FC Eibelstadt – TSV Rottendorf 1:3 (1:1)

Durch einen hochverdienten Sieg im ersten Relegationsspiel hat der TSV die Tür zur zweiten Runde weit aufgestoßen.

Zu Spielbeginn versuchte der FC Eibelstadt durch aggressives Pressing in der gegnerischen Hälfte die Kontrolle über das Spielgeschehen zu erlangen, doch der TSV zeigte sich davon unbeeindruckt und erspielte sich selbst frühzeitig aussichtsreiche Torchancen. Jakob Siedler kam bereits in der der 8. Spielminute an Strafraumkante frei zum Abschluss, scheiterte aber am Keeper der Hausherren. Kurz darauf zog Robin Busch in den Sechzehner ein, verfehlte den rechten Torpfosten jedoch um Haaresbreite (11. Min). Mit zunehmender Spieldauer wurde die Dominaz der Gäste immer größer und die Führung schien nur noch eine Frage der Zeit. Nachdem Martin Hesselbach zunächst noch eine weitere Chance liegen ließ, erzielte er in der 26. Minute das mittleweile überfällige 0:1. Nico Schubert setzte sich auf der linken Seite entschlossen durch, zog bis zur Grundlinie und bediente mit einem mustergültigen Zuspiel den völlig freistehenden TSV-Stürmer, der wenig Mühe hatte aus kurzer Distanz einzuschieben. Die Führung währte allerdings nicht lange, denn nach einer halben Stunde gelang den Gastgebern aus dem Nichts der Ausgleich. Nach hohem Zuspiel in den Strafraum nutzte FC-Stürmer Philipp Eismann eine Unstimmigkeit zwischen TSV-Torhüter Peter Trappschuh und Verteidiger Sebastian Halupczok und spitzelte das Leder am Keeper vorbei zum überraschenden 1:1. Durch den Gegentreffer ließ sich die Gröschl-Elf kurzzeitig aus dem Konzept bringen, so dass die Partie bis zur Pause ausgeglichen verlief, jedoch ohne nennenswerte Möglichkeiten.

Nach dem Seitenwechsel übernahm der TSV dann aber wieder das Kommando und kam durch sehenswerte Kombination zu zahlreichen Abschlüssen. Folgerichtig gingen die Gäste in der 51. Minute erneut in Front. Nach schönem Doppelpass mit Martin Hesselbach zog der flinke Robin Busch von rechts in den Strafraum und traf mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 1:2. Der TSV schaltete jetzt einen Gang zurück, dominierte aber weiterhin das Geschehen und hatte wenig Mühe die überraschend harmlose Offensive des Gastgebers unter Kontrolle zu halten. Von der gefürchteten Angriffsreihe des Kreisligisten war auch weiterhin nur wenig zu sehen. Der TSV hingegen zeigte besonders im zweiten Durchgang seine Qualitäten, die er im Laufe der Saison oftmals vermissen ließ. Besonders durch flüssiges Kurzpassspiel beeindruckte der Bezirksligist immer wieder die zahlreichen Zuschauer. Gegen Ende der Begegnung bekamen die Gäste dann noch mehr Oberwasser, als Eibelstadts Hannes Henkelmann, nach einem Foul kurz vor dem Strafraum, mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde (76. Min). Den folgenden Freistoß nutzte der unermüdliche Nico Schubert zum 1:3. Der junge Mittelfeldmotor zirkelte die Kugel gefühlvoll über die Mauer und traf halbhoch ins linke Eck (77. Min). In Überzahl kam der TSV jetzt zu weiteren Großchancen, verpasste es aber die Führung weiter auszubauen. Der eingewechselte Frank Bader scheiterte nach Steilpass von Julian Wolff an Eibelstadts Schlussmann Maximilian Geißendörfer und den Nachschuss von Nico Schubert konnte FC-Verteidiger Thorbjörn Köhne auf der Torlinie klären (81. Min). Wenig später ließ auch Julian Wolff eine weitere hundertprotzentige Gelegenheit aus, als er, nach schöner Kombination und Zuspiel von Jakob Siedler, am Elfmeterpunkt völlig freistehend zum Abschluss kam. Der missglückte Versuch des Spielführers flog jedoch deutlich über die Querlatte.

Somit blieb es bei dem 3:1-Erfolg durch den sich die Mannschaft eine hervorragende Ausgangssituation für das Rückspiel (Samstag, 16 Uhr) erarbeitet hat. Lediglich den Vorwurf der mangelnden Chancenverwertung muss sich das Team gefallen lassen, das ansonsten eine beeindruckende Mannschaftsleistung und über weite Strecken einen sehenswerten Kombinationsfußball ablieferte. Das Ergebnis ist jedoch trügerisch und der TSV wird sich auch am Grasholz von dieser starken Seite zeigen müssen, um die weit aufgeschlagene Tür zur zweiten Runde auch durschreiten zu können.

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