Die Bezirksligasaison 2018/19 befindet sich in der Winterpause und der TSV kann auf einen gelungenen ersten Rundenabschnitt zurückblicken. Das Team steht auf dem sechsten Tabellenplatz und hat mit 29 Zählern aus 17 Spielen exakt die gleiche Ausbeute eingefahren, wie zur Winterpause der vergangenen Saison. Auch der Abstand zu den Abstiegsrängen ist mit 11 Zählern ähnlich komfortabel wie vor einem Jahr (13 Zähler). Den Grundstein für das zufriedenstellende Zwischenergebnis legte ein beeindruckender Saisonstart - der beste seit sechs Jahren. Mit nur 21 Gegentreffern stellt die Mannschaft zudem aktuell die drittbeste Defensive der Liga und präsentiert sich damit ebenso abwehrstark wie in der vergangenen Spielzeit. In der Offensive hingegen agiert der TSV eher minimalistisch. Nur vier Teams erzielten bislang weniger Tore als die Rot-Schwarzen (25).

 

Zur neuen Runde übernahm Martin Lang das Traineramt von Manuel Gröschl und der neue Coach sowie sein Co-Trainer Julian Bohlender hätten sich wohl keinen besseren Start vorstellen können. Mit ausreichend Selbstvertrauen und dem nötigen Quäntchen Glück konnten aus den ersten sieben Spielen 17 von 21 möglichen Zählern eingefahren werden. Nach einem leistungsgerechten, torlosen Remis gegen die DJK Hain zum Auftakt, folgte ein knapper Sieg beim Aufsteiger Hettstadt (2:1) und ein ungefährdeter Kantersieg gegen das mittlerweile abgeschlagene Schlusslicht aus Karlstadt (4:0). In der Folge verstärkten sich allerdings Personalprobleme, die über mehrere Wochen ein ständiges Rotieren erforderlich machten. Neben einigen urlaubsbedingten Ausfällen, gab es auch regelmäßig Verletzte zu beklagen. So zum Beispiel Defensivspieler Thomas Melber, der mit einem Muskelbündelriss über zwei Monate pausieren musste. Zudem stand Christoph Friedrich wegen eines Auslandsaufenthaltes nahezu die komplette Vorrunde nicht zur Verfügung. Dennoch gelangen der immer wieder ersatzgeschwächten Truppe vier weitere ungeschlagene Auftritte in Folge. Auf ein gerechtes Unentschieden in Aschaffenburgs Stadtteil Leider (1:1) folgte ein hart erkämpfter Dreier gegen Marktbreit (1:0) und ein verdienter Sieg im Spitzenspiel, beim starken Aufsteiger Retzbach (2:1). Somit grüßte der TSV am sechsten Spieltag als letzter verbleibender Verein ohne Niederlage von Tabellenplatz Zwei. Mit etwas Glück und einem überragenden Torwart Peter Trappschuh konnte eine Woche später auch beim BSC Aschaffenburg-Schweinheim mit 3:0 gewonnen werden. Nach saisonübergreifend zwölf ungeschlagenen Auftritten endete die Erfolgsserie schließlich am achten Spieltag mit einer verdienten Niederlage gegen Frammersbach (1:3) und diese läutete gleichzeitig eine Durststrecke von sechs sieglosen Begegnungen ein, in der weitere Ausfälle eine entscheidende Rolle spielen sollten. Beim schwer errungenen Remis in Heimbuchenthal (2:2) erlitt Nico Schubert einen Schlüsselbeinbruch, was das vorzeitige Ende des Fußballjahres für den wichtigen Mittelfeldmotor bedeutete. Auch Kapitän Julian Wolff musste nach dieser Partie auf Grund einer Kopfplatzwunde kurzzeitig pausieren und zudem machte in dieser Phase der mehrwöchige Ausfall des Abwehrstrategen Julian Weber (Knieverletzung) die Sorgen von Trainer Martin Lang nicht kleiner. Umso wichtiger war unter anderem die regelmäßige Unterstützung von Defensivleader Paul Lücke, der seit dieser Spielzeit etwas kürzer treten wollte. Im Heimspiel gegen Keilberg (1:1) mussten erneut gleich drei angeschlagene Akteure das Feld vorzeitig verlassen und in der Folgewoche aussetzen. Das Verletzungspech war sicherlich auch ausschlaggebend für die bis dato höchste Saisonniederlage nach einem völlig verkorksten Auftritt in Neuhütten am elften Spieltag (0:4). Trotz ansprechender Leistung verschenkte der TSV eine Woche später unnötig Punkte gegen Hösbach (0:0) und die mangelnde Chancenverwertung sorgte auch in Üttingen für eine vermeidbare Niederlage (0:3). Ausgerechnet gegen den Tabellenführer und Meisterschaftsfavoriten Vatan Spor Aschaffenburg gelang schließlich die ersehnte Wende. Wie schon beim ersten Auftritt des SV am Grasholz, ein halbes Jahr zuvor, sorgte eine beeindruckende Mannschaftsleistung bei Dauerregen für die Überraschung (3:1). Mit frischem Selbstvertrauen und Dank eines Sahnetages des Doppeltorschützen Jannik Fischer, vergoldete das Team den Dreier mit einem Auswärtssieg beim Aufsteiger Sailauf (3:1) und beendete die Hinrunde wie im Vorjahr mit 26 Zählern. In den zwei Begegnungen der Rückrunde kassierte die Mannschaft eine unnötige Niederlage auf dem Kunstrasenplatz des Tabellenzweiten DJK Hain (1:3), sorgte aber mit einem zähen 1:0-Erfolg im Heimspiel gegen Hettstadt für einen versöhnlichen Abschluss des erfolgreichen Fußballjahr 2018.

Auf Grund der personellen Probleme ist das bisherige Abschneiden noch höher einzuschätzen und mit einem weitestgehend verletzungsfreien Kader stehen die Chancen auf einen erfolgreichen Saisonabschluss sehr gut. Doch trotz der guten Ausgangsposition ist der TSV aus dem Vorjahr gewarnt und sich der trügerischen Sicherheit bewusst, denn eine lange Negativserie im Frühjahr sorgte vergangene Spielzeit für ein zwischenzeitliches Abrutschen in den nicht mehr für möglich gehaltenen Abstiegskampf.

Die Fußballer bedanken sich für die tolle Unterstützung in den vergangenen zwölf Monaten und wünschen allen Anhängern ein gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr!

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