TuS Aschaffenburg-Leider - TSV Rottendorf 0:1 (0:1)

Mit einem wahrlich nicht erwarteten Auswärtssieg beim bis dahin noch ungeschlagenen TuS Leider kehrten die Bezirksliga-Kicker des TSV Rottendorf am vergangenen Samstag vom Untermain zurück.

Wieder hatte Coach Manuel Gröschl sein Team umbauen müssen und so rückte „Rückkehrer“ Jakob Siedler in die Innenverteidigung, Moritz Schubert spielte rechter Verteidiger, Nicki Paatz besetzte das Zentrum und Jannik Fischer die rechte Aussenbahn. Auch Neuzugang Matthias Wohlfahrt stand zum ersten Male zwischen den Pfosten und wurde zum entscheidenden Mann.

Die Gastgeber versuchten von Beginn an den TSV mit langen Pässen auf ihren pfeilschnellen Topscorer Daniel Meßmann unter Druck zu setzen. Immer wieder flogen genaue Vorlagen über das Mittelfeld und Paul Lücke und Jakob Siedler mussten oft mit höchstem Einsatz klären. So gab es in der 12. Minute eine Ecke, die die Rottendorfer nur kurz abwehren konnten, und man hatte Riesenglück, dass der Schuss aus kurzer Entfernung gegen die Latte klatschte. Doch Rottendorf versteckte sich nicht und nutzte jede Gelegenheit abgefangene Bälle in Konter umzusetzen. In der 23. Minute verfehlte ein 30 Meter-Distanzschuss von Siedler nur knapp das Ziel. In der 31. Minute funktionierte dann aber eine einstudierte Eckenvariante und der von Christoph Friedrich scharf hereingegebene Ball landete in der Nähe der Strafraumgrenze bei Thomas Melber, der mit einem fulminanten Schuss neben den rechten Pfosten dem Aschaffenburger Torhüter keine Chance ließ. Was für ein Bezirksliga-Premierentreffer für den jungen Abwehrspieler! Der TuS schien angezählt, denn innerhalb der nächsten sieben Minuten hätte der TSV den Vorsprung sogar noch ausbauen können. Jedoch wurden Nicki Paatzs Flachschuss aus 14 Metern und Martin Hesselbachs Kopfball aus kurzer Entfernung vom starken Keeper der Gastgeber entschärft. In der 43. Minute kam es dann zu einer der wohl entscheidenden Szenen des Matches. Wieder war Meßner der Rottendorfer Abwehr enteilt und Torwart Wohlfahrt konnte den durchgebrochenen Stürmer nur mit einem Foul im Strafraum stoppen. Der Gefoulte trat selbst an, doch Wohlfahrt hatte die richtige Ecke gerochen und wehrte den allerdings auch etwas unplatzierten Elfmeter ab.

Wie erwartet kamen die Gastgeber hochmotiviert aus der Kabine und nur vier Minuten nach Wiederanpfiff bot sich die Riesenchance zum Ausgleich. Eine scharf herein geschlagene Flanke landete punktgenau auf dem Kopf eine TuS-Spielers, doch dessen Kopfballgranate aus fünf Metern konnte Wohlfahrt – unfassbar für die Gastgeber – reaktionsschnell über die Latte lenken. Aber auch der TSV versteckte sich nicht. Immer häufiger gelang es Jannik Fischer, aber auch Robin Busch, sich auf der Außenbahn durchzusetzen und den Ball in die Mitte zurück zu spielen, doch Nicki Paatz scheiterte drei Mal knapp. In den letzten zehn Spielminuten blies der TuS dann noch einmal zur Großoffensive, doch mit aufopferungsvollem Einsatz konnten die Rottendorfer viele Bälle aus der Gefahrenzone befördern. Jedoch mussten sich unsere Spieler zweimal bei dem an diesem Tag überragenden Matthias Wohlfahrt bedanken, der in der 81. Minute den allein auf ihn zulaufenden Meßner mit einer weiteren Blitzreaktion zur Verzweiflung brachte und nur vier Minuten später einen Kopfball aus acht Metern entschärfte. Dem TSV boten sich aber auch noch zwei Riesenmöglichkeiten, den Sack endgültig zuzumachen, als Jannik Fischer aus 16 Metern nur haarscharf das Ziel verfehlte und Martin Hesselbachs 60-Meter-Schuss aus der eigenen Hälfte (der TuS-Torhüter war bei einer Ecke nach vorne geeilt) nur einen Meter am Gehäuse der Aschaffenburger vorbei kullerte.

Der Jubel und Stolz nach diesem Coup waren natürlich riesengroß, hatte man doch wiederum eine im Vorfeld hoch gehandelte Mannschaft, wenn auch mit dem etwas notwendigen Glück, auswärts besiegt. Was die Gröschl-Truppe an diesem Tag an Einsatz und Disziplin zeigte war wirklich beeindruckend!

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