Die zahlreichen Fans feierten die erfolgreiche TSV-Mannschaft: Jonas Mahler, Nico Schubert, Martin Hesselbach, Julian Weber, Moritz Schubert, Trainer Manuel Gröschl und Jens Eiring, Betreuer Andreas Schubert und Jürgen Stühler, Jakob Siedler, Thomas Melber, Peter Trappschuh, Robin Busch und Hans Zahn

 

Mit einem nicht erwarteten 2. Platz kehrten die Hallenkicker des TSV Rottendorf am vergangenen Samstag von der bayerischen Meisterschaft in Bad Neustadt nach Hause. War der eine Woche zuvor errungene Titel des unterfränkischen Bezirksmeisters schon eine große Überraschung, so übertraf die von Jens Eiring und Manuel Gröschl gecoachte Auswahl der Bezirksligatruppe nochmals alle Erwartungen.

Unterstützt von über 100 mitgereisten Fans aus Rottendorf (einschließlich Bürgermeister Schmitt!) traf das Team im ersten Gruppenspiel auf den schwäbischen Sieger vom FC Stätzling, einem Landesligisten, der sich als der erwartet schwere Gegner erwies. Beide Mannschaften wollten natürlich die Auftaktpartie nicht verlieren und so prägte die Taktik dieses erste Match. Der TSV, hervorragend eingestellt von Hallencoach Jens Eiring, ließ sich nicht aus der Abwehr locken und setzte auf Konter. Stätzling zeigte zwar immer wieder seine technische Klasse, scheiterte aber entweder an der gut sortierten Rottendorfer Abwehr, an Keeper Peter Trappschuh oder am Pfosten. Das 0:0 war letztlich gerecht.

Mit dem SV Burgweinting wartete in der zweiten Partie ein Kreisligist aus der Oberpfalz auf die Rottendorfer. Nun boten sich wesentlich mehr Räume und folgerichtig ging der TSV durch Julian Weber 1:0 in Führung. Kurze Zeit später konnte Jonas Mahler nach schöner Vorarbeit von Nico Schubert auf 2:0 erhöhen. Burgweinting gelang zwar der 2:1 Anschlusstreffer, doch Thomas Melber stellte mit einem platzierten Schuss den alten Abstand und den 3:1 Endstand her.

Im letzten Gruppenspiel hieß der Kontrahent 1.FC Oberhaid, Sieger des oberfränkischen Finales. Da Oberhaid mit zwei Siegen bereits für das Halbfinale qualifiziert war und Rottendorf ein Unentschieden für den Einzug in dasselbe genügte, entwickelte sich eine Partie mit wenig Höhepunkten. Nico Schubert hatte allerdings kurz vor Schluss eine gute Chance, die jedoch durch einen tollen Reflex des oberfränkischen Torhüters zunichte gemacht wurde.

Im Halbfinale traf man dann auf das Bayernliga-Team vom Turnierausrichter TSV Großbardorf. Man hatte zwar diesen Gegner im Bezirksfinale mit 2:1 geschlagen, jedoch standen in dieser Partie nun größtenteils Stammspieler des unterfränkischen Topvereins auf dem Feld. Schon nach wenigen Minuten gingen die Gastgeber durch einen verdeckten Distanzschuss in Führung und beeindruckten vor allem durch ihre Athletik. Dennoch gelang dem TSV Rottendorf mit dem ersten gefährlichen Angriff der Ausgleich. Nico Schubert hatte Martin Hesselbach in aussichtsreicher Position freigespielt und dessen erster Torschuss wurde noch abgewehrt, doch im Nachschuss behielt Mert die Ruhe und lupfte den Ball über den Keeper. Großbardorf erhöhte den Druck und ging nach einer schönen Kombination wieder in Front und verriegelte danach die Gefahrenzone vor dem eigenen Tor. Mangels klarer Chancen konnte man nur auf den Ausgleich hoffen, doch Julian Weber gelang mit einem sicherlich nicht unhaltbaren Schuss aus 10 Metern der viel umjubelte Ausgleich, der von den enthusiastischen Fans wie ein Sieg gefeiert wurde. Ein 6-Meter Schießen musste nun die Entscheidung bringen. Peter Trappschuh konnte bereits den ersten Versuch der Großbardorfer entschärfen und da Moritz und Nico Schubert sowie Julian Weber die Nerven bewahrten zog der TSV Rottendorf völlig unerwartet ins Finale der bayerischen Meisterschaft ein.

Nachdem vor 960 Zuschauern die Spieler vorgestellt worden waren und die Bayernhymne erklungen war pfiffen die durchwegs souveränen Schiedsrichter das Match gegen Türkspor Nürnberg, den Sieger aus Mittelfranken, an. Die fast ausschließlich türkischen Fußballer, technisch allesamt äußerst versiert und körperlich der jungen Rottendorfer deutlich überlegen, agierten sehr diszipliniert, konnten aber lange Zeit das Eiringsche Abwehrsystem nicht entschlüsseln. Umso bitterer war es dann als die Nürnberger den Ball 90 Sekunden vor das Gehäuse des TSV brachten und Nico Schubert gegen den bulligen Stürmer der Türken den letztendlich entscheidenden Rückstand nicht verhindern konnte. Der TSV setzte nun alles auf eine Karte und ersetze Keeper Trappschuh durch einen fünften Feldspieler. Zwar kamen die Rottendorfer noch ein paar Mal gefährlich vor das gegnerische Tor, doch wurden die Schüsse meist abgeblockt. Nach dem Abpfiff war die Enttäuschung riesengroß, doch nur kurze Zeit später wurde sich das Team bewusst, welchen großen Erfolg (bisher einmalig in der TSV Historie) man errungen hatte.

Minutenlang wurde die Mannschaft von den Fans gefeiert – inzwischen hatten sich auch Zuschauer von anderen Teams, begeistert von der Stimmung im Rottendorfer Block, unter die TSVler gemischt - , ein wahrlich beeindruckendes Schauspiel! Bei der Siegerehrung nahm die Truppe nicht nur einen €1000 Scheck entgegen, sondern konnte auch noch Peter Trappschuh feiern, der als bester Torhüter des Turniers ausgezeichnet wurde. Dass auch die Rottendorfer Fans als beste der Veranstaltung bezeichnet wurden rundete diesen tollen Tag dann noch ab.

Somit beenden die TSV-Kicker die Hallensaison mit dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte und bereiten sich in den kommenden Wochen auf die Bezirksliga-Rückrunde vor.

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