SpVgg Hösbach-Bahnhof - TSV Rottendorf 3:5 (1:1)

Nach einer vor allem in der zweiten Halbzeit turbulenten Partie entführten die Bezirksliga-Fußballer des TSV Rottendorf drei Punkte vom Untermain und übernehmen somit wieder die Tabellenführung.

 

Die Anfangsphase war von großem, beiderseitigem Respekt gekennzeichnet, da in den letzten Jahren die meisten Begegnungen meist ausgeglichen und umkämpft waren. So war die Anfangsviertelstunde schwere Kost für die Zuschauer, da der Ball zum Großteil nur in der eigenen Hälfte hin und her gepasst wurde. Der erste Rottendorfer Angriff aber veränderte das Match mit einem Schlag. Robin Busch hatte auf der linken Seite Jannik Fischer steil geschickt, welcher das Spielgerät hart und flach vor das Hösbacher Gehäuse schlug. Dort schoss ein Verteidiger seinen eigenen Mitspieler beim Klärungsversuch so unglücklich an, dass die Kugel ins eigene Tor abgefälscht wurde (16.). Die Gastgeber blieben jedoch besonnen und öffneten die Abwehr nicht. Erst in der 26. Minute wurde es vor Peter Trappschuhs Kasten das erste Mal gefährlich, der Abschluss aus zwölf Metern halbrechts geriet jedoch etwas zu hoch. Die Lang-Elf hingegen wurde nun deutlich zielstrebiger und hatte durch Robin Buschs Distanzschuss und Moritz Schubert nach einer flachen Ecke zwei durchaus gefährliche Abschlüsse. In der 32. Minute aber gelang den Gastgebern der zu diesem Zeitpunkt überraschende Ausgleich. Nach einem TSV-Ballverlust im Mittelfeld schalteten die Hösbacher sofort um und kombinierten sich mit zwei blitzsauberen Pässen in den Rottendorfer Strafraum, wo Matthias Helfrich den Ball unter dem heraus geeilten Trappschuh hindurch schob. Vor der Pause dann wurde es nur noch einmal gefährlich, doch Lars Weyers sehenswerter Dropkick aus 25 Metern zischte nur um Zentimeter über den rechten Torwinkel.

Was sich dann aber im zweiten Spielabschnitt abspielte war nach der doch etwas ereignisarmen ersten Hälfte kaum vorstellbar. Kaum waren fünf Minuten vergangen lag der TSV schon wieder in Front. Moritz Schubert verlängerte einen langen Ball in den Lauf des durchgestarteten Robin Busch, der das Leder quer zu Nico Schubert legte. Dieser ließ einen Verteidiger stehen und beförderte die Kugel aus zehn Metern flach ins Hösbacher Tor. Nur sechzig Sekunden später schlug Rottendorf wieder zu. Nico Schubert war an der rechten Außenbahn nach einem nicht geahndeten Foul liegen geblieben und einige seiner Mitspieler forderten Julian Weber auf, den Ball ins Aus zu spielen. Dieser hatte aber sehr clever erkannt, dass Moritz Schubert in der Mitte frei war und schlug eine weite Flanke vor das Tor, die Rottendorfs Topscorer artistisch mit der Fußspitze annahm und aus kurzer Entfernung einschob. Die Einheimischen protestierten heftig und warfen den Rottendorfer Unfairness vor. Diese Hektik übertrug sich sofort auf das Match, das Hösbach nun zunehmend an sich riss. Der TSV konnte sich kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien und hatte in der 55. Minute Glück, dass ein Abschluss aus zwölf Metern halblinks nur an den rechten Innenpfosten klatschte. In der 61. Minute jedoch gelang den Gastgebern der zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Anschlusstreffer. Ein Freistoß von der rechten Seite wurde mit viel Effet auf den langen Pfosten geschlagen, wo Manuel Fuchsbauer die Kugel aus kurzer Entfernung über die Linie drückte. Dies beflügelte die SpVgg nun noch mehr und so war der TSV nur kurze Zeit später mit Fortuna im Bunde, als der eingewechselte Sebastian Mainka einen Kopfball gerade noch von der Linie klären konnte. Die folgende Viertelstunde war von vielen Fouls auf beiden Seiten geprägt, Großchancen waren aber nicht zu notieren. Erst in der 81. Minute gab es die nächste Möglichkeit, Moritz Schubert scheiterte jedoch mit einem Flachschuss am Hösbacher Keeper. Nur zwei Minuten später aber klingelte es erneut im Hösbacher Kasten. Jannik Fischer hatte auf der linken Seite Moritz Schubert im Sechzehner angespielt, wo dieser mit einem Beinschuss seinen Gegenspieler verlud und dabei nach leichtem Kontakt zu Fall kam. Der Schiedsrichter entschied nach kurzem Zögern auf Strafstoß, den Jannik Fischer souverän verwandelte. Die Gastgeber fühlten sich abermals betrogen und warfen alles nach vorne. Und tatsächlich gelang in der 88. Minute der erneute Anschluss, als wieder eine weite Flanke auf den langen Pfosten von Helfrich mit dem Oberkörper über die Linie befördert wurde. Das Match war noch nicht entschieden, vor allem als der Schiedsrichter tatsächlich fünf Minuten Nachspielzeit anzeigte. Sogar Hösbachs Torhüter eilte in dieser Phase mit nach vorne, was sich aber bitter rächen sollte, denn aus einer unübersichtlichen Situation im Mittelfeld erkannte Nico Schubert seinen rechts durchgestarteten Bruder Moritz und spitzelte ihm das Leder in den Lauf. Kurz nach der Mittellinie zog dieser unter starker Bedrängnis ab und hob den Ball über den sich verzweifelt streckenden Torhüter. Nur kurze Zeit später pfiff der Referee eine dramatische Partie ab.

Am nächsten Sonntag reist der TSV zum Rückrundenauftakt erneut in den Spessart, diesmal zu den Sportfreunden aus Sailauf, einem weiteren schweren Gegner.

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