SpVgg Hösbach-Bahnhof - TSV Rottendorf 3:0 (1:0)

Wie schon so oft in den vergangenen Jahren kehrten die Fußballer mit einer Niederlage im Gepäck vom Auswärtsspiel im Aschaffenburger Vorort Hösbach zurück. Und auch die Dramaturgie ähnelte vielen vorherigen Duellen.

Die Lang-Elf traf diesmal auf einen Kontrahenten, der nach einer längeren Durststrecke wieder auf seine Topspieler Schneider und Schöfer zurückgreifen konnte, die auch die entscheidende Rolle in diesem Match spielen sollten. Rottendorf fand zuerst ins Spiel und bestimmte in der Anfangsphase das Geschehen auf dem kleinen und vor allem relativ holprigen Geläuf in Hösbach, ohne dass es jedoch zu großen Torchancen kam. In der 18. Minute aber war Martin Hesselbach von seinem Cousin Julian Wolff mustergültig auf dem linken Flügel freigespielt worden und legte den Ball von der Torauslinie scharf auf den nachgerückten Moritz Schubert zurück, dessen Aufsetzer aus fünf Metern knapp über die Latte strich und nur zwei Minuten später verfehlte ein Distanzschuss seines Bruders Nico aus zwanzig Metern den Hösbacher Kasten. Der TSV war in dieser Phase eindeutig Herr des Geschehens. Nach einer Kopfballvorlage des aufgerückten Paul Lücke lief Hesselbach, von zwei Gegnern bedrängt, auf das Tor zu, geriet aber ins Straucheln und so ging sein Abschluss aus zehn Metern über das Gehäuse. Eine weitere Großchance bot sich nur 180 Sekunden später bei einem Konter über Nico Schubert, der aber nach rechts abgedrängt wurde und mit seinem Flachschuss an der tollen Fußabwehr des Hösbacher Keepers scheiterte. Und dann kam es wie so oft in dieser Saison – der Gegner ging mit der ersten Tormöglichkeit in Führung. Nach einer Rottendorfer Ecke, bei der auch Außenverteidiger Julian Weber mit aufgerückt war, fuhren die Gastgeber einen Konter just über dessen verwaiste Seite. Eine präzise Flanke landete bei Topscorer Niklas Schöfer, der die Kugel von der Strafraumkante unhaltbar für Torhüter Peter Trappschuh ins linke, untere Eck schlenzte. Mit diesem, für den TSV ernüchternden Ergebnis, ging es in die Pause.

Wer nun geglaubt hatte, dass Rottendorf mit aller Macht auf den Ausgleich drängen würde, sah sich getäuscht. Es wollte kaum noch etwas gelingen. Immer wieder versandeten Angriffe nach ungenauem Zuspiel in der gegnerischen Hälfte oder wurden lang geschlagene Bälle eine sichere Beute der großgewachsenen Hösbacher Abwehr. Die Kicker vom Untermain hatten keine Mühe, den TSV aus der Gefahrenzone zu halten. Zudem haderte die Lang-Elf zunehmend mit ihrem glücklosen Auftritt und so mancher zweifelhaften Schiedsrichterentscheidung. Bis auf einen Abschluss aus acht Metern von Kapitän Julian Wolff, der allerdings viel zu leicht geriet, wurde der Hösbacher Kasten kein einziges Mal mehr in Gefahr gebracht! Ganz im Gegenteil – die Gastgeber zeigten sich wieder einmal als Meister der Effizienz und schlugen noch zweimal eiskalt zu. In der 63. Minute wehrte die Rottendorfer Abwehr eine Flanke zu kurz und die Mitte ab, und wieder war es Schöfer, der mit einem Kracher unter die Latte aus sechzehn Metern einnetzte. Auch Patrick Schneider, seit Jahren einer der gefährlichsten Torjäger der Liga, schlug in der 84. Minute noch einmal zu und düpierte mit einem Drehschuss aus zehn Metern die Rottendorfer Defensive. Und wäre Trappschuh nicht auf der Höhe gewesen, hätte die Niederlage sogar noch höher ausfallen können.

Das einzig Positive an diesem Spieltag war, dass fast alle Teams hinter Rottendorf ebenfalls verloren und somit der Klassenerhalt ziemlich sicher ist. Zum vorletzten Heimspiel dieser Runde empfängt der TSV am Sonntag den TSV Uettingen, der eine bisher tadellose Rückrunde spielt.

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