FV Bayern Kitzingen - TSV Rottendorf 1:1 (0:1)

Beim Tabellenletzten zeigte der TSV eine schwache Vorstellung und verpasste somit einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt.

 

Erneut musste Trainer Manuel Gröschl auf Kapitän Julian Wolff und Julian Weber verzichten und zudem war auch der angeschlagene Moritz Schubert zum zuschauen verdammt.

Von Beginn an übernahm der TSV wie erwartet die Kontrolle über das Spielgeschehen und bemühte sich um ein schnelles Führungstor. Eine erste nennenswerte Gelegenheit gab es nach wenigen Minuten, als Robin Busch im Strafraum vom Keeper zu Boden gezerrt wurde, der fällige Strafstoß aber ausblieb. Im Nachsetzen war es dann Martin Hesselbach, der aus kurzer Distanz abzog, sein Schuss jedoch vor der Linie abgeblockt wurde. Wenig später landete der Ball nach einem Freistoß im Netz, doch der Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung zuvor abgepfiffen. Der TSV bestimmte weiterhin das Geschehen, doch die Angriffe endeten meist mit ungenauen Pässen vor dem Sechzehner. Über weite Strecken wirkten die Gäste ideenlos und fanden nur selten die Lücke in der Kitzinger Abwehr. Nach einer halben Stunde fand Nico Schubert diese Lücke und steckte zu Frank Bader durch, der am Fünfmeterraum frei zum Abschluss kam, jedoch deutlich verzog. Die Hausherren standen über weite Strecken sehr tief und lauerten auf Konter, zunächst aber ohne dabei für Gefahr zu sorgen. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff war es dann ein Torwartfehler, der den Rottendorfern die Führung bescherte. Nach Zuspiel von Nico Schubert zog Martin Hesselbach von der rechten Außenbahn nach innen und zog an der Strafraumkante ab. Sein recht unplatzierter, aber strammer Schuss flatterte am FV-Keeper vorbei, der dabei keine gute Figur machte.

Wer dachte, dass der Treffer zu diesem günstigen Zeitpunkt den Knoten platzen lassen würde, sah sich getäuscht. Der weit abgeschlagene und längt abgestiegene Gegner zeigte im zweiten Durchgang große Moral und sorgte selbst immer wieder für aussichtsreiche Offensiv-Aktionen. Die Rottendorfer hingegen lieferten weiterhin einen blutleeren Auftritt ab und konnten trotz der diesmal ausgezeichneten Platzverhältnisse zu keinem Zeitpunkt ihre spielerischen Stärken aufbringen. Nachdem Kitzingens Stürmer Jasmin Kadiric bereits zuvor gefährlich vor dem Tor auftauchte, sorgte er nach einer Stunde für den Ausgleich. Kurz nach dem Mittelkreis setzte sich der quirlige Spieler gegen die TSV-Innenverteidigung durch und schloss an der Strafraumgrenze ab. Seinen ersten Versuch konnte Peter Trappschuh zwar noch parieren, doch beim zweiten Schuss war er machtlos. Der Treffer beflügelte den FV weiter und sorgte für noch mehr Unsicherheit und Missstimmung in den Reihen der Gäste. Der TSV hatte zwar weiterhin mehr Ballbesitz, wusste diesen aber nicht zu nutzen. Nur selten wurde es vor dem gegnerischen Kasten gefährlich, so wie bei einem Schuss von Thomas Melber ans Außennetz und einem vom Torhüter abgewehrten Abschluss von Robin Busch. Auf der Gegenseite flog der Ball nach einem weiteren Konter nur knapp über die Querlatte. Zehn Minuten vor dem Ende bot sich den Rottendorfern dann die große Möglichkeit doch noch den wichtigen Siegtreffer zu erzielen, denn nach Foul am eingewechselten Philipp Niedermeyer im Strafraum zeigte Unparteiische auf den Punkt. Passend zur aktuellen Situation des TSV vergab Nico Schubert den fälligen Elfmeter allerdings, indem er am Keeper scheiterte. Auch nachdem Kitzingens Florian Gaubitz wenig später mit Gelb-Rot vom Feld musste, konnten die Gäste daraus keinen Nutzen ziehen. Stattdessen hatten die Hausherren sogar noch die Gelegenheit für den Lucky-Punch, als Peter Trappschuh einen Flachschuss gerade noch aus dem kurzen Eck fischte.

Somit blieb es schließlich beim Remis und dem ersten Punktgewinn des Tabellenschlusslichtes seit September (15 Niederlagen in Folge). Die Krise der Gröschl-Elf hingegen befindet sich auf dem Höhepunkt und der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt nur noch vier Zähler. Durch Nachholspiele in der kommenden Woche könnte dieser sogar noch weiter schrumpfen.

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