TSV Rottendorf - TSV Heimbuchenthal 3:1 (0:1)

In einem kuriosen und intensiven Match ging die 1.Mannschaft des TSV trotz Überlegenheit des Gegners als Sieger hervor.

Ausschlaggebend war dabei die enorme Effektivität der Gröschl-Elf vor dem gegnerischen Tor. Exakt drei Chancen hatte das Team in 90 Minuten zu verbuchen und dreimal zappelte der Ball im Netz. Aber der Reihe nach: Heimbuchenthal erwies sich als der erwartet unangenehme Gegner und kontrollierte von Beginn an über weite Strecken das Spielgeschehen. Der Aufsteiger machte die Räume erfolgreich eng und wirkte besonders im ersten Durchgang entschlossener und zielstrebiger. Nach einem ersten Ausrufezeichen durch einen Flachschuss nahe es Elfmeterpunktes, haarscharf am linken Pfosten vorbei (11.Min), gingen die Gäste nach einer knappen halben Stunde in Front. Nach einem Eckball landete die Kugel direkt vor den Füßen von Julian Reis, der aus kurzer Distanz einschoss (29.Min). Kurz vor der Pause versäumten es die Aschaffenburger nachzulegen, als ein weiterer Abschluss erneut ganz knapp am linken Pfosten vorbei rauschte. Auf der anderen Seite mühte sich der TSV zwar kämpferisch dagegen zu halten, kam aber in den ersten 45 Minuten zu keinem nennenswerten Angriff. Das Fehlen einiger Stammspieler machte sich bemerkbar. Neben Lukas Bankl, Moritz Rogenhofer und Fabian Heß musste Manuel Gröschl auch auf Stürmer Martin Hesselbach verzichten. Zudem war der Trainer zu frühen Spielerwechseln gezwungen, nachdem sowohl Simon Wengeler als auch Nico Schubert noch vor der Halbzeitpause angeschlagen ersetzt werden mussten. Aufgrund der personellen Situation und des bisherigen Spielverlaufes schien ein Punktgewinn als angestrebtes Ziel das Maximum.
Auch nach dem Seitenwechsel sahen die knapp 300 Zuschauer ein ähnliches Bild. Wie schon im ersten Abschnitt gingen beide Teams ein hohes Tempo und die Begegnung war hektisch sowie hart umkämpft. Wieder präsentierte sich Heimbuchenthal spielbestimmend, benötigte aber einige Zeit um sich weitere Möglichkeiten zu erarbeiten. Ab der 68.Minute überschlugen sich dann die Ereignisse. Gleich zwei Großchancen ließen die Gäste liegen und die Hausherren konnten sich bei Keeper Peter Trappschuh bedanken, der seine Vorderleute mit zwei glänzenden Paraden im Spiel hielt. Bei einem Kopfball aus kurzer Entfernung (68.Min), sowie bei einer 1-gegen-1-Situation (69.Min) reagierte der Schlussmann sehenswert. Die Vorentscheidung schien nun lediglich eine Frage der Zeit, doch mitten in dieser Drangphase des Aufsteigers gelang Philipp Niedermeyer der überraschende Ausgleich. Der Flügelspieler setzte sich auf der Außenbahn entschlossen durch und zog von rechts dynamisch in Richtung Tor. Sein Flachschuss landete präzise in der linken Ecke zum 1:1 (70.Min). Doch damit nicht genug. Keine 120 Sekunden später nutzte der TSV einen Konter eiskalt aus und drehte die Partie. Nach Doppelpass mit dem agilen A-Jugend-Spieler Moritz Schubert zog Kapitän Julian Wolff im Sechzehner mit der Pike ab und traf rechts unten zum 2:1 (71.Min). Mit den ersten beiden Gelegenheiten lag der Gastgeber wie aus dem Nichts in Front und wusste eigentlich überhaupt nicht so recht wieso. Beinahe wäre den Aschaffenburgern die direkte Antwort gelungen, doch eine Hereingabe von Außen schob ein Angreifer aus etwa zwei Metern völlig freistehend in die Arme von Peter Trappschuh (72.Min). Heimbuchenthal warf nun alles nach vorne um zumindest einen Punkt mitzunehmen und setzte Rottendorf in der Schlussphase enorm unter Druck. Auf beiden Seiten war mittlerweile der Kräfteverschleiß auf Grund der intensiven Partie zu spüren. Mit hohem Aufwand und beflügelt von der Führung gelang es der Gröschl-Truppe den Gegner bis zum Schlusspfiff vom eigenen Kasten fern zu halten. Auf der anderen Seite setzte Julian Wolff kurz vor dem Ende sogar noch einen drauf und sorgte für die Vorentscheidung. Nach Zuspiel von Darius Steigerwald tanzte der Spielführer seinen Gegenspieler an der Grundlinie sehenswert aus und traf aus spitzem Winkel ins kurze Eck (88.Min). Dritte Chance, drittes Tor - eine Effektivität wie man sie am Grasholz nur selten sieht und die für einen wichtigen, wenn auch etwas schmeichelhaften Dreier sorgte.

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