In einem vor allem von der Lang-Elf hochklassigen geführten Bezirksligaspiel besiegte der TSV Rottendorf den hochgehandelten Vorjahresvizemeister DJK Hain völlig verdient mit 3:2, wobei das knappe Ergebnis nicht das Kräfteverhältnis der Partie wiederspiegelt.

Coach Martin Lang mußte wieder einmal umbauen, da mit Fischer, Busch und Dekant gleich drei Stammspieler und mit Frey und Ritter wichtige Ergänzungsspieler fehlten. Allerdings konnte er wieder auf Abwehrchef Lücke und Antreiber Wolff setzen. Nachwuchsspieler Tim Schuhmann kam so zu seinem zweiten Startelfeinsatz und machte seine Sache wieder sehr gut.

Die erste Halbzeit gehörte fast komplett dem TSV, der die spielstarken Gäste früh anpresste und somit einen geordneten Spielaufbau verhinderte. Die daraus resultierenden langen Bälle wurden dann meist eine sichere Beute von Kopfballmonster Paul Lücke, dem allerdings in den rassigen Luftduellen gegen den bulligen Gästestürmer Badowski alles abverlangt wurde. Rottendorf hingegen brachte das Spielgerät durch sichere Passstafetten gegen die tief stehenden Gäste immer wieder in die Gefahrenzone. So kam Moritz Schubert in den ersten zehn Minuten zu gleich drei vielversprechenden Abschlüssen, von denen der letzte zum verdienten 1:0 führte. Sein Bruder Nico hatte tief in der Hainer Hälfte den Ball erobert und ihn mustergültig quer gelegt. Moritz blieb diesmal eiskalt und schob die Kugel aus zehn Metern flach ins linke Eck. Bei weiteren Versuchen scheiterte man aber jeweils an der vielbeinigen Abwehr oder am Gästekeeper, welcher auch einen 30 Meter Freistoß von Kapitän Nico Schubert aus dem Winkel fischte. In der 39. Minute hätte dann aber das 2:0 fallen müssen, doch der diesmal im Mittelfeld eingesetzte Julian Weber köpfte einen von Moritz Schubert von der linken Torauslinie geschlagenen Flankenball knapp über den Kasten. So konnte man zur Halbzeit zwar mit dem Rottendorfer Spiel hochzufrieden sein, die Trefferausbeute jedoch war definitiv ausbaufähig.

Dies wollte der TSV, bei dem diesmal alle eingesetzten Spieler gebürtige Rottendorfer waren (sicherlich ein Novum in der Bezirksliga), im zweiten Spielabschnitt besser machen. Und schon nach 180 Sekunden zappelte der Ball im Netz der Gäste. Julian Wolff hatte nach einem Tempodribbling durch das Zentrum den Ball mustergültig auf den links durchgestarteten Nico Schubert gelegt, der aus 14 Metern halblinker Position den Ball überlegt ins lange Eck schob. Erst jetzt wachte die DJK auch offensiv auf und kam zu ersten Möglichkeiten, die den Namen Chance verdienten. Rottendorf blieb trotzdem die bessere Mannschaft und hatte nach etwas mehr als einer Stunde durch zwei Distanzschüsse von Julian Wolff und Julian Weber (nach Traumpass Hesselbach) die große Chance den Sack zuzumachen, verfehlte das Tor aber jeweils knapp. Als beim TSV nach über 80 Minuten intensivster Laufarbeit die Kräfte etwas nachließen schlugen die Gäste eiskalt zu. Ein wieder einmal lang geschlagener Ball erreichte einen durchgestarteten Flügelspieler aus Hain, der die Kugel auf den nachgerückten Badowski legte, welcher das Spielgerät aus wenigen Metern energisch über die Linie beförderte. Und kaum hatten sich die Gastgeber geschüttelt fiel sogar der Ausgleich. Natürlich war es erneut ein langer Ball, der am TSV-Sechzehner mit dem Kopf zurückgelegt wurde und von Carsten Albrecht aus 18 Metern humorlos und unhaltbar für Torhüter Peter Trappschuh flach neben den Pfosten gedonnert wurde. Das Match war auf den Kopf gestellt. Doch die Gäste wollten gegen einen nun sichtlich beeindruckten Gegner gleich alle Punkte mitnehmen und wurden dafür bestraft. Bei einem der nun weniger gewordenen Angriffe gelang Moritz Schubert ein toller Pass durch die Schnittstelle der Hainer Abwehr auf seinen Bruder Nico, der aus zwölf Metern den Ball sicher versenkte und mit seinem zweiten Treffer zum Man of the Match wurde. Die DJK warf nun alles nach vorne und hätte tatsächlich in der 93. Minute fast noch das Remis erzielt, doch Tim Schuhmann hechtete sich in einen aus kurzer Entfernung abgegebenen Kracher und sicherte somit den hochverdienten Erfolg.

Zum ersten Male gelangen damit dem TSV drei Siege in den ersten drei Partien der Bezirksliga West. Das schaffte das Team zuletzt vor sechs Jahren - damals noch in der Bezirksliga Ost. Man fährt nun sicherlich mit viel Selbstvertrauen zur schweren Auswärtspartie nach Heimbuchenthal, wo den TSV ein weiterer Meisterschaftsfavorit erwartet.

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