TSV Rottendorf - SpVgg Hösbach-Bahnhof 4:0 (0:0)

Mit einem verdienten Heimsieg krönt der TSV seine erfolgreiche erste Saisonhälfte.

Lediglich das erste Aufeinandertreffer der beiden Teams - im Herbst 2010 - konnten die Rottendorfer für sich entscheiden. Seitdem sprach die Statistik mit zwei Remis und sieben, teilweise deutlichen Siegen eindeutig für die Bahnhöfer. Nach über sieben Jahren gelang dem TSV nun im zehnten Anlauf endlich der zweite Erfolg über den Angstgegner - und dieser war auch in der Höhe hochverdient.

Auf dem nassen und matschigen Geläuf entwickelte sich anfangs eine ausgeglichene und überwiegend zähe Partie, in der die Hausherren von Beginn an um Kontrolle bemüht waren, zunächst aber noch keine große Torgefahr ausstrahlten. Lediglich bei einem Abschluss von Jannik Fischer musste Hösbachs Keeper in den ersten Minuten eingreifen und lenkte den Ball gekonnt ins Toraus (7. Min). Gegen Mitte der ersten Hälfte wurde der TSV dann zwingender und erarbeitete sich in wenigen Minuten drei hochkarätige Chancen. Zunächst verzog der völlig freistehende Kapitän Julian Wolff, nach Flanke von Moritz Schubert, aus rund 15 Metern und traf deutlich über den Kasten (21. Min). Wenig später scheiterten sowohl Jannik Fischer mit einer Direktabnahme aus kurzer Distanz (22. Min), als auch Nico Schubert in einer 1-gegen-1-Situation (27. Min) am Gäste-Torwart. Nach dieser kurzen Drangphase hatte der TSV in der ersten Halbzeit keine weitere Möglichkeit mehr zu verzeichnen. Auf der Gegenseite blieb die Offensive der Spielvereinigung ungewohnt blass und konnte sich keine nennenswerte Gelegenheit erspielen, was auch der disziplinierten und entschlossenen Defensivarbeit der Gröschl-Elf geschuldet war. Folglich ging es torlos in die Kabinen.

Im zweiten Abschnitt legte der Gastgeber dann einen Gang zu und präsentierte sich jetzt hocheffektiv. Der Wiederanpfiff war kaum verstummt, da zappelte das Leder schon im Netz der Aschaffenburger. Nach Zuspiel von Jakob Siedler setzte sich Julian Wolff zentral durch und steckte vor dem Sechzehner im richtigen Moment zu Moritz Schubert durch. Dieser umkurvte Hösbachs Schlussmann und schob zum 1:0 ein (46. Min). Auch die nächste Chance des zweiten Durchgangs saß und sorgte zehn Minuten später für die Vorentscheidung. Robin Busch tankte sich an der linken Grundlinie durch und bediente Moritz Schubert am Fünfmeterraum. Der Abschluss des Offensivspielers flog an das Lattendreieck und der Abpraller landete schließlich beim mitgelaufenen Julian Wolff, der wenig Mühe hatte aus rund sieben Metern einzuschießen (56. Min). In der Folge ließ es der TSV etwas ruhiger angehen und die Gäste fanden allmählich besser ins Spiel. Nach einem verlängerten Einwurf stand ein Angreifer der Spielvereinigung plötzlich völlig frei vor Peter Trappschuh, doch der aufmerksame TSV-Schlussmann parierte den Versuch gekonnt (67. Min). Nach und nach erhöhten die Aschaffenburger den Druck und bemühten sich um den Anschlusstreffer. Doch genau in dieser Phase machten die Rottendorfer mit einem Konter alles klar. Ein weiter Ball in die Spitze, gespielt von Innenverteidiger Julian Weber, erreichte Nico Schubert, der alleingelassen in Richtung Strafraum ziehen konnte. Bei seinem ersten Versuch scheiterte der Mittelfeldmotor noch am Torhüter, doch im zweiten Versuch ließ er einen zurückgeeilten Verteidiger stehen und traf mit einem Flachschuss ins rechte Eck zum 3:0 (76. Min). Damit war die Moral der Gäste gebrochen und der TSV schraubte das Ergebnis durch einen weiteren, blitzsauberen Konter sogar noch in die Höhe. Nach Balleroberung am eigenen Sechzehner landete der Ball über Jakob Siedler und Jannik Fischer bei Moritz Schubert, der zentral auf das Tor ziehen konnte. An der Strafraumkante behielt er die Übersicht und legte zum mitgelaufenen Robin Busch quer, der von links in den leeren Kasten zum 4:0 Endstand einschob (80. Min). In der Schlussphase verwalteten die Hausherren den Vorsprung ohne große Mühe und wenig später besiegelte der Unparteiische den achten Saisonsieg und damit den gelungenen Abschluss einer unerwartet erfolgreichen Vorrunde.

Zum Seitenanfang