BSC Aschaffenburg-Schweinheim - TSV Rottendorf 1:0 (0:0)

Mit einer nicht unverdienten Niederlage kehrte die Gröschl-Elf am Tag der deutschen Einheit von ihrem Auswärtsspiel im Aschaffenburger Vorort Schweinheim zurück.

 

Auf dem schnellen Kunstrasen fand der TSV, für viele der mitgereisten Fans doch etwas überraschend, kaum ins Spiel und hatte eine hohe Fehlpassquote und viele technische Fehler zu verzeichnen. Überraschend deshalb, weil man in den vorausgegangenen Partien auf diesem für die Rottendorfer ungewohnten Geläuf durchwegs überzeugende Leistungen und technisch anspruchsvollen Fußball geboten hatte. Vielleicht lag es aber auch an den Gastgebern, die sowohl spielerisch als auch kämpferisch beeindruckten.

Nach anfänglichem Abtasten verzeichnete der BSC in der 7. Minute seine erste Chance, als der aus dem Urlaub zurück gekehrte Paul Lücke über den Ball schlug, der hinter ihm lauernde Schweinheimer jedoch den Ball 1 Meter über das Tor drosch. Nur kurze Zeit später setzte der TSV ein erstes Ausrufezeichen. Moritz Schubert hatte von rechts eine Flanke in die Mitte geschlagen, doch der im Zentrum postierte Martin Hesselbach verfehlte mit seinem Kopfball nur knapp das Tor. Die Gastgeber bekamen nun immer mehr das Geschehen in den Griff und setzten den TSV vor allem über die linke Seite unter Druck. Außenverteidiger Mo Schubert hatte mit dem äußerst trickreichen und wieselflinken Linksaußen der Schweinheimer seinen wohl bisher besten Gegenspieler vor sich. So kamen die Aschaffenburger ab der 20. Minute zu vier teilweise hochkarätigen Möglichkeiten, von denen eine am linken Pfosten landete und die anderen vom wieder einmal sehr starken Keeper Matthias Wohlfahrt entschärft wurden. Der TSV Rottendorf hatte in diesem Zeitraum nur eine Halbchance durch Jannik Fischer zu vermelden, dessen Schuss aus sehr spitzem Winkel war aber kein Problem für den Schweinheimer Torhüter. Mit einem schmeichelhaften 0:0 ging es in die Pause, in der es galt ein Mittel gegen das aggressive Anlaufen der Gastgeber zu finden, die durch ein geschicktes Zustellen der Passwege und körperbetonte Zweikampfführung viele Rottendorfer Ungenauigkeiten provoziert hatten.

Die erste Viertelstunde des zweiten Abschnitts bot das gleiche Bild, der BSC erstickte fast jede Angriffsbemühung des TSV, blieb bis dahin aber selbst ohne Großchance. Umso ärgerlicher geriet der TSV Rottendorf dann aber in der 73. Minute in Rückstand. Wieder einmal war ein Ball in der 16er gesegelt, aber anstatt, wie von Coach Gröschl bereits in der ersten Halbzeit lautstark angemahnt, den Ball konsequent aus der Gefahrenzone zu befördern, versuchte man sich durch ein höchst gefährliches Kurzpassspiel vom gegnerischen Druck zu befreien. Die Strafe war ein Ballverlust und ein unhaltbarer Treffer durch Ugur Öner von der Strafraumgrenze halbhoch ins rechte Eck. Der TSV zeigte Reaktion und kam nur drei Minuten später zu seiner größten Gelegenheit, als Robin Busch links in den Strafraum steil geschickt wurde und auf den Torhüter zulief, doch mit seinem Flachschuss scheiterte. Coach Gröschl stellte nun auf eine Dreierkette um, doch bis auf zwei Freistöße von Nico Schubert, die vom eingewechselten Brian Weber per Kopfball auf das Schweinheimer Tor befördert wurden, war keine weitere Chance zu verzeichnen. Ganz im Gegenteil. Die Gastgeber hatten bei einer der sich nun bietenden Kontermöglichkeiten die große Chance den Sack nun endgültig zuzumachen, scheiterten aber erneut an Torhüter Wohlfahrt.

Nach sechs Spielen ohne Niederlage ging der TSV Rottendorf nun wieder einmal als Verlierer vom Platz. Bereits am kommenden Samstag um 16 Uhr bietet sich jedoch im Heimspiel-Derby gegen Landesligaabsteiger FVgg Bayern Kitzingen die Chance eine neue Serie zu starten.

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