TSV Rottendorf - SV Vatan Spor Aschaffenburg 2:1 (1:1)

Dank einer beeindruckenden Mannschaftsleistung hat sich der TSV mit einem Sieg gegen den Tabellenzweiten für die bittere Hinspielniederlage revanchiert.

Bei den Rottendorfern stand erstmals wieder seit fünf Partien der genesene Kapitän Julian Wolff auf dem Feld und zudem war auch der zuletzt verhinderte Julian Weber wieder mit an Bord und nahm zunächst auf der Bank Platz.

Die Anfangsphase ging klar an die Gäste, die zielstrebig und entschlossen nach vorne spielten. Der TSV stemmte sich zwar energisch dagegen, doch zu Beginn hatten die Hausherren große Mühe den enormen Offensivdrang des spielstarken Aufsteigers zu unterbinden. Die erste große Möglichkeit zur Führung hatte der SV mit einem Freistoß aus rund 25 Metern. Der fulminante Flachschuss klatschte an den linken Außenpfosten (8. Min). Wenige Minuten später war es dann aber so weit. Nach scharfer Flanke von links verarbeitete ein Stürmer der Aschaffenburger den Ball im Strafraum gekonnt und ließ Keeper Peter Trappschuh mit einem strammen Abschluss keine Abwehrchance. Innenverteidiger Paul Lücke konnte zwar unmittelbar vor der Linie noch seinen Fuß hinhalten, doch von seinem Bein flog der Ball schließlich in die Maschen zum frühen 0:1 (11. Min). In der Folge rollte der Tabellenzweite weitere Angriffe, fand aber zunächst keine Lücke mehr im dichten Defensivverbund des TSV. Mit zunehmender Spieldauer fand die Gröschl-Elf dann immer besser in die Partie und konnte seinen Gegner erfolgreich vom eigenen Kasten fernhalten. Nachdem Moritz Schubert den SV-Keeper mit einem Versuch aus spitzem Winkel erstmals prüfte (24. Min), war es wenig später Martin Hesselbach, der den Ausgleich erzielte. Nach hohem Zuspiel von Moritz Schubert nahm der Stürmer das Leder vor dem Sechzehner gekonnt an, ließ seinen Gegenspieler mit einer Körpertäuschung alt aussehen und traf mit einem wuchtigen Schuss ins linke Eck zum 1:1 (29. Min). Beflügelt von dem Treffer präsentierte sich der Gastgeber in der Schlussviertelstunde der ersten Hälfte selbstbewusst und gestaltete die temporeiche Partie ausgeglichen. Dementsprechend war das Unentschieden zur Halbzeitpause absolut verdient.

Nach dem Seitenwechsel machte der TSV da weiter wo er aufgehört hatte. Mit mutigem Spiel nach vorne und einer kompakten sowie disziplinierten Defensivleistung brachte das Team die aufstiegsbestrebten Türken immer wieder in Schwierigkeiten. Der Lohn für diesen Kraftaufwand war schließlich der Führungstreffer in der 48. Minute. Nach zuvor noch abgewehrtem Eckstoß landete der Ball erneut bei Moritz Schubert, der eine weitere, präzise Hereingabe von außen schlagen konnte. Diese erreichte Martin Hesselbach, der sich am Fünfmeterraum in der Luft durchsetzte und unhaltbar in die rechte Ecke zum 2:1 einköpfte. Fünf Minuten später wäre Vatan Spor beinahe der Ausgleich gelungen, doch Torwart Peter Trappschuh fischte einen Kopfball aus kurzer Distanz sehenswert aus dem rechten Winkel. Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine nicht mehr ganz so temporeiche, aber zunehmend kampfbetonte Begegnung, mit nur wenigen Chancen auf beiden Seiten. Ab der 70. Minute sorgte der einsetzende Starkregen für erschwerte Bedingungen und wenig später musste der Unparteiische das Match auf Grund eines Gewitters unterbrechen. Nach der rund viertelstündigen Unterbrechung kamen beide Mannschaften zurück aufs Feld und starteten in die packende Schlussphase. Bei den Gästen hatte sich mittlerweile rumgesprochen, dass der Konkurrent TuS Leider eine Abfuhr in Hösbach kassiert und ein einziger Punktgewinn das Erreichen der Landesliga-Relegation bedeuten würde. Dementsprechend motiviert rannten die Aschaffenburger in den verbleibenden Minuten an und zogen auf dem stark durchnässten Boden ein regelrechtes Powerplay auf. Gleich mehrmals brannte es lichterloh im Strafraum der Hausherren, die sich mit aller Macht wehrten und eine aufopferungsvolle Abwehrschlacht ablieferten. Erneut bewahrte Peter Trappschuh seine Vorderleute vor dem Ausgleich, als er einen strammen Freistoß parierte (80. Min). Kurz darauf stand dem SV bei einem Kopfball nur die Querlatte im Weg (84. Min) und ein Volleyschuss aus kurzer Distanz flog abgefälscht deutlich über das Tor (88. Min). Nachdem auch zwei weitere Abschlüsse im Sechzehner von TSV-Verteidigern abgeblockt werden konnten (90. Min), blieb es schließlich beim knappen und sicherlich auch etwas glücklichen Heimsieg des TSV. Damit konnte sich das Team für die ebenso knappe Niederlage aus dem Hinspiel (1:2) revanchieren und dem scheidenden Trainer Manuel Gröschl einen gelungenen Abschied am Grasholz bereiten.

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