FC Blau-Weiss Leinach - TSV Rottendorf 2:4 (0:2)

Erneut stellte der TSV seine aktuelle Auswärtsstärke unter Beweis und ging beim Derby in Leinach als verdienter Sieger vom Feld.

 

Die Gröschl-Elf, bei der Martin Hesselbach erneut verletzungsbedingt pausieren musste und Jakob Siedler von Beginn an auflief, erwischte einen Start nach Maß. Bereits in der 6. Spielminute gingen die Gäste in Front und legten frühzeitig die Weichen auf Sieg. Nach feinem Flugball von Moritz Schubert lief Robin Busch von rechts in den Sechzehner und jagte das Leder unhaltbar ins lange Eck zum 0:1. Nachdem die Hausherren den schnellen Rückstand verarbeitet hatten, kamen auch sie zu ersten Gelegenheiten, so auch in der 13. Minute, als ein Abschluss knapp am linken Winkel vorbei flog. Bei weiteren Schüssen des FC hatte Keeper Matthias Wohlfart keine Mühe zu parieren. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, mit Chancen auf beiden Seiten. Mit einem Kopfball aus kurzer Distanz, über die Querlatte, verpasste Jannik Fischer den zweiten Treffer nur knapp (36. Min). Zwei Minuten später klingelte es dann aber doch im Netz der Gastgeber. Nach einer zunächst abgewehrten Ecke hob Nico Schubert den Ball wieder in den Strafraum, wo Julian Wolff das Zuspiel verarbeitete und mit seinem Schuss von links zunächst noch am Torwart scheiterte. Den Nachschuss schob der Kapitän dann aber überlegt ins rechte Eck zum 0:2 (38. Min). Beinahe hätte der TSV noch vor der Pause nachgelegt, doch Christoph Friedrich schoss aus kurzer Distanz einen Verteidiger auf der Torlinie an und verpasste so die Vorentscheidung (41. Min).

Nach dem Seitenwechsel nahmen die Rottendorfer den Schwung aus der Schlussphase der ersten Halbzeit mit und dominierten die ersten Minuten des zweiten Durchganges. Gleich zweimal kam Nico Schubert an der Strafraumgrenze zum Abschluss, doch beide Male konnte der FC-Keeper abwehren. Wie aus dem Nichts fiel in dieser Phase der Anschlusstreffer für Leinach. Nach einem Eckstoß sah der Unparteiische ein Schubsen von TSV-Schlussmann Matthias Wohlfahrt und zeigte auf den Punkt. Daniel Bufe ließ sich die Gelegenheit nach dieser umstrittenen Entscheidung nicht nehmen und verwandelte sicher zum 1:2 (51. Min). Nur fünf Minuten später nutzte der FC eine weitere Standartsituation zum überraschenden Ausgleich. Wieder hieß der Torschütze Daniel Bufe, der nach einem Eckball sträflich freistehend zum 2:2 einköpfte (56. Min). Plötzlich war die Partie wieder völlig offen, doch der aktuell vor Selbstvertrauen strotzende TSV ließ sich von dem Doppelschlag nicht aus der Bahn werfen und übernahm nach einer kurzen Schockphase wieder die Initiative. Immer wieder setzte sich der agile Jannik Fischer auf links durch und sorgte für Gefahr. Seinen Schuss nach einer guten Stunde konnte der starke FC-Keeper parieren und beim Nachschuss klärte ein Verteidiger vor der Linie. Spielentscheidend war dann die Szene in der 63. Minute. Der bereits verwarnte Niclas Geißler wurde nach einem weiteren Foul mit Gelb-Rot vom Platz gestellt, so dass Leinach eine halbe Stunde in Unterzahl agieren musste. Zwar kam der FC anschließend noch einmal zu einer guten Gelegenheit, als ein Kopfball knapp am linken Pfosten vorbei rauschte, doch in der Folge mussten sich die dezimierten Hausherren auf die Defensive konzentrieren und versuchten den Punkt zu sichern. Doch die spielstarke TSV-Offensive erhöhte zunehmend den Druck und erarbeitet sich jetzt eine Möglichkeit nach der anderen. Gleich drei weitere Male scheiterte Jannik Fischer aus aussichtsreicher Position am Keeper und auch Julian Wolff und Nico Schubert fanden in ihren Abschlüssen zunächst kein Glück. In der 79. Minute war es schließlich ein sehenswertes Solo von Moritz Schubert, das für die erneute Führung sorgte. Der offensive Außenverteidiger eroberte sich das Leder in der eigenen Hälfte, dribbelte entschlossen durch das Zentrum und traf mit einem Flachschuss aus rund 20 Metern in die linke Ecke zum umjubelten und verdienten 2:3. Leinach bemühte sich zwar noch einmal um den Ausgleich, doch der TSV machte wenige Minute vor dem Ende den Deckel drauf. Nach schöner Vorarbeit von Christoph Friedrich auf der rechten Seite, traf Julian Wolff aus rund zehn Metern an die Querlatte und der Abpraller landete vor den Füßen von Jannik Fischer, der die Kugel nur noch über die Linie drücken musste (86. Min). Der fünfte Sieg in der Fremde (Platz 1 in der Auswärtstabelle) war den Gästen somit nicht mehr zu nehmen.

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