FV Karlstadt - TSV Rottendorf 0:7 (0:4)

Im Nachholspiel der Bezirksliga West siegten die Bezirksliga-Kicker des TSV Rottendorf beim abgeschlagenen FV Karlstadt auch in dieser Höhe verdient mit 7:0. Auf extrem holprigem Geläuf ragte das Offensivtrio Jannik Fischer, Moritz und Nico Schubert heraus, die alle Treffer erzielten und auch noch fünf Tore vorbereiteten.

Von Anfang an ging der TSV diese Partie mit der nötigen Ernsthaftigkeit und Konzentration an und dominierte mit langen Ballstaffetten. Bereits in der 9. Minute schickte Moritz Schubert seinen Bruder Nico steil, dieser scheiterte jedoch am herausgelaufenen Karlstadter Keeper. Nur drei Minuten später tauschten die beiden Brüder die Rollen, diesmal aber verwandelte Moritz die Großchance und schob den Ball ins rechte Eck. Der TSV erspielte sich nun Möglichkeiten im 5-Minutentakt, die hoffnungslos unterlegenen Gastgeber schlugen die Bälle nur weit auf ihren einzigen Stürmer, der allerdings in den Luftduellen gegen den reaktivierten Paul Lücke stets zweiter Sieger blieb. In der 18. Minute versuchten es die Schubert-Brüder erneut. Moritz schickte mit einem eleganten Außenristpass von der Mittellinie Nico auf die Reise, der unaufgeregt den Ball aus zwölf Metern versenkte. Die nächsten 30 Minuten sollten jedoch Linksaußen Jannik Fischer gehören, der von seinem bemitleidenswerten Gegenspieler in keiner Phase kontrolliert werden konnte. In der 23. Minute scheiterte der Rottendorfer Dribbelkönig nach einer Flanke von Nico Schubert noch mit einem Kopfball aus fünf Metern, nur sechzig Sekunden später hingegen nahm er einen Traum-Diagonalpass von Julian Wolff mustergültig an, spielte den Torhüter elegant aus und schob das Leder in den leeren Kasten. Sechs Minuten danach leitete Martin Hesselbach den nächsten Treffer ein. Ein präziser Flachpass auf der rechten Außenbahn erreichte den aufgerückten Verteidiger Michael Dekant, der den Ball von der Torauslinie mustergültig auf Fischer zurücklegte, welcher keine Mühe hatte aus fünf Metern einzunetzen. Mit diesem beruhigenden und völlig verdienten Zwischenstand ging es in die Pause.

Nach Anpfiff demonstrierte die Lang-Elf, dass der Torhunger noch nicht gestillt war. Nur drei Minuten waren vergangen, als Nico Schubert wieder einmal im Zentrum auf das Gehäuse der Gastgeber stürmte und mit einem genauen Pass den mitgelaufenen Fischer freispielte. Dieser hatte keine Probleme die Kugel aus ca. acht Metern im kurzen Eck zu versenken. Erwähnenswert zu diesem Zeitpunkt war, dass der FV kurz danach zu seiner ersten und einzigen Chance kam, als ein langer Ball in die Mitte tatsächlich einmal bei seinem Adressaten ankam, dieser aber aus 18 Metern knapp verzog. Rottendorf nutzte die großen Lücken der Karlstadter Abwehr weiterhin aus und hatte in der 53. Minute eine weitere Riesen-Einschußmöglichkeit aus kurzer Entfernung, Fischer scheiterte jedoch am Torhüter. In der 61. Minute klingelte es aber wieder bei den Gastgebern. Ein Konter des TSV war im Strafraum bei Nico Schubert gelandet, der zwar zu Fall kam, aber im Liegen geistesgegenwärtig den Ball zu seinem Bruder Moritz weiterleitete, der aus zehn Metern traf. Auch die Schlussphase sah ein Match nur auf ein Tor, doch dem zuvor so erfolgreichen Trio Fischer/Schubert/Schubert wollte einfach der siebte Treffer nicht gelingen. Sie scheiterten entweder am Schlussmann des Noch-Bezirksligisten oder wurden ein Opfer des „Rasens“, der diese Bezeichnung allerdings nur aufgrund der grünen Farbe der viel zu langen Grashalme verdiente. Als die einbrechende Dunkelheit und das nasskalte, stürmische Wetter den Akteuren schon langsam den Spaß am Kicken verdarb, schlug der TSV noch einmal zu. Nico Schubert mit seiner vierten Torvorlage hatte zum wiederholten Male in der linken Strafraumhälfte Jannik Fischer in Szene gesetzt, welcher erneut frei vor dem Kasten auftauchte und das Spielgerät humorlos im linken unteren Eck zu seinem vierten Torerfolg versenkte.

Somit hat sich der TSV Rottendorf nun wieder etwas Luft nach unten verschafft, wobei jedoch noch einige Punkte eingefahren werden müssen, bevor der Klassenerhalt auch praktisch eingetütet ist. Hoffentlich hat dieser torreiche Auswärtssieg den Knoten im Angriffsspiel etwas gelöst, so dass man bei den kommenden schweren Aufgaben sich für seinen Aufwand belohnt und nicht nach dem Spiel den vielen vergebenen Chancen nachtrauern muss. Am Sonntag ist der TSV Heimbuchenthal zu Gast, bei dem man im Hinspiel nach großartiger Leistung bereits 2:0 geführt hatte, sich aber nach schweren Verletzungen von Kapitän Julian Wolff und Nico Schubert noch mit einem 2:2 Unentschieden hatte begnügen müssen.

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