TSV Lengfeld - TSV Rottendorf 1:2 (1:1)

Durch eine beeindruckende Energieleistung beim Tabellenführer sicherte sich der TSV völlig überraschend drei wichtige Zähler im Abstiegskampf.

Die Innenverteidiger Julian Weber und Paul Lücke lassen ihrer Freude freien Lauf (Quelle. www.mainpost.de)

 

Für einen Tipp auf den Rottendorfer Auswärtssieg hätten Buchmacher sicherlich hohe Quoten angeboten, denn zusammen mit dem SV Heidingsfeld stand der TSV in der Auswärtstabelle vor diesem Spieltag auf dem letzten Platz. Nur vier magere Punkte konnte das Team bislang in der Fremde erzielen. Dem gegenüber stand die markelose Bilanz der Lengfelder, denn in neun Heimspielen holte der Spitzenreiter die volle Ausbeute von 27 Punkten und kassierte dabei sogar nur zwei Gegentreffer. Doch Derbys haben nun mal ihre eigenen Gesetze. 

Völlig unbeeindruckt von jeglichen Statistiken präsentierte sich die Gröschl-Elf von Beginn an äußerst selbstbewusst, zweikampfstark und diszipliniert. So entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der die Rottendorfer bereits nach sieben Minuten der Führung ganz nahe kamen. Martin Hesselbach tauchte plötzlich völlig frei vor dem Lengfelder Kasten auf, doch Keeper Roman Kölbl konnte seinen Flachschuss gerade noch entscheidend abfälschen, so dass die Kugel nur langsam Richtung Torlinie rollte, wo sie schließlich von einem Abwehrspieler geklärt wurde. Wenig später nutzte Martin Hesselbach dann allerdings eine weitere Gelegenheit und brachte seine Farben in Front. Nach Zuspiel von Julian Wolff setzte sich der Stürmer im Strafraum gekonnt durch und chippte das Leder gefühlvoll über Roman Kölbl zum 0:1 (12. Minute). Der Treffer gab der Mannschaft weiter Aufwind und sorgte auch in der folgenden Viertelstunde für ein Übergewicht der Gäste. Teilweise mit sehenswerten Kombinationen erspielte sich der TSV Möglichkeiten zu erhöhen. Die größte Gelegenheit zum 0:2 verpasste Jakob Siedler, als er alleine auf Lengfelds Tor zulaufen konnte, sein missglückter Abschluss jedoch deutlich über die Querlatte flog (24. Min). Wenig später scheiterte Nico Schubert mit einem strammen Distanzschuss am Schlussmann des Spitzenreiters. Den unmittelbaren Gegenzug schlossen die Hausherren dann erfolgreich ab und nutzten so ihre erste Torchance zum Ausgleich. Tim Hänling zog von links in den Sechzehner und traf vom Innenpfosten in die Maschen zum 1:1 (28. Min). Erst nach dem Ausgleich fanden die Würzburger besser in die Partie und übernahmen fortan die Initiative. Insbesondere bei Standardsituationen strahlte die Hochrein-Elf regelmäßig Gefahr aus. So auch bei einem Eckstoß kurz vor der Halbzeitpause, als Rottendorfs Torhüter Peter Trappschuh einen Kopfball von der Linie kratzte. Mit dem Unentschieden ging es in die Kabinen. 

Nach dem Seitenwechsel wurde der Tabellenführer, bei dem fortan Ersatzkeeper Manuel Zehner für den angeschlagenen Roman Kölbl zwischen den Pfosten stand, seiner Favoritenrolle zunehmend gerecht und schnürte die Rottendorfer in deren Hälfte ein. Weiterhin durch zahlreiche Standardsituationen, als auch durch hohe Bälle in die Spitze, näherte sich Lengfeld der Führung an. Doch diese gelang erneut den Gästen, die einen Entlastungsangriff nach einer Stunde Spielzeit erfolgreich abschlossen. Der unermüdliche Kapitän Julian Wolff schickte Moritz Schubert mit einem Steilpass auf der rechten Außenbahn auf die Reise. Der Youngstar zog in den Strafraum, ließ seinen Gegenspieler stehen und traf mit einem präzisen Flachschuss ins linke Eck zum viel umjubelten 1:2. In der Folge musste der TSV seine ganze Kraft aufwenden, um den knappen Vorsprung zu verteidigen. Lengfeld warf alles nach vorne und stemmte sich gegen die drohende Niederlage, wirkte aber ideenlos und fand kaum eine Lücke in dem nun tief stehenden Abwehrbollwerk der Gäste. Trotz aller Bemühungen kam der Favorit zu keiner nennenswerten Möglichkeit mehr und somit besiegelte der Unparteiische den Überraschungssieg der Rottendorfer.

 

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