SV Sportfreunde Sailauf - TSV Rottendorf 1:3 (1:3)

Nachdem die Bezirksliga-Kicker des TSV Rottendorf am vergangenen Wochenende mit einem überraschenden 3:1 Sieg gegen den damaligen Tabellenführer VatanSpor Aschaffenburg nach sechs sieglosen Spielen wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden hatten, gelang der Lang-Elf mit dem gleichen Ergebnis beim starken Aufsteiger aus Sailauf ein weiterer souveräner Auftritt.

Archivbild

Auf dem äußerst unebenen Geläuf der Sportfreunde aus Sailauf entwickelte sich ein, zumindest in der ersten Halbzeit, durchaus attraktives und ereignisreiches Match. Während der TSV bemüht war durch sicheres Passspiel Ruhe in die eigenen Reihen zu bekommen, schalteten die Spessart-Fußballer nach Ballgewinn sofort in den Angriffsmodus und versuchten mit langen und präzisen Diagonalbällen ihre schnellen Außenstürmer in Szene zu setzen. Überraschend war dabei, wie oft es ihnen gelang auf dem holprigen Untergrund das Spielgerät direkt weiter zu leiten. So musste Abwehrchef Paul Lücke bereits in der 10. Minute nach einem Konter der Gastgeber im letzten Moment vor einem einschußbereiten Stürmer klären. Erst nach und nach konnte der TSV klare Angriffe vortragen und kam erst nach einer Viertelstunde zu einer ersten Gelegenheit. Ein von Jakob Siedler in den Strafraum geschlagener Freistoß wurde von einem Sailaufer mit dem Kopf ins eigene Tor verlängert, jedoch sah der Schiedsrichter bei diesem Luftkampf mit Daniel Ritter einen Regelverstoß und gab den Treffer nicht – eine fragwürdige Entscheidung! Doch kurz darauf begannen die Fischer-Festspiele. In der 23. Minute scheiterte der TSV-Linksaußen noch aus spitzem Winkel an Torhüter Mieke, aber nur 120 Sekunden später war Jannik Fischer maßgeblich an der Rottendorfer Führung beteiligt. Nachdem er etwa 20 Meter vor dem Tor rüde von den Beinen geholt worden war, legte er sich, wie in der vergangenen Woche, die Kugel zurecht und zirkelte sie über die Sailaufer Mauer. Der Ball klatschte vom linken Innenpfosten an den Kopf des chancenlosen Keepers und von dort ins Netz. Die Freude der Rottendorfer währte jedoch nur drei Minuten. Die Gastgeber kamen wieder mit einem langen Ball in den Rücken der Rottendorfer Abwehr und mit einer sehenswerten Verlängerung vor Peter Trappschuhs Kasten. Aus acht Metern halbrechts netzte Janosch Jasmann unhaltbar ins lange Eck ein. Kaum war der Jubel am beschaulichen Waldsportplatz verklungen machte sich auch schon wieder Fischer auf der linken Seite auf die Reise. Er ließ gleich drei Gegenspieler wie Statisten aussehen und dribbelte sich, teils höchst spektakulär, bis an die Grundlinie durch. Von dort legte er das Leder mustergültig auf Moritz Schubert zurück, der aus etwa elf Metern den Ball eiskalt ins kurze Eck schob. Die Gastgeber schienen konsterniert, hatten sie doch bis dahin durchaus vielversprechende Aktionen gezeigt. Fischer aber hatte noch nicht genug. In der 39. Minute schlug Siedler wieder einen Freistoß in der Sechzehner, wo Moritz Schubert die Kugel mit der Brust auf den am Strafraumeck lauernden Fischer prallen ließ, welcher den Ball direkt nahm und mit Wucht unter die Latte im langen Eck hämmerte. Und hätte der Sailaufer Torhüter kurz vor der Halbzeit nicht noch einen weiteren Fischer-Kracher aus achtzehn Metern über den Querbalken gelenkt wäre die Partie wohl schon entschieden gewesen.

Coach Martin Lang brachte zu Beginn des zweiten Abschnitts Thomas Melber für Martin Hesselbach, um mit einem weiteren Defensivspieler gegen den erwarteten Sturmlauf der Sportfreunde gewappnet zu sein. Diesen Schachzug kann man als perfekt bezeichnen, denn die Sailaufer fanden in der zweiten Hälfte kein Mittel gegen den Rottendorfer Defensivblock und kamen zu keiner klaren Chance mehr. Sie liefen vielmehr noch Gefahr, durch den in der 59. Minute eingewechselten Robin Busch noch höher in Rückstand zu geraten. Das 3:1 war somit in der Summe hochverdient.

Mit diesen zwei Siegen im Rücken fährt der TSV nun am kommenden Wochenende zum Rückrundenauftakt mit durchaus berechtigter Hoffnung auf einen Punktgewinn zur DJK Hain, dem derzeitigen Tabellendritten und laut Aussage vieler Rottendorfer Spieler stärksten Gegner der Vorrunde.

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