Die schwerste Spielzeit der TSV-Fußballer auf Bezirksebene ist vorüber und trotz der schlechtesten Platzierung der vergangenen Jahre kann die Mannschaft mit dem Abschneiden auf Tabellenplatz 9 zufrieden sein.

3189616

Von Beginn an war klar, dass es für den TSV ausschließlich um das frühzeitige Erreichen des Klassenerhaltes geht und dass dieser kein Selbstläufer werden würde. Nach zwei Jahren im „Osten“ wurde das Team wieder in die stark aufgestellte Bezirksliga-West verschoben. Die personelle Situation im Team war dabei für Trainer Manuel Gröschl, der sein zweites Trainerjahr absolvierte, keine leichte. Neben dem Karriereende von Michael Büchs im vergangenen Sommer verletzte sich Flügelflitzer Andre Dorscheid zu Saisonbeginn schwer und befindet sich noch immer im langwierigen und unglücklicherweise nicht komplikationsfreien Heilungsprozess. Aus diesem Grund hat er sich auch schweren Herzens dazu entschieden den Verein zu verlassen, um eine Funktion bei seinem Heimatverein Eisingen ausüben zu können. Wir danken Andre an dieser Stelle für seinen Einsatz beim TSV und wünschen ihm alles Gute, insbesondere Gesundheit und schnelle Fortschritte bei der Heilung! Neben diesem schweren Verlust konnte Lukas Bankl in der abgelaufenen Saison beruflich bedingt nur rund die Hälfte aller Spiele bestreiten und bei Frank Bader waren es verletzungsbedingt (Hüftprobleme) sogar noch weniger Einsätze. Zudem verließ Jens Müller den Verein in der Winterpause in Richtung Theilheim und auch Auslandsstudent Moritz Rogenhofer konnte die Mannschaft deutlich seltener unterstützen als noch im Vorjahr. Personell ging die Truppe somit immer wieder auf dem Zahnfleisch und das Erreichen von Tabellenplatz 9 kann und muss dementsprechend hoch angerechnet werden.

Zur Winterpause hatte sich das Team bereits mit 25 Punkten auf Platz 6 ein komfortables Polster im Abstiegskampf erarbeitet. Angestrebt wurde nun in den verbleibenden elf Begegnungen schnellstmöglich die nötigen Punkte für einen vorzeitigen Klassenerhalt einzufahren. Zum Auftakt im Jahr 2015 drehte der TSV in Schollbrunn einen 0:2-Pausenrückstand und machte mit dem verdienten 4:2-Erfolg einen weiteren Schritt zum Ziel. Dann allerdings begann eine große Durststrecke, die den Vorsprung nach und nach zunichtemachte. Nach einem verschenkten Sieg im Heimspiel gegen Mönchberg (0:0) und einer gerechten Punkteteilung in Lohr (2:2) setzte es drei, mehr oder weniger einkalkulierte, Niederlagen gegen den Viert, Dritt-, und Zweitplatzierten. Gegen Keilberg hielt die Mannschaft zwar noch lange dagegen und verpasste einen Zähler nur knapp (0:1), eine Woche später erwischte die Elf dann allerdings einen rabenschwarzen Tag und ließ sich in Hösbach regelrecht vorführen (1:7). Es folgte die Partie gegen Vizemeister Röllbach, in der bis zur Schlussphase das eigene Tor erfolgreich verteidigt werden konnte, zwei späte Treffer aber doch für leere Hände sorgten (0:2). Lediglich durch das konstante Scheitern der abstiegsbedrohten Teams wirkten sich diese Resultate nur gering auf die Tabellenkonstellation aus. Die Luft nach unten wurde aber zunehmend dünner und ein „Dreier“ gegen den zu diesem Zeitpunkt schon fast abgestiegenen SV Altfeld umso wichtiger. Der Aufsteiger machte diesem Vorhaben jedoch einen Strich durch die Rechnung und setzte sich am Grasholz verdientermaßen mit 3:1 durch. Somit rutschte der TSV schließlich doch noch voll in den Abstiegskampf und es folgte eine Woche später das Duell beim direkten Konkurrenten und punktgleichen SSV Kitzingen, in dem beide Mannschaften alles auf die vorzeitige Rettung setzten. In einer intensiven und hart umkämpften Begegnung blieb das Glück auf der Seite der „Siedler“ und der TSV musste sich trotz klarer Überlegenheit und deutlichem Chancenplus äußerst unglücklich geschlagen geben (2:4). Der einst noch so komfortable Vorsprung war jetzt endgültig verpufft und nur noch zwei magere Punkte trennten die Gröschl-Truppe vom Abstiegsrelegationsplatz – bei noch drei verbleibenden Spielen. Der Druck im Heimspiel gegen den TSV Neuhütten-Wiesthal war somit enorm groß, denn ein eine Woche später stand das Auswärtsspiel beim frisch gebackenen Meister der Kickers-Reserve auf dem Programm. Mit einer souveränen Vorstellung und einem ungefährdeten 5:1-Erfolg schoss sich das Team den Frust der vergangenen Wochen von der Seele und hielt dem Druck schließlich stand. Nach 7 sieglosen Begegnungen (darunter 5 Niederlagen in Folge!) setzte die Mannschaft gerade rechtzeitig ein Bein auf das rettende Ufer. Begünstigt durch die Ergebnisse der Konkurrenz war ein direkter Abstieg jetzt nicht mehr möglich und die Relegation nur noch ein theoretisches Rechenspiel. Endgültig erreicht wurde der Klassenerhalt schließlich eine Woche später, als sich die abstiegsbedrohten Teams gegenseitig die Punkte nahmen und die erwartete Niederlage des TSV auf dem Kunstrasen der Würzburger Kickers (0:4) zur Randnotiz wurde. Versöhnlich abgeschlossen wurde die Runde dann mit einem knappen 1:0 am 30.Spieltag gegen die FG Marktbreit-Martinsheim vor eigenem Publikum. Durch diesen „Dreier“ machte das Team sogar noch einmal zwei Plätze gut und schaffte im letzten Moment den Sprung auf einen einstelligen Rang.

Den erhofften Klassenerhalt hätte der TSV durchaus einfacher erreichen und diesen deutlich früher feiern können. Das in Rottendorf immer wieder auftretende Frühjahrstief, mit einigen schwachen, aber auch vielen unglücklichen Vorstellungen, sorgte allerdings für eine unnötige Spannung bis kurz vor Saisonende. Positiv formuliert: „Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss…“.

Den bereits erzielten 25 Punkten (bei 19 Partien) vor der Winterpause stehen magere 11 Zähler (bei 11 Spielen) im Jahr 2015 gegenüber. In der Betrachtung der gesamten Saison zeigte sich der TSV jedoch sehr ausgeglichen. Die magische Zahl lautete dabei „18“. Sowohl in der Vorrunde, als auch in der Rückrunde und ebenso auf dem eigenen Rasen, als auch in der Fremde holte das Team jeweils exakt 18 Punkte. Passend dazu erzielte TSV-Topscorer Martin Hesselbach mit 18 Saisontreffern ein hervorragendes Ergebnis und hat zusammen mit den 13 Toren von Kapitän Julian Wolff (zusammen 31 von 50 geschossenen Toren!) maßgeblichen Anteil am erfolgreichen Abschneiden.

Nach der verdienten Sommerpause beginnt für die Truppe die Vorbereitung auf die nächste Bezirksliga-Saison. Dazu begrüßt der TSV einen alten Bekannten, denn Meistertrainer Marco Amrehn wird in Zukunft den Coach und die Mannschaft als sportlicher Leiter unterstützen. Zudem rückt ein erster, lang ersehnter und überfälliger Schwung aus der U-19 Jugend (Meister in der Kreisklasse) in den Kreis der Aktiven. Keine schlechte Ausgangssituation also für ein weiteres erfolgreiches Jahr Fußball in Rottendorf!
Zum Abschluss bedankt sich die 1.Mannschaft bei den Zuschauern für die gewohnt tolle Unterstützung in der abgelaufenen Spielzeit!

Zum Seitenanfang
JSN Boot template designed by JoomlaShine.com
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok