TSV Neuhütten-Wiesthal - TSV Rottendorf 4:0 (2:0)

Einen rabenschwarzen Tag erwischte die Lang-Elf am gestrigen Sonntag beim TSV Neuhütten/Wiesthal, einem Gegner, der bis dato erst acht Zähler auf der Habenseite zu verbuchen hatte. Die Vorzeichen standen allerdings, so wie schon seit einigen Wochen, denkbar schlecht, da Coach Martin Lang aus der ersatzgeschwächten Truppe vom Heimspiel gegen Keilberg mit Jakob Siedler, Robin Busch und Fabian Frey gleich drei Akteure aus der Startelf ersetzen musste.

In den ersten Minuten tasteten sich beide Teams noch ab, so dass es zu keinen gefährlichen Situationen in den Strafräumen kam. In der 12. Minute jedoch schlug Simon Wengeler eine scharfe Hereingabe vor das Tor der Gastgeber, wo Martin Hesselbach am 5-Meter-Raum lauerte. Völlig frei köpfte dieser aber genau auf den Neuhüttener Keeper. Diese Aktion schien die Spesssart-Kicker wachzurütteln, denn bis zur Halbzeit konnten nur sie für Gefahr vor dem Tor sorgen. So ging ein 40-Meter-Heber über Torhüter Trappschuh nur knapp vorbei (17.) und zehn Minuten später rettete der Rottendorfer Schlussmann gerade noch mit dem Fuß. In der 30. Minute ging Neuhütten/Wiesthal jedoch verdient und mit gütiger Mithilfe des TSV in Führung. Nach einer weiten Flanke wurde ein relativ harmloser Ball Richtung Rottendorfer Tor befördert und glitt leider Peter Trappschuh durch die Hände, so dass Alexander Kunkel nur noch einschieben musste. Nur sieben Minuten später war es ein Freistoß, der die Rottendorfer Schwäche bei Standards unterstrich. Auf den kurzen Pfosten geschlagen waren plötzlich zwei Angreifer unbedrängt und Marco Kunkel hatte keine Mühe aus kurzer Entfernung einzunicken. Mit einem ernüchternden 0:2 ging es in die Pause.

Trainer Lang brachte in der 2. Halbzeit mit Daniel Ritter eine weitere Offensivkraft, und tatsächlich boten die ersten zehn Minuten ein anderes Bild. Moritz Schubert zog gleich zweimal von der Strafraumgrenze ab, doch strich sein erster Schuss knapp darüber (48.) und sein zweiter Abschluss wurde vom Torhüter gerade noch um den Pfosten gelenkt (51.). Die Gastgeber zeigten sich aber wenig beeindruckt und rissen das Match wieder an sich, vor allem weil der TSV sowohl läuferisch als auch kämpferisch so ziemlich alles vermissen ließ. So kam die Heimelf in der 55. Minute innerhalb von zehn Sekunden (!) zu drei Hochkarätern, von denen zwei am Pfosten landeten und Nummer drei von Trappschuh abgewehrt wurde. Der Gegentreffer zum 0:3 war nur folgerichtig. Der Rottendorfer Keeper wollte einen hohen Ball über die Latte lenken, verschätzte sich aber und tippte das Spielgerät gegen den Querbalken, von wo er Christian Huth vor die Füße fiel, der die Kugel locker ins leere Tor köpfte. Was danach folgte kann man zu Recht als Dauerbelagerung bezeichnen. Die Gastgeber eröffneten an ihrem Kirchweihwochenende ihren Schießstand vor dem Rottendorfer Tor und kamen im 5-Minuten-Takt zu äußerst gefährlichen Abschlüssen. Und hätten sie nicht Pech bzw. Unvermögen im Tore schießen gezeigt, so hätte der TSV Rottendorf wohl eine der höchsten Niederlagen der letzten Jahre kassiert. So musste Peter Trappschuh nur noch ein einziges Mal hinter sich greifen, als in der 84. Minute der eingewechselte Lukas Salg in abseitsverdächtiger Position frei angespielt wurde und keine Mühe hatte den Ball aus etwa 12 Metern ins rechte Eck zu schieben. Der TSV hatte hingegen in der letzten halben Stunde der Partie keine einzige Torchance zu verzeichnen!

So kann man nur hoffen, dass bis zum nächsten Heimspiel gegen die Spvgg Hösbach-Bahnhof, die mit einem 4:2 Sieg gegen den Tabellenführer aus Retzbach aufhorchen ließ, wieder einige angeschlagene Spieler in den Kader zurückkehren und die deftige , und auch in dieser Höhe völlig verdiente, Niederlage aus dem Gedächtnis gestrichen werden kann.

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