BSC Aschaffenburg-Schweinheim - TSV Rottendorf 0:3 (0:1)

Nach vielen Jahren gelang es den Fußballern des TSV wieder einmal etwas Zählbares aus dem Aschaffenburger Stadtteil mitzunehmen. Mit einem unter dem Strich doch etwas glücklichen und in dieser Höhe unerwarteten Erfolg hält die Lang-Truppe den zweiten Tabellenplatz.

 

Das Match begann gleich mit einem Wachmacher, als Martin Hesselbach kurz nach der Mittellinie (!) einen Ball direkt Richtung BSC-Tor beförderte und der Schweinheimer Keeper das Geschoß nur mit den Fingerspitzen über die Latte lenken konnte. Auch der Rest der Anfangsviertelstunde gehörte dem TSV, der durch Julian Weber und Jannik Fischer zu gefährlichen Abschlüssen kam. Die Gastgeber lauerten hingegen auf Rottendorfer Ballverluste um blitzschnell über den brandgefährlichen Chris Weber zu attackieren, der nie komplett auszuschalten war. In der 18. Minute jedoch schlug der TSV zu. Jannik Fischer konnte auf der linken Bahn nur mit einem Foul gestoppt werden und Freistoßspezialist Nico Schubert zirkelte aus zwanzig Metern das Spielgerät über die Mauer unhaltbar ins linke Eck. Der BSC antwortete mit wütenden Angriffen, verfehlte jedoch mehrmals knapp den Kasten oder wurde im letzten Moment noch abgeblockt. Für den TSV war es in dieser Phase wichtig die enge Führung in die Pause zu retten.

Wer gedacht hatte dass sich die Rottendorfer in der Halbzeit gesammelt und geordnet hätten sah sich eines Besseren belehrt. Die Aschaffenburger schnürten den TSV in dessen Hälfte ein, scheiterten aber am überragenden Rottendorfer Torhüter Peter Trappschuh oder, wie in der 54. Minute, am Pfosten. Der Ausgleich lag zu diesem Zeitpunkt förmlich in der Luft. Aber es läuft nun einmal für den TSV in diesen ersten Wochen der Saison. Moritz Schubert wurde beim ersten Entlastungsangriff im zweiten Abschnitt nach einem starken Ballgewinn von Jakob Siedler auf der rechten Seite steil geschickt und schlug eine mustergültige Flanke vor das Schweinheimer Tor, wo, wie in Retzbach, Martin Hesselbach am langen Pfosten lauerte. Der Ball flog nur um Zentimeter über den sich umsonst reckenden Innenverteidiger und Hesselbach versenkte die Vorlage mit einem Kopfballtorpedo in den Maschen der Gastgeber. Diese reagierten mit noch mehr Druck, verzweifelten aber an Keeper Trappschuh oder an der nun vielbeinigen Rottendorfer Defensive. Und entsprechend der alten Fußballerweisheit „Wenn du vorne die Dinger nicht reinmachst fängst du dir hinten einen ein!“ schlug der TSV Rottendorf ein drittes Mal eiskalt zu. Der in der 63. Minute für den angeschlagenen Julian Weber eingewechselte Hans Zahn gelangte auf Höhe der Mittellinie an den Ball, drehte sich blitzschnell und spielte einen perfekten „No-look“-Pass durch die Schnittstelle der Schweinheimer Abwehr auf den genau im richtigen Moment durchgestarteten Jannik Fischer, der in hohem Tempo auf das Gehäuse der Gastgeber stürmte und platziert ins kurze Eck abschloss. Nun war der Widerstand der Untermainkicker endgültig gebrochen und zudem verloren die BSCler auch noch einen Spieler wegen wiederholtem Meckern. Der TSV ließ nun das Spielgerät ohne größere Gegenwehr sicher in den eigenen Reihen zirkulieren, blieb aber trotzdem noch gefährlich. So hatten Martin Hesselbach (73.) mit einem noch abgefälschten Schuss an die Latte und Kapitän Julian Wolff (89.) mit einem Volleykracher knapp über den Kasten sogar noch die Gelegenheit das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben. Das Highlight der Schlussphase gehörte jedoch wieder Teufelskerl Trappschuh, der einen Kopfball aus fünf Metern mit einem unfassbaren Reflex über den Querbalken lenkte. Der Schweinheimer Akteur, der die Hände schon zum Jubel hochgerissen hatte, sank frustriert zu Boden …

Am kommenden Samstag empfängt der TSV Rottendorf um 16 Uhr den TuS Frammersbach, gegen den man in der vergangenen Saison nur einen Punkt holen konnte.

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