TSV Rottendorf - TuS Frammersbach 1:3 (0:2)

Im achten Saisonspiel und nach saisonübergreifend vierzehn Partien gingen die Bezirksliga-Fußballer des TSV Rottendorf zum ersten Mal wieder als Verlierer vom Platz.

 

 

Gegen den hochgehandelten TuS Frammersbach musste Coach Martin Lang zum wiederholten Male urlaubsbedingt sein Team auf mehreren Positionen umbauen. Diesmal fehlten mit Julian Weber, Jannik Fischer, Jakob Siedler und Martin Hesselbach vier der absoluten Leistungsträger des nun Tabellenvierten. Trotzdem lieferte die Mannschaft eine couragierte und kämpferisch starke Partie, wurde aber leider Opfer von individuellen Fehlern und dem fehlenden Quäntchen Glück, das man letzte Woche in Schweinheim noch zur Genüge hatte.

Schon nach zwei Minuten hatten die Rottendorfer Fans den Tor-Schrei auf den Lippen, als Moritz Schubert eine weite Flanke punktgenau auf seinen im Strafraum lauernden Bruder Nico schlug, doch dieser konnte den schwierigen Flugball nicht verwerten. Die Strafe folgte auf dem Fuß. Der TSV konnte eine Ecke nicht weit genug klären und so segelte ein weiterer langer Ball auf den langen Pfosten, wo TuS-Angreifer Michael Weigand keine Mühe hatte aus fünf Metern per Kopf zu vollenden (8.). Nur kurze Zeit später hätten die Gäste bei einem ihrer schnell und präzise vorgetragenen Konter fast noch erhöht, schlossen aber etwas zu hoch ab. Der TSV glich nun zunehmend die Partie aus und kam durch Frank Bader zwischen der 21. und 40. Minute zu vielversprechenden Abschlüssen. Doch entweder verfehlte der reaktivierte AH-Spieler knapp das Gehäuse oder scheiterte am hervorragend reagierenden Gäste-Torhüter. Als beide Mannschaften sich schon auf die Pause einrichteten passierte den Gastgebern kurz vor dem eigenen Strafraum ein völlig überflüssiger Ballverlust, aus dem Top-Stürmer Marco Trapp, ehemaliger Bayernliga-Torjäger bei Alemannia Haibach, clever einen Freistoß herausholte. Der von Fabian Lurz scharf geschlagene Ball flog über die Mauer auf Keeper Peter Trappschuh, dem der Ball ganz unglücklich unter den Armen durchrutschte (43.). Mit diesem bitteren Rückschlag ging es in die Halbzeit.

Nach Wiederanpfiff erhöhte der TSV, auch durch den eingewechselten Fabian Frey, den Druck nach vorne, wobei die Gäste aus dem Spessart jedoch stets brandgefährlich bei ihren Kontern über ihre schnellen Außenstürmer blieben. Vor beiden Toren spielten sich nun mehr und mehr gefährliche Aktionen ab. So schickte in der 53. Minute Frey auf der rechten Seite Robin Busch auf die Reise, dieser scheiterte aber aus spitzem Winkel. Auf der Gegenseite lenkte Trappschuh einen zu lang geratenen Freistoß mit den Fingerspitzen über die Latte. In der 71. Minute wäre dem TSV fast der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich gelungen, doch Nico Schuberts Flachschuss aus 16 Metern wurde vom Gäste-Torhüter mit einer tollen Fußabwehr abgewehrt und Frank Baders darauf folgender Nachschuss geriet leider zu hoch. Doch mitten in die wohl stärkste Phase der Lang-Schützlinge setzte der TuS den entscheidenden Konter, bei dem Gäste-Angreifer Michael Weigand mit seinem zweiten Treffer mit einem platzierten Schuss ins rechte untere Eck den Sack zumachte. Bezeichnend für die intakte Moral des TSV Rottendorf gaben die Kicker in rot-schwarz aber zu keinem Moment auf und spielten weiterhin konsequent auf Angriff. Lohn dieser Bemühungen war Nico Schuberts sehenswerter Treffer in der 84. Minute. Fabian Frey passte von rechts ins Zentrum auf Rottendorfs Mittelfeld-Strategen, der einen Gegenspieler stehen ließ und von der Strafraumkante mit einem satten Schuss ins linke Eck dem Frammersbacher Schlussmann keine Chance ließ.

Auch wenn die Enttäuschung über die erste Niederlage nach so langer Zeit natürlich anfangs groß war, muss man dennoch betonen dass der TSV auch mit vielen Nachwuchsspielern eine absolut wettbewerbsfähige Truppe aufs Feld schicken kann. Am kommenden Sonntag geht es zu einem schweren Auswärtsmatch beim Landesliga-Absteiger TSV Heimbuchenthal.

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