TSV Rottendorf - Würzburger FV II 2:1 (1:0)

Durch einen glücklichen Sieg gegen die Reserve des Würzburger FV hat die 1. Mannschaft des TSV den Vorsprung auf die Abstiegsränge weiter ausgebaut.

Im Vergleich zur Vorwoche musste Trainer Manuel Gröschl auf Moritz Roggenhofer und auf A-Jugend-Spieler Moritz Schubert verzichten. Zudem fehlt weiterhin Kapitän Julian Wolff, der in dieser Woche die Diagnose Meniskusriss erhielt und bis zum Jahresende ausfällt.
Die Partie entwickelte sich schnell zu einer zähen Angelegenheit und kam nicht annähernd an Bezirksliganiveau ran. Nach einem ersten Abtasten beider Mannschaften, ereignete sich in der 12. Minute die erste spielentscheidende Szene. Nach langen Ball in die Spitze kam Martin Hesselbach vor der Strafraumgrenze zum Abschluss. Der herauslaufende FV-Keeper Stefan Kunze wehrte den Ball außerhalb des Sechzehners mit der Hand ab, so dass er dem Unparteiischen keine Wahl ließ und sich einen Platzverweis einfing. Ein Feldspieler der Gäste stand fortan zwischen den Pfosten und konnte den fälligen Freistoß von Nico Schubert erfolgreich abwehren. Der TSV war nun mehr als 75 Minuten in Überzahl, konnte daraus jedoch keinen Nutzen ziehen. Im Gegenteil: Die Gröschl-Elf wirkte zunehmend ideenlos im Angriffspiel und lud den Gegner mit zahlreichen Fehlern immer wieder zu Vorstößen ein. Insbesondere durch einige Standardsituationen strahlten die Würzburger immer wieder Gefahr aus. So landete ein Eckstoß bei einem Spieler des FV, der das Leder unmittelbar vor dem leeren Kasten aber nicht kontrollieren konnte (31. Min). Auf der anderen Seite sorgte ein Distanzschuss von Martin Hesselbach, knapp am rechten Pfosten vorbei, für die einzige Gefahr des TSV aus dem Spiel heraus (26. Min). Durch einen Freistoß, kurz vor Ende des ersten Durchganges, gelang es den Hausherren dennoch in Führung zu gehen. Nico Schubert spielte den ruhenden Ball, von halb links, scharf und flach vor das Tor. Unmittelbar vor dem Torhüter sprang Martin Hesselbach über das Leder und irritierte somit den Schlussmann des WFV, an dem der Freistoß unberührt vorbei in die Maschen rollte (44. Min). Mit dem knappen Vorsprung ging es in die Kabinen.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielgeschehen. Dass die Rottendorfer einen Mann mehr auf dem Feld hatten, merkte man nach wie vor kaum und auch das schwache Niveau, der äußerst zerfahrenen Begegnung blieb bestehen. Nach einer knappen Stunde sorgte dann eine Unachtsamkeit der TSV-Defensive für den Ausgleich. Ein langer Ball in die Spitze hüpfte durch die Abwehrkette, so dass Würzburgs Muamer Celic ungehindert in den Strafraum ziehen konnte und mit einem Flachschuss zum nicht unverdienten 1:1 traf (58. Min). In der verbleibenden Spielzeit übernahm der TSV zwar zunehmend die Kontrolle über das Geschehen und setzte sich immer wieder in der gegnerischen Hälfte fest, aber auch weiterhin prägten viele Fehlpässe und Ideenlosigkeit das Offensivspiel des Gastgebers. Das änderte sich auch nicht, als der Schiedsrichter die zweite glatt rote Karte für die Bayernliga-Reserve zückte (81. Min) und der TSV die Schlussphase nun mit zwei Mann mehr auf dem Feld bestritt. Der strittige Platzverweis gegen Nico Tanriverdi, nach harter Grätsche gegen Fabian Freund, wirkte dabei etwas zu überzogen. Trotz der doppelten Überzahl gelang es den Rottendorfern nicht über Kurzpassspiel zum Erfolg zu kommen, stattdessen versuchte es das Team immer wieder erfolglos mit langen Bällen. Als die gerechte Punkteteilung schon besiegelt schien, gelang dem TSV in der Nachspielzeit schließlich doch noch der "Lucky Punch". Nach Angriff über die linke Seite spitzelte Martin Hesselbach das Leder in den Lauf von Jakob Siedler, der sich im Strafraum durchsetzte und aus spitzem Winkel flach in die rechte Torecke einschoss (90.+ 2 Min). Die verbleibenden Minuten spielte der TSV erfolgreich runter und ließ nun nichts mehr anbrennen. Ein weiterer Platzverweis für die Gäste - Ampelkarte nach einem Frustfoul - wurde nur noch zur Randnotiz. 

Der glückliche und wenig schöne Sieg des TSV vergrößert den Abstand auf den Abstiegs-Relegationsplatz auf nun schon 17 Punkte. Am kommenden Wochenende ist die Mannschaft zum Abschluss der Vorrunde zu Gast in Keilberg.

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