TSV Heimbuchenthal - TSV Rottendorf 2:2 (0:2)

Mit einem unter dem Strich etwas glücklichen 2:2 Unentschieden kehrte der nun schon merklich dezimierte Kader von Coach Martin Lang aus dem Spessart zurück. Der gastgebende TSV Heimbuchenthal, der in der letzten Saison aus der Landesliga abgestiegen war, erwies sich auf dem aufgeweichten und schmierigen Geläuf als der erwartet schwierige Gegner.

In der ersten Viertelstunde tasteten sich beide Teams ab, der gegenseitige Respekt war deutlich zu spüren. Der TSV Rottendorf stellte Spielertrainer Fabian Thiel, den Dreh-und Angelpunkt der Gastgeber, durch den hoch stehenden Martin Hesselbach zu und zwang Heimbuchenthal immer wieder zu weiten Bällen, die aber meist sichere Beute der neu zusammen gestellten Innenverteidigung mit Simon Wengeler und Routinier Jakob Siedler wurden. In der 9. Minute jedoch eroberte der TSV Rottendorf durch Moritz Schubert auf Höhe der Mittellinie den Ball. Dieser zog unwiderstehlich Richtung gegnerisches Tor, wo er kurz vor dem Sechzehner nach außen zu dem mitgelaufenen Hesselbach passte, der das Leder perfekt in den Strafraum zurücklegte. Schubert täuschte einen Schuss an und ließ damit einen gegnerischen Verteidiger ins Leere grätschen, bevor er den Ball ins rechte Eck schob. Ein perfekter Spielzug. Die Freude währte aber nur wenige Minuten, denn in der 16. Minute prallte Kapitän Julian Wolff bei einem Kopfballduell so unglücklich mit seinem Gegenspieler zusammen, dass er eine klaffende Platzwunde an der Stirn davontrug und mit dem Krankenwagen nach Aschaffenburg ins Klinikum transportiert werden musste. Fabian Frey kam zu seinem nächsten Bezirksliga-Einsatz und sollte eine wichtige Rolle spielen. Die Spessart-Kicker erhöhten in der Folge den Druck, profitierten aber nur von gelegentlichen Unkonzentriertheiten im Rottendorfer Spiel. In der 33. Minute verloren die Gastgeber wiederum im Mittelfeld das Spielgerät und erneut war es Moritz Schubert, der wie zuvor mit einem Tempodribbling nach vorne stürmte. Diesmal aber spielte er einen Doppelpass mit Frey und verwandelte ins linke Eck zum 2:0. Vor dem Pausenpfiff kam es nur noch zu einem Aufreger, als ein weiter Ball über Siedler segelte und ein Heimstürmer allein auf Keeper Peter Trappschuh lief. Dieser konnte jedoch mit einer tollen Fußabwehr klären. Der nächste Schock ereilte die Gäste aus Rottendorf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als Nico Schubert nach einem harten Einsteigen eines Gegenspielers so unglücklich zu Fall kam, dass auch er in das Aschaffenburger Krankenhaus gebracht werden musste, wo ein Schlüsselbeinbruch diagnostiziert wurde. Die Vorrunde ist somit für unsere Nummer 10 gelaufen.

Heimbuchenthal begann den zweiten Abschnitt furios, da es der Lang-Elf aufgrund der zwei herben Ausfälle nicht mehr gelang den Ball aus der eigenen Hälfte kontrolliert nach vorne zu spielen. Der 2:1 Anschlusstreffer in der 53. Minute war deshalb nur die logische Konsequenz. Trappschuh konnte einen 20 Meter-Kracher auf dem glatten Rasen nur nach vorne prallen lassen und Peter Heilig beförderte die Kugel aus zehn Metern über die Linie. Der Druck der Heimelf erhöhte sich nun noch mehr. Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auf die Gästeabwehr zu, vor allem über die linke Seite, wo Nachwuchstalent Michael Dekant nun zunehmend Probleme hatte, den ehemaligen Regionalligaspieler Steffen Bachmann unter Kontrolle zu bekommen. Dieser war es auch, der in der 65. Minute eine scharfe Hereingabe von rechts aus kurzer Entfernung knallhart zum 2:2 Ausgleich verwandelte. Heimbuchenthal wollte nun auch die drei Punkte, musste aber auch seinem hohen Tempo Tribut zollen. Obwohl der Druck hoch blieb gelang dem TSV noch ein vielversprechender Konter. Fabian Frey war auf der rechten Außenbahn steil geschickt worden und dribbelte aus spitzem Winkel auf TSV-Torhüter Stürmer zu, scheiterte aber am Pfosten und auch Jannik Fischers Nachschuss wurde von einem Verteidiger geblockt. Die Gastgeber kamen in der turbulenten Schlussphase nur noch zu einer großen Gelegenheit, verfehlten jedoch knapp. So konnte der TSV zwar den erhofften Punkt holen, allerdings wäre an diesem Tage sicherlich noch mehr möglich gewesen. Leider wurde die Freude über diesen Teilerfolg vor allem durch die zwei Verletzungen getrübt, wobei Kapitän Wolff in 14 Tagen wieder dabei sein sollte. Trainer Lang, der sich sicherlich seine erste Saison in Rottendorf anders vorgestellt hatte, muss nun wieder in die (auch taktische) Trickkiste greifen, um am nächsten Sonntag beim Heimspiel gegen den TSV Keilberg ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen.

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