SSV Kitzingen - TSV Rottendorf 1:2 (1:1)

Die 1.Mannschaft des TSV ist mit einem hochverdienten "Dreier" in die neue Saison gestartet.

Fünf Wochen Vorbereitung fanden am ersten August-Wochenende auch in der Bezirksliga West ein Ende. Denn mit dem Duell des SSV Kitzingen gegen den TSV Rottendorf startete auch Unterfrankens höchste Liga in die neue Spielzeit. Allerdings hatten beide Teams eine eher durchwachsene Testphase hinter sich gebracht. Während den Siedlern gegen den SC Freudenberg und die Abtwinder Reserve lediglich zwei Siege gelangen bei drei Niederlagen, setzte es auch für die Elf von Manuel Gröschl gegen Münnerstadt und Fuchsstadt unerwartet deutliche Klatschen. Zudem mussten beide Übungsleiter auf bewährtes Personal verzichten. Auf Kitzinger Seite fehlten neben dem Langzeitverletzten Dennis Ketturkat auch noch Marco Müller (Bauchmuskelzerrung) und Lukas Pauluhn (Hamburg-Aufenthalt). Bernd Keilholz wechselte zum FV Schwarzach. So beorderte SSV-Coach Wolfgang Beischmidt neben Christopher Soldner Neuzugang Sven Lenhart ins defensive Zentrum. Auch Florian Eschenbacher und Andy Krnac trugen erstmals das rotschwarze Trikot. Manuel Gröschl musste auf Lukas Bankl, Paul Lücke (beide privat verhindert) sowie Fabian Heß (Achillessehnenentzündung) verzichten und setzte ebenfalls auf seine Neuen. Patrick Geißner, aus Kürnach gekommen, begann auf der Außenverteidigerposition und die Schubert-Brüder, beide TSV-Eigengewächse, sollten die Offensive ankurbeln.

Trotz der durchwachsenen Vorbereitungsphase lief der Rottendorfer Motor ohne lange Aufwärmphase auf Hochtouren. Die Gäste störten früh den Spielaufbau der Siedler und zwangen die Hausherren bereits nach wenigen Minuten zu einem katastrophalen Fehlpass, als Felix Scheiders Ball auf seinen Keeper Andy Krnac deutlich zu kurz geriet. TSV-Angreifer Martin Hesselbach spritzte dazwischen, umkurvte den Schlussmann und schob mit Glück ins verwaiste Gehäuse. Denn beinahe hätte Daniel Tausch noch auf der Linie geklärt, konnte die Gäste-Führung aber letztlich nicht verhindern. Die Siedler wirkten sichtlich geschockt und fanden überhaupt nicht in die Begegnung. Die Gröschl-Elf hingegen verschob gekonnt, agierte aggressiv in den Zweikämpfen und ließ der Heimelf kaum Räume, um ihr Kombinationsspiel aufzuziehen. Wahrscheinlich wäre die Dominanz der in weiß spielenden Gäste noch deutlichen geworden, hätten Moritz Schubert, der nur den Außenpfosten traf (12.) und Philipp Niedermeyer, der das leere Tor verfehlte (19.), frühzeitig erhöht. Aber den Rottendorfern versagten in Tornähe schlichtweg die Nerven. Auch Nicolas Schubert vergab alleine vor Andy Krnac, der seine Farben per Glanztat im Spiel hielt (26.). Kitzingen fand weiterhin nicht statt und war plötzlich doch wieder im Spiel. Nach einem Befreiungsschlag von Daniel Tausch nutzte Florian Eschenbacher eine Unachtsamkeit in der Rottendorfer Deckung zum überraschenden Ausgleich (33.) und bestrafte den Chancenwucher der Gäste, dem noch vor der Pause eine weitere Episode hinzugefügt wurde. Denn die Gröschl-Schützlinge zeigten sich keineswegs geschockt, sondern spielten weiter forsch nach vorne. Nach einem perfekten Zuspiel von Moritz auf Nicolas Schubert, ließ dieser SSV-Keeper Andy Krnac stehen und legte auf Martin Hesselbach zurück, der das Leder aus acht Metern über den Querbalken bugsierte (39.). Auch mit dem Kopf fehlte dem TSV-Angreifer mit dem Pausenpfiff das Zielwasser (45.). Rottendorf hätte die Begegnung längst entschieden haben können, verzweifelte aber an der eigenen Kaltschnäuzigkeit, so dass es trotz einer überlegen geführten Partie mit dem Remis in die Kabinen ging.

Ohne Personalwechsel schickten beide Übungsleiter ihre Teams zurück aufs Feld, die Spielrichtung blieb aber die gleiche. Zwar zeigten sich die Gastgeber etwas verbessert, fanden aber gegen die gut organisierte Defensive kein Mittel. So gaben auch im zweiten Durchgang die Gäste den ersten Warnschuss in Person Jakob Siedler ab, der das Spielgerät aber aus sechs Metern über das Tor setzte (47.). Kitzingen wirkte nun insgesamt geordneter, ließ sich aber bei schnellen Rottendorfer Einwürfen mehrmals übertölpeln. Denn erst verfehlte Nicolas Schubert das SSV-Gehäuse aus 16 Metern nur um Haaresbreite (49.), ehe Martin Hesselbach einen Abstimmungsfehler nutzte und das Leder am verdutzten Siedler-Schlussmann Andy Krnac vorbei zur überfälligen Führung ins Netz drückte (62.). „Wenn man schlecht spielt, darf man nicht solche eklatanten Fehler machen, zumal die Rottendorfer zuvor bereits zweimal nach einem Einwurf brandgefährlich wurden. Ich kann es mir nicht erklären“, war SSV-Coach Wolfgang Beischmidt sichtlich bedient ob der Darbietung seiner Mannen, die auch in der Folge trotz des Rückstandes nicht besser wurde. Vielmehr hätten die Gäste, die weiterhin das Zepter fest in der Hand hielten, das Ergebnis weiter in die Höhe schrauben können. Einzig Neuzugang Andy Krnac war es zu verdanken, dass es beim knappen 1:2 blieb. Gegen Nicolas Schubert, der mit der kompletten Kitzinger Verteidigung Katz und Maus spielte, klärte der Schlussmann gerade noch zur Ecke. Wenig später spitzelte er Martin Hesselbach das Leder im Eins-gegen-Eins in höchster Not vom Fuß (77.). Bei Wolffs Kopfball wäre der Keeper machtlos gewesen, doch der Leder ging über den Querbalken. Auch Jugendspieler Moritz Schubert schnupperte noch zweimal an der endgültigen Entscheidung, zielte aber wie sein Kollege zu ungenau. So versuchte es die Heimelf zwar in der Schlussphase nochmals zurückzukommen, doch keiner der langen Bälle fand im Sturmzentrum einen Abnehmer, so dass die Angriffsbemühungen ergebnislos verpufften und die Gäste hochverdient die Punkte mit in den Würzburger Vorort nahmen.

Quelle: anpfiff.info

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