiterer Freistoß von Hans Zahn aus dem Halbfeld wurde von Frammersbach aus der Gefahrenzone geköpft und landete bei Paul Lücke, der das Leder kurz nach der Mittellinie sofort wieder scharf machte und in den Strafraum jagte. Dort landete die Hereingabe bei U-19-Kicker Robin Busch, der den Ball gekonnt verarbeitete, seinen Gegenspieler stehen ließ und das Leder von links, am Keeper vorbei, zum viel umjubelten 2:1 in die Maschen spitzelte. Kurz darauf beendete der Unparteiische die Partie und besiegelte den sicherlich etwas glücklichen und schmeichelhaften Sieg der Rottendorfer, die sich nach langer Zeit endlich wieder einmal für einen aufopferungsvollen Kampf belohnten und somit wichtige Zähler im Kampf und den Klassenerhalt einfahren konnten.

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