Nachdem die Fußballer des TSV in der Saison 16/17 den Klassenerhalt erst über den Umweg der Relegation erreichten, verlief die darauffolgende Spielzeit wesentlich erfolgreicher. Zur Winterpause hatte das Team bereits 29 Punkte gesammelt und konnte auf Grund des deutlichen Vorsprunges von 13 Zählern auf die Abstiegsränge entspannt in die Zukunft blicken. Zwar ging der Mannschaft im Frühjahr etwas die Puste aus, so dass es zwischenzeitlich noch einmal richtig spannend wurde, doch dank eines starken Saisonendspurtes stand schließlich mit dem 6. Platz das beste Ergebnis seit vier Jahren zu Buche.

 

Nach der beeindruckenden ersten Saisonhälfte machte der TSV in der Hallensaison genauso weiter. Erstmals in der Vereinsgeschichte gewann das Team die Unterfränkische Bezirksmeisterschaft im Futsal und qualifizierte sich somit für die Bayerische Meisterschaft, bei der man völlig überraschend und ebenso beeindruckend den zweiten Platz erreichte. Trotz dieses historischen Erfolges verlief der Start in den zweiten Rundenabschnitt äußerst zäh. In den ersten sechs Partien des neuen Kalenderjahres blieb der TSV sieglos und verschenkte somit nach und nach sein komfortables Polster. Neben drei Unentschieden in den Heimspielen gegen Leider (1:1), Keilberg (2:2) und Hain (1:1), wurden die Duelle in Frammersbach (2:3), in Neuhütten (0:1) und gegen Schweinheim (1:2) jeweils knapp und teilweise unglücklich verloren. Erst im siebten Anlauf gelang schließlich der erste und lang ersehnte Dreier 2018 mit einem verdienten 2:0 gegen Aufsteiger Schwarzach, so dass der freie Fall zunächst gestoppt werden konnte. Dieser Erfolg beflügelte die Mannschaft allerdings keineswegs, denn die darauffolgende Partie gegen das Schlusslicht Bayern Kitzingen stellte den Tiefpunkt der Saison dar. Nach 15 Niederlagen in Folge trotze der längst abgestiegene Tabellenletzte dem TSV ein nicht unverdientes Remis ab (1:1) und ließ so die Pflichtaufgabe zu einer Blamage werden. Auf magere vier Zähler war der Vorsprung auf den Relegationsplatz inzwischen geschmolzen und durch eine weitere Punkteteilung gegen den späteren Absteiger aus Leinach (4:4) verpasste das Team erneut den Befreiungsschlag. Vier Spieltage vor Saisonende kam es somit in Uettingen zum großen Showdown im direkten Aufeinandertreffen mit dem Tabellennachbarn. Das richtungsweisende Sechs-Punkte-Spiel entwickelte sich von Beginn an zu einer hochdramatischen Achterbahnfahrt der Gefühle. Nachdem der TSV mit zwei sehenswerten Treffern frühzeitig in Front ging, glichen die Hausherren noch vor der Pause aus und drehten das Match in der zweiten Hälfte. Die Führung Uettingens hatte bis zur Schlussphase bestand und hätte durchaus ausgebaut werden können. Zu diesem Zeitpunkt rangierten die Rottendorfer in der Live-Tabelle auf dem letzten Nichtabstiegsplatz, mit nur einem Zähler Vorsprung und es drohte ein ungemütliches Saisonfinale mit der Angst vor einer erneuten Relegation. Dann allerdings legte das Team einen nicht mehr für möglich gehaltenen Schlussspurt hin und drehte die Partie in weniger als zwei Minuten. Ein in der Nachspielzeit erfolgreich vollendeter Konter sorgte schließlich für den 5:3 Endstand. Durch diesen furiosen und auch glücklichen Auswärtssieg kletterte der TSV auf den 7. Platz und konnte bei sieben Zählern Vorsprung auf die Abstiegsränge endlich aufatmen. Der Klassenerhalt war der Mannschaft bei drei verbleibenden Spielen nun kaum noch zu nehmen und beflügelt von diesem positiven Wendepunkt, drehte die Truppe in den letzten Begegnungen noch einmal richtig auf. Auf einen ungefährdeten Auswärtssieg in Marktbreit (1:0) folgte ein beeindruckender und hart erkämpfter Dreier gegen den Aufstiegsaspiranten Vatan Spor Aschaffenburg im letzten Heimspiel (2:1). Für den krönenden Saisonabschluss sorgte schließlich der erste Sieg in Hösbach (4:2) seit 2010 und der Sprung auf Platz sechs nach sieben ungeschlagenen Partien in Folge.

Mit 49 Zählern in der Abschlusstabelle konnte der TSV stolze 15 Punkte mehr einfahren als im Vorjahr. Die geringe Anzahl von 39 Gegentreffern war ein ausschlaggebender Faktor für diesen Erfolg und ist nicht nur der zweitbeste Wert der Liga (knapp hinter Meister Viktoria Kahl), sondern gleichzeitig auch das beste Abwehrergebnis des Vereins in acht Jahren Bezirksliga (im Vorjahr stellten die Rot-Schwarzen mit 69 Gegentoren noch die drittschwächste Defensive). Maßgeblichen Anteil daran hatte die Innenverteidigung mit Paul Lücke, der seine aktive Karriere zur neuen Saison beendet. Knapp 200 Spiele bestritt der 30-jährige Abwehrchef in den letzten acht Jahren und präsentierte sich dabei stets als zweikampfstarker und hochmotivierter Leader. Besonders der junge Julian Weber, aber auch sein älterer Bruder Brian zeigten bereits ihre defensive Klasse in der Abwehrkette und stehen in Zukunft noch mehr in der Verantwortung. Mit den Torhütern Matthias Wohlfart und Peter Trappschuh hatte die Mannschaft in der abgelaufenen Runde zwei routinierte Schlussmänner an Bord, die sich erfolgreich zwischen den Pfosten abwechselten. Als Garant für mehr Stabilität im Mittelfeld stellte sich Neuzugang Christoph Friedrich heraus, der zu einem unverzichtbaren Stammspieler avancierte. Ebenso wenig wegzudenken ist Jannik Fischer, der in seiner zweiten Saison spürbar die Offensive belebte. Zusammen mit Dauerbrenner Thomas Melber (absolvierte alle 30 Saisonspiele) und den Topscorern der Saison Nico Schubert (10 Tore, 15 Vorlagen), Moritz Schubert (12 Tore, 9 Vorlagen) und Robin Busch (11 Tore, 5 Vorlagen) bildeten sie ein junges, talentiertes Gerüst, das von den erfahrenen Führungsspielern Martin Hesselbach und Kapitän Julian Wolff erneut perfekt ergänzt wurde. Darüber hinaus verdienten sich weitere junge Spieler, wie Sebastian Mainka, Simon Wengeler oder Niklas Paatz regelmäßig Plätze in der Startelf.

Die Aufgabe das Team zu einer geschlossenen Einheit zu formen und stetig zu verbessern gelang Trainer Manuel Gröschl in den vergangenen fünf Jahren ausgesprochen gut. In der Spielzeit 13/14 übernahm der gebürtige Rottendorfer das Amt als Chefcoach von Marco Amrehn, den er zuvor bereits als Co-Trainer unterstützte. Nach dieser erfolgreichen und für den Verein enorm gewinnbringenden Zeit verlässt der talentierte Fußballlehrer nun die Mannschaft auf eigenen Wunsch und übergibt das Zepter an seinen Nachfolger Martin Lang, der zusammen mit dem ebenfalls neuverpflichteten Co-Trainer Julian Bohlender ab sofort die Geschicke der Bezirksligamannschaft lenken wird. Die TSV-Fußballer bedanken sich an dieser Stelle noch einmal von ganzem Herzen bei Manuel Gröschl für die geleistete Arbeit und das enorme Engagement und wünschen ihm alles Gute für seine sportliche und private Zukunft!

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