TSV Neuhütten-Wiesthal - TSV Rottendorf 1:0 (0:0)

Wieder ohne Zähler kehrte die Gröschl-Elf am vergangenen Sonntag vom Auswärtsspiel beim TSV Neuhütten/Wiesthal zurück. Vor der stattlichen Kulisse von ca. 300 Zuschauern unterlag der TSV in einem umkämpften Match auf tiefem Geläuf durch einen äußerst zweifelhaften Strafstoß eine Viertelstunde vor Schluss.

Wie in den vergangenen Partien tasteten sich die beiden Kontrahenten zu Beginn erst ab und ließen den Ball in der eigenen Hälfte zirkulieren, ohne aber richtig unter Druck gesetzt zu werden. Erst nach 14 Minuten kamen die Gastgeber zu ihrer ersten Chance, als ein Pass durch die Rottendorfer Viererkette rechts durchgesteckt wurde, der Abschluss aus spitzem Winkel jedoch knapp am langen Pfosten vorbeirauschte. Nur vier Minuten später wurde Keeper Matthias Wohlfahrt mit einem Distanzschuss aus 16 Metern geprüft, konnte den Ball aber zur Seite abwehren. Der TSV war jetzt gewarnt und setzte seinerseits die ersten offensiven Akzente. So dribbelte sich Nico Schubert in der 22. Minute an der linken Grundlinie bis kurz vor das Tor durch, sein Flachschuss aus äußerst spitzem Winkel wurde aber vom sicheren Torhüter der Spielgemeinschaft mit dem Fuß abgewehrt. Nur kurze Zeit später nahm Martin Hesselbach eine Flanke von Moritz Schubert am Strafraum gekonnt an und zog aus der Drehung ab, leider aber genau auf den Torhüter. Die größte Gelegenheit für Rottendorf bot sich in der 40. Minute, als ein von Nico Schubert getretener Freistoß zu Julian Weber abgewehrt und dessen Abschluss aus zehn Metern auf der Linie geklärt wurde. Mit diesem alles in allem gerechten 0:0 ging es dann in die Pause.

Der Beginn der zweiten Spielhälfte glich dem Matchbeginn, allerdings warfen die Gastgeber nun deutlich mehr Einsatz in die Waagschale, wobei in manchen Zweikämpfen die Grenze des erlaubten ausgetestet wurde und der bis dahin souveräne Schiedsrichter immer mehr Mühe hatte die Gemüter zu beruhigen. Neuhütten /Wiesthal erlangte immer mehr Kontrolle über das Spiel, ohne aber zu wirklich klaren Torgelegenheiten zu kommen. So dauerte es bis zur 70. Minute, bis den Zuschauern die erste Großchance geboten wurde. Nach einem Konter über die linke Seite stürmte ein Spessart-Stürmer alleine auf Wohlfahrt zu, der aber rechtzeitig seinen Kasten verlassen hatte und den Schuss an der Strafraumgrenze blockte. Vier Minuten danach kam es aber dann zur letztendlich spielentscheidenden Szene. Eine Flanke von der linken Seite landete bei einem Neuhüttener Stürmer, der allerdings bei der Ballannahme auf Abwehrchef Paul Lücke auflief und dabei spektakulär zu Fall kam. Die erste Reaktion des Referees war ein eindeutiges Handzeichen zum Weiterspielen, doch nur eine Sekunde später revidierte er seine Entscheidung und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Felix Schanbacher verwandelte eiskalt und unhaltbar ins rechte obere Eck. Der TSV löste nun die Viererkette auf und brachte mit Niklas Paatz und Simon Wengeler zwei frische Kräfte, während die Gastgeber sich nun weiter zurückzogen und auf Konter lauerten. Rottendorf hatte zwar jetzt mehr Ballbesitz, zu einer großen Torchance reichte es allerdings nicht, da die Gastgeber im eigenen Strafraum die Lufthoheit besaßen und sich weiterhin mit großer Leidenschaft in jeden Zweikampf warfen. Ganz im Gegenteil, der TSV Rottendorf hatte sogar noch Glück nicht das 0:2 zu kassieren! Nach einer weiten Hereingabe konnte Matze Wohlfahrt mit einer Wahnsinnsreaktion einen Volleyschuss aus fünf Metern abwehren.

Nachdem es in der Winterpause so ausgesehen hatte, dass der TSV wohl nichts mit dem Abstieg zu tun haben würde, sieht die Situation nun doch wieder etwas bedrohlicher aus. Da die zur Saisonhalbzeit noch deutlich hinter der Gröschl-Truppe liegenden Teams seit Wochen kontinuierlich punkten ist der Abstand auf den Relegationsplatz auf sechs Punkte geschrumpft. Ein Heimsieg am kommenden Sonntag gegen den BSC Achaffenburg-Schweinheim wäre dringend nötig, um nicht weiter den in der Vorrunde so toll herausgespielten Vorsprung einzubüßen.

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