FV Karlstadt - TSV Rottendorf 4:0 (0:0)

Eine Woche nach dem überraschenden Heimsieg gegen Frammersbach musste sich der TSV auswärts erneut deutlich geschlagen geben und hat somit den Anschluss an das rettende Ufer vorerst verloren.

Der gesundheitlich angeschlagene Trainer Manuel Gröschl (Achillessehnenriss) wurde wie schon in der Vorwoche von U19 -Coach Jens Eiring unterstützt und schickte die gleiche Elf aufs Feld, die gegen den Tabellendritten den Last-Minute-Sieg erkämpfte. Der Mannschaft gelang es jedoch nicht die konzentrierte und kämpferische Leistung zu wiederholen und zeigte im Verlauf des Spiels wieder ihr anderes Gesicht.
Während die Anfangsphase auf dem tiefen und unebenen Geläuf noch ausgeglichen verlief, erarbeitet sich der Gastgeber nach und nach ein leichtes Übergewicht und Chancenplus. Insbesondere durch zahlreiche Standardsituationen näherte sich der Aufsteiger dem Tor allmählich an. Eine solche bildete zugleich die größte Gelegenheiten im ersten Durchgang, als kurz vor der Pause ein Freistoß aus zentraler Position auf dem Lattendreieck landete. Aus dem Spiel heraus scheiterte der FV dagegen mit einem platzierten Flachschuss an Rottendorfs Torwart Rene Schmachtenberger. Auf der Gegenseite gelang dem TSV nur ein nennenswerter Angriff, als Martin Hesselbach nach einem Steilpass von links in den Strafraum zog und sein Querpass zum mitgelaufenen Robin Busch in letzter Sekunde geklärt werden konnte. Ansonsten blieben die Gäste in der Offensive weitestgehend blass und machten den Gegner durch zahlreiche Fehlpässe stark.
Weitere Verunsicherung war dem Team durch die Auswechslung von Jakob Siedler anzumerken. Der Mittelfeldmotor musste nach einem Zusammenprall mit einer Gehirnerschütterung in der Kabine bleiben. Zudem musste Stürmer Martin Hesselbach das Feld nach einer Stunde Spielzeit wegen Knieproblemen verlassen. Für ihn kam Frank Bader in die Partie, der kurz darauf prompt die Führung auf dem Fuß hatte. Nach Pass in die Gasse zog er von links frei auf das FV-Tor, traf aber am rechten Pfosten vorbei. Nur kurze Zeit später zappelte das Leder stattdessen auf der anderen Seite im Netz. Einmal mehr war eine Standardsituation Ausgangspunkt für den Rückstand aus TSV-Sicht. Ein Freistoß von der linken Seite wurde zunächst noch per Kopf abgewehrt, doch die Kugel landete noch im Strafraum bei Karlstadts Johannes Schreiner, der sofort abzog und unhaltbar zum verdienten 1:0 einschoss (65. Min). Der Treffer beflügelte die Main-Spessart-Kicker spürbar, die jetzt auf die Vorentscheidung drängten. Zehn Minuten nach der Führung legte der FV schließlich durch einen weiteren Freistoß nach. Markus Mjalov setzte den ruhenden Ball aus rund 18 Metern hoch in die Torwartecke. TSV Keeper Rene Schmachtenberger machte dabei eine etwas unglückliche Figur. Eine Viertel Stunde vor dem Ende war die Begegnung also bereits vorentschieden und die Gäste gaben sich frühzeitig auf. Somit hatte Karlstadt in der Schlussphase wenig Mühe das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Erneut Markus Mjalov mit einem mit einem Flachschuss aus rund 12 Metern ins rechte Eck (79. Min), sowie Felix Strohmenger mit einem platzierten Distanzschuss, der vom linken Innenpfosten in die Maschen knallte, sorgten für die Treffer Drei und Vier der Hausherren. Der Sieg fiel somit sicherlich etwas zu hoch aus, blieb aber ohne Frage hochverdient.
Durch die Niederlage gegen den direkten Tabellennachbarn musste der TSV einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt hinnehmen und hat nun bereits vier Zähler Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Mit Hösbach und Lengfeld vor den Augen werden die kommenden Aufgaben zudem nicht leichter.

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