TSV Rottendorf - FC Leinach 4:4 (2:2)

In einem furiosen Spiel verpasste der TSV erneut einen Befreiungsschlag gegen einen Abstiegskandidaten.

Trainer Manuel Gröschl musste ein weiteres Mal auf Kapitän Julian Wolff und auf Innenverteidiger Julian Weber verzichten. Dafür standen die wiedergenesenen Mittelfeldspieler Jannik Fischer und Moritz Schubert von Beginn an auf dem Feld und ebenso war Brian Weber erstmals im neuen Kalenderjahr als Innenverteidiger neben Paul Lücke aktiv. Zusätzlich stellte sich Jakob Siedler ein weiteres Mal in den Dienst der Mannschaft.

Die beinahe bereits sicher abgestiegenen Gäste begannen entschlossen und gingen nach nur 12 Minuten in Front. Nach gewonnenem Kopfballduell eines Mitspielers kurz vor dem Strafraum landete der Ball bei Leinachs Jonas Schäbler, der sich im Sechzehner durchsetzte und rechts unten zum 0:1 einschoss. Die Hausherren hatten zunächst noch etwas Anlaufschwierigkeiten, konnten aber dennoch kurze Zeit später ausgleichen. Jannik Fischer schlug eine Flanke von der linken Außenbahn, die sehenswert im langen Eck zum 1:1 einschlug (18. Min). Die Freude über den Treffer währte allerdings nur kurz, denn wiederum nur drei Minuten später gelang dem FC die erneute Führung. Nach Steilpass im Zentrum zog Christian Roos in den Strafraum, umkurvte den rauslaufenden Peter Trappschuh und traf aus spitzem Winkel in den leeren Kasten zum 1:2 (21. Min). Erst jetzt wachte der TSV richtig auf und entwickelte eine Drangphase mit zahlreichen hochkarätigen Chancen im Minutentakt. Den Anfang machte Nico Schubert, dessen Schuss im Sechzehner von einem Gegenspieler abgeblockt werden konnte (23. Min). Kurz darauf kam Martin Hesselbach nach einer Flanke wenige Meter vor dem Tor an den Ball, jagte die Kugel aber über den Querbalken (26. Min). Auch mit einem fulminanten Kopfball, nach schöner Hereingabe von Moritz Schubert, blieb der Stürmer glücklos, denn der Versuch flog direkt auf den Torhüter (28. Min). Beim dritten Abschluss des Routiniers konnte dann wenig später ein FC-Verteidiger gerade noch zur Ecke klären (33. Min). Nach diesem kurzen Powerplay fand die Leinacher Defensive wieder besser ins Spiel und konnte die restlichen Angriffsbemühungen des TSV in der Schlussphase der ersten Hälfte weitestgehend unterbinden. Kurz vor der Pause wäre dem FC sogar beinahe der dritte Treffer gelungen, doch nachdem zuvor ein Schuss aus kurzer Entfernung geblockt werden konnte, klatschte der darauffolgende Distanzschuss an die Latte (44. Min). Die in dieser Situation glücklichen Gastgeber nutzten den direkten Gegenzug und erzielten doch noch den Ausgleich vor dem Halbzeitpfiff. Jannik Fischer wurde von seinem Gegenspieler im Strafraum zu Fall gebracht, woraufhin der Unparteiische auf Elfmeter entschied. Moritz Schubert übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 2:2 (45. Min).

Im zweiten Durchgang waren es dann erneut die Gäste, die ihre erste Gelegenheit nutzten und zum dritten Mal in Front gingen. Nach verlängertem Einwurf von rechts landete das Leder bei Kevin Klisch, der nicht lange fackelte und aus der Drehung ins lange Eck zum 2:3 einschoss (54. Min). Auch diesmal ließ die Antwort der Gröschl-Elf nicht lange auf die warten. Jakob Siedler setzte sich auf der linken Außenbahn entschlossen durch, zog bis zur Grundlinie und legte dann mustergültig in Richtung Elfmeterpunkt zurück. Dort nahm Nico Schubert das Zuspiel direkt und traf gekonnt ins rechte Eck zum wiederholten Ausgleich. Der TSV übernahm in der Folge wieder das Kommando und erspielte sich weitere Möglichkeiten. Nach hohem Zuspiel in die Spitze spitzelte der eingewechselte Robin Busch das Leder am herauslaufenden Keeper, aber auch knapp am linken Pfosten vorbei (68. Min). Mit dem nächsten Angriff gingen die Hausherren dann aber erstmals in Front. Sebastian Mainka brachte den Ball von rechts in den Sechzehner, wo ihn Martin Hesselbach zu Moritz Schubert ablegte. Dieser behielt die Übersicht und legte noch einmal zu seinem mitgelaufenen Bruder Nico quer, der schließlich aus kurzer Distanz mit einem Flachschuss ins rechte Eck das 4:3 markierte (70. Min). Passend zu dieser Achterbahnfahrt hielt aber auch diese Führung nicht lange, denn rund zehn Minuten vor dem Ende erzielte auch der FC sein viertes Tor. Ein hoher Ball flog über die einmal mehr unsortierte Rottendorfer Defensive hinweg und landete im Strafraum bei Kevin Klisch, der die Kugel über Torwart Peter Trappschuh in die Maschen zum 4:4 hob (79. Min). Beinahe hätte ein weiterer Heber den Gästen sogar den Siegtreffer beschert, doch diesmal konnte der TSV-Torhüter parieren (85. Min). In den Schlussminuten gelang es keinem Team mehr zu nennenswerten Abschlüssen zu kommen und somit blieb es bei dem leistungsgerechten Remis.

Der TSV tritt weiter auf der Stelle und steht nun beim Auswärtsspiel in Üttingen am kommenden Sonntag mächtig unter Zugzwang.

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