TSV Heimbuchenthal - TSV Rottendorf 1:3 (0:1)

Auch am vierten Spieltag der Saison konnte der TSV die volle Punktzahl einfahren und klettert damit auf Tabellenplatz Zwei. Ohne Punktverlust ist neben den Rottendorfern lediglich der TuS Leider, der auf Grund des besseren Torverhältnisses an der Tabellenspitze steht.

Ein Selbstläufer war die Partie bei den ambitionierten Heimbuchenthalern jedoch keineswegs. Von Beginn an entwickelte sich eine Begegnung auf Augenhöhe, in der die Gastgeber über weite Strecken mehr Spielanteile zu verzeichnen hatten. In den kampfbetonten 90 Minuten zeigte sich der TSV allerdings vor dem Tor kaltschnäuziger. Bei den Gästen, die an diesem Tag von Co-Trainer Julian Bohlender gecoacht wurden, waren die eine Woche zuvor noch verhinderten Akteure Robin Busch, Jannik Fischer und Michael Dekant wieder an Bord. Von Beginn an waren beide Mannschaften bemüht das Aufbauspiel des Gegners frühzeitig zu stören und gingen robust in die Zweikämpfe. Wenige Torchancen und viele Unterbrechungen durch Freistöße waren die Folge. Mit zunehmender Spieldauer erarbeitete sich Heimbuchenthal ein leichtes Übergewicht und hatte die erste nennenswerte Gelegenheit des Spiels nach knapp 20 Minuten. Keeper Peter Trappschuh war beim Kopfball aus kurzer Distanz jedoch zur Stelle und lenkte das Spielgerät über die Querlatte. Auf der Gegenseite vergab Robin Busch kurz darauf die erste Chance für den TSV, als er rechts in den Strafraum einzog und mit seinem Flachschuss knapp den linken Pfosten verfehlte. Die Hausherren kamen besonders durch zahlreiche Standardsituationen immer wieder gefährlich vor das Tor, scheiterten jedoch an der kopfballstarken Defensive des TSV oder an Peter Trappschuh, der einen Freistoß aus 20 Metern gekonnt aus dem Mauereck fischte (23. Min). Kurz vor Ende des ersten Durchgangs nutzte dann Moritz Schubert eine der wenigen Rottendorfer Möglichkeiten eiskalt aus und erzielte die 0:1 Pausenführung. Julian Wolff spielte nach Doppelpass mit Martin Hesselbach einen präzisen Steilpass aus dem Mittelfeld zu Robin Busch, der sich auf der rechten Seite durchsetzte, bis zur Grundlinie zog und die Kugel mit einer halbhohen Hereingabe an den Fünfmeterraum beförderte. Dort rutschte das Spielgerät zu Moritz Schubert durch, der wenig Mühe hatte aus kurzer Distanz einzuschießen (38. Min).

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Heimbuchenthal beim einsetzenden Regen den Druck und kam in der Anfangsviertelstunde der zweiten Halbzeit zu einigen aussichtsreichen Chancen, die jedoch allesamt ungenutzt blieben. So rauschte in der 51. Minute der Abschluss eines völlig freistehenden Angreifers aus kurzer Distanz rechts am Gehäuse vorbei und wenig später vertändelte ein ebenso alleingelassener Mitspieler das Leder am Fünfmeterraum, so dass Abwehrchef Paul Lücke in letzter Sekunde klären konnte. Mitten in der Drangphase der Gastgeber setzte der TSV seinen nächsten Nadelstich und erzielte die Vorentscheidung. Julian Weber zog auf der rechten Seite in die gegnerische Hälfte und verlagerte das Spiel mit einem schönen Querpass auf den linken Flügel. Dort kam Jannik Fischer an den Ball, ließ seinen Gegenspieler stehen und zog dynamisch in Richtung Grundlinie. Seinen mustergültigen Querpass schob Spielführer Nico Schubert aus wenigen Metern per Grätsche zum 0:2 in die Maschen (64. Min). Heimbuchenthal zeigte sich von dem erneuten Gegentreffer nur kurz geschockt und machte das Match mit dem Anschlusstreffer in der 72. Minute wieder spannend. Nach Steilpass an der Außenlinie und flacher Hereingabe von rechts landete die Kugel am Fünfmeterraum bei Moritz Kunkel, der im zweiten Versuch zum verdienten 1:2 einschoss. Die Hausherren witterten nun ihre Chance auf den Punktgewinn und bemühten sich um den Ausgleich. In der Schlussphase präsentierten sich die Rottendorfer allerdings sehr diszipliniert und konnten den Gegner erfolgreich vom eigenen Kasten fernhalten. Auf der anderen Seite hätte ein weiterer Abschluss von Nico Schubert in der 82. Minute bereits für die endgültige Entscheidung sorgen können, doch der Schuss von links im Strafraum klatschte an die Querlatte. So war es schließlich Bruder Moritz, der mit seinem zweiten Treffer den Deckel in der Nachspielzeit drauf machte. Der Mittelfeldmotor schnappte sich einen missglückten Rückpass des Gegners und gewann den Pressschlag gegen Heimbuchenthals herauslaufenden Schlussmann, so dass er anschließend von der Strafraumgrenze aus nur noch ins leere Tor zum 1:3 einschieben musste.

Damit konnte der TSV auch das vierte Saisonspiel für sich entscheiden und lässt mit dem besten Saisonstart seit über zehn Jahren aufhorchen. Nächster Gegner ist der Aufsteiger 1. FC Südring-Aschaffenburg, der nach drei herben Auftaktpleiten den ersten Saisonsieg feierte (3:2 gegen Retzbach).

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