TSV Rottendorf - SG Hettstadt 1:0 (0:0)

In einer spielerisch doch etwas enttäuschenden Partie besiegte der TSV Rottendorf die SG Hettstadt hochverdient mit 1:0 und stürzt die Gäste aus dem Würzburger Westen noch tiefer in den Abstiegsstrudel.

 

Auf dem für diese Jahreszeit noch immer hervorragend bespielbaren Geläuf startete die Lang-Elf sehr vielversprechend, als Martin Hesselbach nach drei Minuten eine scharfe Hereingabe des auf der rechten Seite durchgebrochenen Moritz Schubert aus kurzer Entfernung über die Linie drückte. Jedoch hatte der Linienrichter den Rottendorfer Mittelstürmer leicht im Abseits gesehen, eine umstrittenen Entscheidung. Das Match beruhigte sich aber sogleich und so war die Auftaktphase von langen Bällen der tiefstehenden Gäste auf ihren Top-Stürmer Cichon geprägt, während der TSV es mit sicherem Passspiel versuchte, aber häufig zu ungenau agierte. Zwar kamen die Gastgeber immer wieder in die Nähe des Hettstadter Strafraums, doch scheiterten die Versuche entweder am starken Gästekeeper (Moritz Schubert, 18., Jannik Fischer, 25.) oder gingen knapp am Kasten vorbei (Martin Hesselbach, 32., Thomas Melber, 37.). Kurz vor dem Pausenpfiff bot sich der Heimelf die wohl größte Chance des ersten Abschnitts, als Julian Wolff von der rechten Grundlinie einen strammen Flachpass vor das Gästetor spielte, Robin Busch und Moritz Schubert die Kugel aber um Haaresbreite verfehlten.

Der zweite Abschnitt begann jedoch mit einem Paukenschlag. Die Gäste schienen mit ihren Gedanken noch bei der Halbzeitansprache von Coach Martin Marschner gewesen zu sein, als Moritz Schubert mit dem ihm im Anstoßkreis zugespielten Ball den durchgestarteten Robin Busch auf die Reise schickte und dieser frei vor dem Tor auftauchte, wo er aus etwa zehn Metern das Spielgerät am Torhüter vorbeischob. Es waren gerade einmal sieben(!) Sekunden vergangen – wohl eines, wenn nicht das schnellste je nach einem Anstoß erzielte Tor in der langen TSV-Historie. Die Gäste schienen zu recht geschockt. Der TSV Rottendorf nutzte diesen Umstand aus und drängte vehement auf den zweiten Treffer, der der SG an diesem Tag wohl endgültig das Genick gebrochen hätte. In der 53. Minute scheiterte der von Julian Wolff steil geschickte Jannik Fischer aus 16 Metern am überragend reagierenden Torhüter und zehn Minuten später raufte sich Kapitän Wolff die Haare, als er aus noch besserer Position im Hettstadter Keeper seinen Meister fand. Von den Gästen war überhaupt nichts mehr zu sehen, denn sie sahen sich weiteren Rottendorfer Angriffen ausgesetzt. So köpfte Wolff eine Flanke von Julian Weber knapp über die Querlatte (77.), Daniel Ritter verfehlte den Kasten mit einem 18-Meter Schuss nur knapp (79.) und Jannik Fischers Kopfball über den bereits geschlagenen Torhüter wurde noch auf der Torlinie weggeköpft (82.). Doch was beim Auslassen solcher Chancen oft passiert ereignete sich beinahe auch in diesem Match. Ein langer Ball auf den linken Flügel wurde von der TSV-Abwehr falsch eingeschätzt und so tauchte plötzlich ein Gästestürmer vor Keeper Peter Trappschuh auf. Dieser verkürzte zwar geschickt den Winkel, konnte aber nicht verhindern, dass der Ball in die Mitte gepasst wurde, wo ein mitgelaufener SG-Angreifer das Leder aus zwei Metern am leeren Kasten vorbeischob (86.). Die letzte Großchance bot sich jedoch wieder der Heimmannschaft. Robin Busch war rechts in den Strafraum eingedrungen, doch versprang ihm aus bester Position der Ball und sein Schuss verfehlte das Gästetor klar.

Mit diesen drei Punkten hat der TSV nun bereits 29 Zähler eingefahren, eine beachtliche Bilanz, wenn man das große Verletzungspech der vergangenen Monate bedenkt. Leider muss man auch nach dieser Partie zwei Akteure für das letzte Match des Jahres beim Tabellenschlusslicht in Karlstadt aus dem Kader streichen, denn Innenverteidiger Paul Lücke (Knie) und Stürmer Daniel Ritter (Oberschenkel) verletzten sich in der zweiten Hälfte.

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