SSV Kitzingen - TSV Rottendorf 2:4 (2:1)

Durch einen hochverdienten, aber ebenso hart erarbeiteten Auswärtssieg bleibt der TSV weiter im Rennen um den Klassenerhalt, während die "Siedler" durch die Niederlage nun auch rechnerische keine Chance mehr auf den Ligaverbleib haben.

 

 

 

 

Trainer Manuel Gröschl schickte Neuzugang Sebastian Halupczok (kürzlich aus Münnerstadt zum TSV gewechselt) erstmals von Beginn auf das Feld, der auf der Außenverteidigerposition sein Startelf-Debüt erfolgreich absolvierte.

Die Anfangsphase der Partie verlief ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für die Hausherren. Eine erste gute Möglichkeit bot sich dem SSV nach sechs Minuten durch einen Freistoß, aus rund 20 Metern. Der ruhende Ball wurde von der TSV-Mauer tückisch abgefälscht, konnte jedoch von TSV-Keeper Peter Trappschuh pariert werden. Auf der anderen Seite kam die Rottendorfer Offensive noch nicht richtig ins Rollen und blieb zunächst, bis auf einen zu unplatzierten Abschluss von Moritz Schubert aus dem Rückraum (19. Min), blass. Durch einen langen Ball ging Kitzingen in der 20. Minute in Front. Das hohe Zuspiel erreichte Johannes Speda, der die Kugel im Strafraum verarbeitete und flach ins linke Toreck zum 1:0 einschoss. Erst nach dem Gegentreffer wurde der TSV entschlossener und übernahm jetzt nach und nach die Kontrolle über das Spielgeschehen. Mit zwei aussichtsreichen Versuchen von Jakob Siedler (30. Min) und Thomas Melber (33. Min), jeweils knapp über die Querlatte, näherten sich die Gäste allmählich dem Ausgleich an. Dieser fiel schließlich durch einen Foulelfmeter. Nach einem Eckstoß kam Jakob Siedler im Sechzehner zum Abschluss und wurde dabei von seinem Gegenspieler am Schienbein getroffen. Der Unparteiische zögerte kurz und entschied dann, nicht ganz unstrittig, auf Strafstoß. Kapitän Julian Wolff ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und traf zum mittlerweile verdiente 1:1 (33. Min). Erst gegen Ende des ersten Durchganges konnte sich Kitzingen wieder etwas entlasten und ging mit dem Halbzeitpfiff überraschend erneut in Führung. Wieder einmal wusste sich die TSV-Defensive nur mit einem Foul vor dem Strafraum zu helfen und eröffnete dem Gegner so eine weitere, vermeidbare Freistoßchance, diesmal aus halbrechter Position. Kitzingens Felix Schneider schoss stramm auf die Mauer, in der das Leder eine Lücke fand und schließlich direkt neben dem verdutzten Peter Trappschuh, durchaus haltbar im Netz einschlug. Mit der etwas schmeichelhaften Führung der "Siedler" ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel übernahm prompt wieder der TSV die Initiative und drehte das Match mit einem Doppelschlag in nur zehn Minuten. Zunächst rutschte die Kugel nach einem langen Einwurf zu Moritz Schubert durch, der am Elfmeterpunkt aus der Drehung links unten einschob (47. Min). Die Gröschl-Elf drängte jetzt unermüdlich nach vorne und ging wenig später durch einen weiteren Strafstoß verdient in Front. Martin Hesselbach wurde vom SSV-Keeper regelwidrig von den Beinen geholt und erneut übernahm Julian Wolff die Verantwortung. Der Kapitän traf zum zweiten Mal vom Punkt und erzielte so das 2:3 nach 55 Minuten. Beflügelt von der Führung schnürten die Gäste den Gegner weiter in dessen Hälfte ein und dominierten das restliche Spielgeschehen. Nach einer Gelb-Roten Karte für Kitzingens Felix Schneider (61. Min) eröffneten sich dem TSV in Überzahl zudem mehr Räume. Rottendorf erspielte sich jetzt eine Chance nach der anderen, ging aber zum Teil sehr fahrlässig mit diesen um, so dass die Begegnung bis kurz vor dem Ende unnötig spannend blieb. Ein Freistoß von Nico Schubert, knapp über den Winkel (62. Min), ein Schuss, des frei auf das Tor zulaufenden Jakob Siedler, knapp am linken Posten vorbei (65. Min), sowie ein Heber von Moritz Schubert, der kurz vor der Linie geklärt werden konnte (76. Min) hätten bereits frühzeitig die Entscheidung bringen können. Zudem erkannte das Schiedsrichtergespann einen erfolgreichen Abschluss von Martin Hesselbach durch eine sehr zweifelhafte Entscheidung nicht an. Nach Querpass von Robin Busch traf der Stürmer ins rechte untere Eck, soll laut Linienrichter dabei jedoch im Abseits gestanden haben (75. Min). Neben den teilweise zu schlampigen Abschlüssen fehlte auch das Glück bei den Versuchen des TSV. So chippte Robin Busch das Leder gekonnt über den herauslaufenden Torhüter, der Ball klatschte aber nur an den rechten Pfosten (78. Min). Somit blieb die Partie trotz der mittlerweile enormen Überlegenheit der Rottendorfer bis zum Ende offen, ehe Julian Wolff mit seinem dritten Treffer den Deckel schließlich drauf machte (87. Min). Nach zuvor missglücktem Schuss von Moritz Schubert kam das Leder über Nico Schubert zum TSV-Spielführer, der seinen Gegenspieler stehen ließ und flach ins linke Eck zum 2:4 Endstand traf. Kurz darauf wäre dem Matchwinner beinahe noch sein viertes Tor gelungen, doch ein weiteres Mal parierte der SSV-Keeper einen Schuss aus kurzer Distanz erfolgreich.

Erstmals in dieser Saison verbucht der TSV zwei Siege in Folge und das genau zum richtigen Zeitpunkt. Mit sieben Zählern Vorsprung auf den SV Heidingsfeld, wird drei Spiele vor dem Rundenende ein direkter Abstieg immer unwahrscheinlicher. Das rettende Ufer ist hingegen nur zwei Zähler entfernt und durch die Begegnungen gegen direkte Konkurrenten (Neuhütten und Keilberg) hat der TSV den sicheren Klassenerhalt wieder in der eigenen Hand.

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