SSV Kitzingen – TSV Rottendorf 4:2 (2:0)

Die 1.Mannschaft des TSV musste eine weitere schmerzhafte Niederlage einstecken und trudelt unaufhaltsam den Abstiegsrängen entgegen.

Der komfortable Vorsprung, den der TSV noch vor wenigen Wochen auf die gefährliche Zone hatte, ist endgültig verspielt. Zum fünften Mal in Folge ging das Team leer aus und verpasste gegen einen direkten Konkurrenten einen weiteren „Big Point“. Erstmals seit über einem halben Jahr steht die Mannschaft auf einem zweistelligen Tabellenplatz und hat drei Spieltage vor Schluss nur noch zwei Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz!

Dabei war die Niederlage gegen den SSV Kitzingen äußerst unglücklich und vermeidbar, denn die Gröschl-Elf war dem Gegner über weite Strecken überlegen und dominierte die intensive Partie. Die mangelnde Chancenverwertung sowie die Effektivität der Hausherren sorgten dennoch für die weitere Pleite. Gleich zu Beginn erwischte es den TSV, der mit dem verletzten Paul Lücke auf eine Defensivstütze verzichten musste, wieder einmal eiskalt. Gerade einmal vier Minuten waren gespielt, als Kitzingens Daniel Tausch nach einem Freistoß aus dem Halbfeld am höchsten stieg und aus wenigen Metern in die Maschen köpfte. Doch damit nicht genug. Nur acht Minuten später gelang es dem SSV nachzulegen. Nach einem Befreiungsschlag der „Siedler“ verschätzte sich Innenverteidiger Rico Elflein, so dass die Kugel über diesen in den Lauf von Alijoscha Keßler flog. Der Angreifer zog in Richtung Strafraum und traf am herauslaufenden Keeper Peter Trappschuh vorbei zum 0:2 (12.Min). Zwei Chancen – zwei Tore. Doch trotz der schnellen Zwei-Tore-Führung gelang es den Gastgebern nicht die Kontrolle über das Spielgeschehen zu übernehmen. Stattdessen wurde der TSV nach einer kurzen Schockphase stärker und dominierte die Partie zunehmend. Mit einem parierten Schuss des agilen Nico Schubert und einem verunglückten Kopfball des freistehenden Julian Wolff näherte sich das Team dem Anschlusstreffer allmählich an. Dieser wollte vor dem Seitenwechsel aber nicht mehr gelingen.

Nach Wiederanpfiff legte der TSV dann noch eine Schippe drauf und erhöhte weiter den Druck. In der 48.Spielminute fiel schließlich das inzwischen überfällige 2:1. Nico Schubert setzte sich auf rechts durch und legte mustergültig quer in den Strafraum, wo der eingewechselte Frank Bader heranstürmte und erfolgreich einschoss. Der Treffer beflügelte den TSV spürbar, der die „Siedler“ jetzt weiter in deren Hälfte einschnürte. Weitere Möglichkeiten ließen folglich nicht lange auf sich warten. Bei Schüssen von Jakob Siedler und Nico Schubert blieb SSV-Torwart Michael Kümmel jedoch Sieger und ein weiterer Abschluss von Nico Schubert schlug knapp am linken Pfosten in der Bande ein. Der Ausgleich war jetzt nur noch eine Frage der Zeit und fiel schließlich eine viertel Stunde vor Schluss. Nachdem Martin Hesselbach vom SSV-Schlussmann von den Beinen geholt wurde zeigte sich Frank Bader nervenstark und verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum hochverdienten 2:2 (73.Min). Die Partie schien jetzt zu kippen und beinahe wäre dem TSV kurz darauf der Führungstreffer geglückt. Nach Vorarbeit von Fabian Heß kam Julian Wolff im Strafraum zum Abschluss, doch der Heber des Spielführers klatschte auf das Lattendreieck und ins Toraus. Stattdessen nutzten die Hausherren im unmittelbaren Gegenzug einen ihrer seltenen Vorstöße erneut eiskalt aus und gingen völlig überraschend wieder in Front. Nach schönem Pass in die Spitze erreichte das Leder Alijoscha Keßler, der kurz vor dem etwas zögernden Keeper Peter Trappschuh am Sechzehner zum Abschluss kam und zum 3:2 einschoss (77.Min). Ein weiterer Schlag mitten in das Gesicht der Gröschl-Elf, die zuvor große Moral bewies, aber erneut durch eine Unachtsamkeit bitter bestraft wurde. In der Schlussphase warf der TSV dann noch einmal alles nach vorne, wirkte jetzt aber teilweise zu überhastet, scheiterte mehrere Male knapp im Abseits und wurde zunehmend kraftloser. Der SSV dagegen wurde durch das weite Aufrücken zu Kontermöglichkeiten eingeladen und nutzte eine solche mit dem entscheidenden 4:2 in der letzten Minute der Nachspielzeit. Dominik Held traf aus der Distanz in die linke untere Torecke und besiegelte den glücklichen und befreienden Erfolg für sein Team. Rottendorf dagegen muss, trotz der über weiter Strecken starken Leistung, nun richtig um den Klassenerhalt bangen und diese bittere Niederlage schnell verdauen. Im Heimspiel gegen Neuhütten am kommenden Sonntag braucht die Mannschaft dringend einen Erfolg um auch weiterhin auf einem Nichtabstiegsplatz zu stehen.

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