SV Vatan Spor Aschaffenburg - TSV Rottendorf 5:3 (3:0)

Im letzten Auswärtsspiel der Saison zeigten die Bezirksliga-Fußballer des TSV Rottendorf noch einmal die ganze Palette ihres aktuellen Leistungsstands, d.h. teilweise schnelle und direkte Kombinationen, aber auch noch die für eine so junge Truppe typische Unerfahrenheit und mangelnde Cleverness. Beim Tabellenführer Vatanspor Aschaffenburg lieferte die Lang-Elf vor allem in der zweiten Halbzeit eine starke Partie ab und brachte die von Ex-Regionalligaspieler Sprung und dem ehemaligen türkischen U19-Nationalspieler Noyan angeführte Elf zeitweise in arge Bedrängnis.

 

Die Anfangsphase gehörte aber eindeutig den Gastgebern, die sich sicherlich für die 1:3 Niederlage in Rottendorf revanchieren und auch ihre Meisterschaftsträume nicht gefährden wollten. Und gleich die erste Chance wurde genutzt. Peter Sprung hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und seine präzise Flanke auf Unal Noyan musste dieser nur noch aus fünf Metern mit dem Kopf einnicken (3.). Vatanspor setzte weiter nach und kam in der Folgezeit noch zu weiteren guten Möglichkeiten. In der 16. Spielminute wehrte der an diesem Tag sehr starke Peter Trappschuh wiederum mit einer tollen Reaktion einen Kopfball von Noyan ab, lenkte fünf Minuten später einen Schuss aus 16 Metern gerade noch über die Latte und hatte Glück, dass Noyan aus 18 Metern nur knapp verzog. Michael Dekant, der eine tolle Saison spielt, hatte alle Hände voll zu tun, um seine linke Abwehrseite dicht zu bekommen. Unglücklicherweise war zu diesem Zeitpunkte Rottendorfs Zweikampfmaschine Jakob Siedler mit einer Knieverletzung ausgefallen, was natürlich nicht unbedingt zur Stabilität der Defensive beitrug. Trotzdem wachte der TSV nun offensiv auf. In der 27. Minute wurde Martin Hesselbach auf der rechten Seite ins Spiel gebracht. Nachdem er einen Verteidiger hatte austeigen lassen, legte er, leider zu ungenau und vielleicht ein bisschen zu uneigennützig, auf den eingewechselten Robin Busch zurück, der aber nicht mehr an den Ball kam. Und nur drei Minuten danach rettete Vatanspors Keeper mit einer starken Parade gegen Moritz Schuberts Direktabnahme aus zehn Metern. Doch statt des möglichen Ausgleichs schlug der Tabellenführer eiskalt zu. Wieder hatte sich Sprung auf dem Flügel durchgesetzt und auf Noyan geflankt. Dessen Kopfballabnahme lenkte Trappschuh zur Ecke, welche aber gegen die tief stehende Sonne in die Mitte abgewehrt wurde, von wo Sprung aus zehn Metern verwandelte (36.). Nur zwei Minuten später zeigte derselbe Spieler nochmals seine außergewöhnliche Klasse, als er nach einem Lupfer über die Abwehr Trappschuh ausspielte und ins leere Tor einschob.

Die zweite Hälfte begann etwas ruhiger und es gab nur wenige nennenswerte Chancen zu verzeichnen. Aber wie schon im ersten Abschnitt demonstrierten die Aschaffenburger ihr überragendes Umschaltspiel. In der 57. Minute konnte Trappschuh noch mit einer Fußabwehr gegen einen mit einem feinen Doppelpass freigespielten Stürmer klären, war aber nur 120 Sekunden später machtlos, als Sprung nach einem unnötigen Ballverlust des TSV in den Strafraum eindrang, die Kugel auf Noyan zurücklegte und dieser aus fünf Metern nur noch eindrücken musste. Das Match schien entschieden. Doch Rottendorf zeigte Moral. In der 63. Minute spielte Nico Schubert vom linken Flügel auf seinen Bruder Moritz quer, der gleich zwei Verteidiger aussteigen ließ und von der Strafraumgrenze mit einem trockenen Flachschuss ins linke Eck den ersten Treffer für den TSV erzielte. Nur sieben Minuten später eroberte derselbe Spieler einen Fehlpass der Türken an deren Strafraum und netzte überlegt zum 2:4 ein. Bei Vatanspor wurde man merklich unruhig. Und hätte Mo Schubert nach einer Traumflanke von Robin Busch seinen Kopfball nicht neben, sondern ins Tor gesetzt, wer weiß wie die Partie noch gelaufen wäre. In der 80. Minute jedoch machten die Gastgeber den Sack zu, als der nicht zu kontrollierende Sprung sich wieder auf der rechten Seite durchtankte und sein Querpass etwas glücklich bei einem Mitspieler landete, der aus drei Metern verwandelte. Der Höhepunkt dieser äußerst unterhaltsamen Partie gehörte jedoch dem TSV, als Nico Schubert nach einem Ballgewinn von Michael Dekant von diesem angespielt wurde und aus 25 Metern in zentraler Position die Kugel unhaltbar unter die Latte hämmerte. Dies nötigte sogar den türkischen Fans Applaus ab.

Trotz dieser Niederlage kann der TSV erhobenen Hauptes in das letzte Match der Runde gehen, wenn er am kommenden Samstag um 14.00 Uhr die Spfr. Sailauf am Grasholz empfängt.

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