SpVgg Stetten I - TSV Rottendorf I               4 : 4
TSV Rottendorf II - SK Schweinfurt II          2 : 6
TSV Rottendorf III - SK Gerolzhofen I          5 : 3

PeterIM Dr. Peter Ostermeyer (rechts) gegen FM Jana Schneider (links)

Jana Jana Bardorz

1. Mannschaft, Regionalliga Nord-West:
Mit nur sieben Spielern reiste die erste Mannschaft zur letzten Runde nach Stetten an. Die Gegner traten überraschend in Bestbesetzung an, obwohl beide Mannschaften im Mittelfeld lagen. So gingen beide Teams mit einem Mannschaftsschnitt von ca. 2015 DWZ Punkten an die Bretter. Team 1 wollte keinen Spieler aus der zweiten Mannschaft abziehen, da es bei Team 2 noch um den möglichen Meistertitel in der Bezirksliga Ost ging.
Deshalb lag man mit einer kampflosen Niederlage an Brett 2 mit 0 - 1 zurück.

Matthias Königer (DWZ 2064) remisierte an Brett 3 im Mittelspiel bei ungleichen Läufern gegen Wurm (DWZ 2069). 0,5 - 1,5

Günter Schmitt zeigte an Brett 7 eine sehenswerte Angriffspartie und beschäftigte den Gegner T. Deissenberger so stark, dass dieser in Zug 37 die Bedenkzeit überschritt. Günter Schmitt ist mit seiner Turnierleistung von 2032 DWZ Punkten sehr zufrieden. 1,5 - 1,5

Anschließend verlor Andrej Bobrov (DWZ 2032) doch überraschend klar gegen das junge Nachwuchstalent Jakob Roth (DWZ 1903). 1,5 - 2,5.

Christoph Sonnenberg rochierte mit Schwarz an Brett 8 ebenfalls lang und nutzte die offene c-Linie zu sehenswerten Konterzügen. Das brachte ihm den Sieg gegen Katharina Mehling (DWZ 1921), die in diesem Jahr Vierte in der Meisterklasse1 der Unterfränkischen Einzelmeisterschaft wurde. 2,5 - 2,5.

Tom Haasner (DWZ 1944) hatte mit Weiß eine schöne Angriffsposition gegen den sizilianischen Drachen aufs Brett gebracht, doch Wisheckel (DWZ 1948) verteidigte sich zäh und man einigte sich auf Remis. 3 - 3

Eine Glanzpartie zeigte IM Dr. Ostermeyer (DWZ 2287) am Spitzenbrett gegen FM Jana Schneider (DWZ 2177), die den Jugendeuropavizemeistertitel in diesem Jahr nach Stetten brachte. Zunächst verlor Peter einen Bauern. Jana Schneider konzentrierte die schwarzen Figuren stark auf dem Damenflügel. Dann schwenkte Peter Zug um Zug zum Königsflügel, der wohl zu schwach verteidigt war und brillierte mit stärksten taktischen Zügen bis zum Mattangriff. Tolle Partie! 4 - 3

Heiko Richter (DWZ 1992) hatte es an Brett 4 mit Jonas Feldheim (DWZ 2056) zu tun, der bisher 8 Punkte aus 8 Runden mitbrachte. Im Damenendspiel mit 2 Bauern gegen die drei Bauern des Stetteners zeigte jener jedoch das klarere Endspielkonzept und gewann durch ein weiteres Versehen von Heiko noch einen Bauern, was zur Aufgabe führte. 4 - 4

Damit beendet der TSV Rottendorf die Saison auf Platz vier hinter den ehemaligen Landesligisten aus Klingenberg, Kitzingen und Marktleuthen.

Die Prognose vor Saisonbeginn lautete Platz 3 bis 5, insofern blicken wir auf eine leistungsgerechte Saison zurück. Die Torjägerkanonen für Rottendorf waren mit 6 Punkten aus 8 Partien IM Dr. Ostermeyer (Brett 1) und Günter Schmitt (Brett 7). Dr. König überzeugte mit seinen 3,5 Punkten aus 4 Partien an Brett 6 ebenfalls!


2. Mannschaft, Bezirksliga Ost:
Team 2 Team 2 musste als Tabellenführer beim Blick auf die Homepage des SK Schweinfurt durchaus gewarnt sein, da dort zu lesen war, mit stärkster Besetzung anzutreten. Plan der Schweinfurter war es, gegen uns zu gewinnen und damit die Mannschaft von Schweinfurt III an die Tabellenspitze der Bezirksliga verbunden mit dem Meistertitel zu bringen. Wir waren also gewarnt und brachten mit Peter Ley und Stefan Heyer-Krug ebenfalls sehr erfahrene Kräfte an die mittleren Bretter. Sehr überrascht waren wir aber doch, als die Gegner die Bayernligaspieler Öchslein und FM Haag aufgestellt haben. Schweinfurt 1, das aus der Bayernliga absteigen musste, trat zu Hause gegen Rosenheim nicht an und schickte zwei Stars in die Bezirksliga, um dort Rottendorf größte Schwierigkeiten zu machen. Die Aufstellung zeigte dann, dass die Rottendorfer Regionalliga-Reserve an den ersten sechs Brettern gegenüber der Bayernliga-Reserve von Schweinfurt immer mindestens 100 Punkte schwächer besetzt war.

Dieter Schäflein verlor an Brett 1 zunächst eine Qualität, übte dann aber Druck gegen die Königsstellung aus, die Öchslein mit einem Doppelbauer in der f-Linie geschwächt hatte. Die Drohungen wuchsen von Zug zu Zug an und letztlich gab es ein Remis durch Dauerschach. Sensationelles Remis, wobei vielleicht noch mehr drin war... aber gegen einen deutlich stärkeren Gegner (330 DWZ Punkte mehr) ein ausgezeichnetes Ergebnis.
Auch an Brett 2 hatte Alexander Kühn einen tollen Angriff gegen FM Haag aufgebaut, gewann erst einen Bauern, zeigte ein taktisches Turmopfer und wollte den flüchtenden gegnerischen König letztlich in der h-Linie erledigen. Dabei fand Kühn aber in der Euphorie nicht immer den genauesten Zug und wurde am Ende ausgekontert. Auch da zeigte unser zweites Brett starkes Talent. Etwas tiefer rechnen und mehr Ruhe hätten zu einem besseren Resultat gereicht.
Ottmar Bauer geriet mit einem Minusbauern immer mehr unter Druck und Norbert Lukas brachte den Vorteil sicher nach Hause.
Auch Peter Güntner hatte eine vorteilhafte Stellung erarbeitet, diese aber nicht weiterentwickelt. Dann konterte der Gegner mit Dame und Läufer, wobei Peter Güntner mögliche Remisvarianten umging und voll auf Gewinn spielen wollte, was am Ende dann jedoch leider misslang.
Peter Ley beschäftigte mit Schwarz seinen Gegner permanent und lies keine Drohungen zu, was dann letztlich zum Remis führte.
Stefan Heyer-Krug hatte sein Lieblingssystem ausgepackt und sein Gegner Feichtner hatte alle Hände voll zu tun. Nach g4 mit Weiß kam es zu taktischen Verwicklungen, bei denen Stefan bessere Züge finden konnte. Leider wurde trotz ausreichender Bedenkzeit in dieser hochkritischen Stellung zu wenig überlegt, weswegen er dann schließlich auf die Verliererstraße geriet.
Josef Joas nahm in einer schlechteren Stellung das Remisangebot seines Gegners an Brett 8 dankend an und letztlich wehrte sich Anton Halbich über 5 Stunden lang gegen die Angriffsversuche von Memmel, der unbedingt gewinnen wollte. Nach hartem Fight ebenfalls remis.

Mit der verdienten 2 - 6 Niederlage gegen übermächtige und verstärkte zweite Schweinfurter Mannschaft war letztlich kein Kraut gewachsen. Das größere Spielerreservoir der Schweinfurter brachte den Ausschlag gegen uns.

Zum Saisonende werden Dieter Schäflein, Alexander Kühn, Ruben Walter und Mohamed Dweidari aufgrund überzeugender Einzelleistungen in Team 2 viele DWZ Ranglistenpunkte hinzugewinnen!


3. Mannschaft, Bezirksliga Ost:
Team 3 Der Tabellenletzte mit einem Mannschaftspunkt, Rottendorf III, musste unbedingt den Tabellenvorletzten Gerolzhofen I bezwingen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Zusätzlich war man noch auf einen günstigen Ausgang in der Landesliga angewiesen, nämlich auf den Klassenerhalt von Bindlach 2. Die Wahrscheinlichkeit hierfür wurde vom Statistikprogramm und Schachorakel auf unter 3% beziffert.
Die Rottendorfer konnten dabei zum letzten Duell der Saison erstmals Dr. Grun am Spitzenbrett einsetzen, der den stärksten Gerolzhöfer Dr. Preiss (DWZ 1970) stoppen sollte. Überraschenderweise traten die starken Gerolzhöfer Birken (1942), Hofmann (1814) und Heilmann (1709) an den folgenden Brettern zu diesem entscheidenden Match erstaunlicherweise nicht an und das 8. Brett wurde gar freigelassen, so dass viele Ampeln zum Klassenerhalt auf grün für die Rottendorfer standen.

Dr. Grun hielt in vorteilhafter Stellung, nach einem Fehlopfer seines Gegners auf f7, das Remis fest.
Chistoph Bardorz, Arnold Hammer, Rudolf Engel, Ruben Walter und Manfred Ursprung hielten ebenfalls Remis.
Jana Bardorz, unserer frisch gebackenen Bayerischen Meisterin U14w, blieb die Ehre, die einzige Gewinnpartie an Brett 7 einzutüten und zusammen mit dem kampflosen Brett 8 den 5 - 3 Gesamtsieg herzustellen. Da Bindlach 2 etwas überraschend ebenfalls den Klassenerhalt mit einem 6 - 2 gegen Kehlheim geschafft hatte, bedeutet dies nun den Abstieg von Gerolzofen I und den sehr knappen Klassenerhalt für Rottendorf III.

Saisonfazit: der Wechsel von der Kreisliga zu Bezirksliga war sehr herausfordernd, trotzdem werden die Leistungen bei fast allen Stammspielern der 3. Mannschaft durch schöne DWZ-Gewinne belohnt.


Bericht und Fotos: Günter Schmitt
Redaktion: Christoph Bardorz

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