DJK Hain - TSV Rottendorf 5:4 (3:1)

Zumindest was die Tore betrifft erlebten die zahlreich mitgereisten Rottendorfer Fans ein Spitzenspiel der Bezirksliga West, auch wenn der TSV am Ende mit leeren Händen die Heimreise antrat.

 

Trainer Lang musste wieder einmal die Innenverteidigung umstellen, da Lars Weyer berufsbedingt ausfiel und Simon Wengeler mit der Unimannschaft Würzburg an der Weltmeisterschaft in China teilnimmt. Somit rückte Paul Lücke wieder auf seine angestammte Position. Die Gastgeber begannen recht defensiv und überließen Rottendorfer die Initiative. So dauerte es fünf Minuten bis zur ersten torgefährlichen Situation, Moritz Schubert verpasste jedoch eine scharfe Hereingabe von Sebastian Mainka nur knapp. Doch kurze Zeit später wurde der Matchplan der Spessart-Kicker deutlich. Auf Fehler der Gäste warten und dann kontern, und diese Strategie sollte sich als richtig erweisen. Konnte Peter Trappschuh in der 9. Minute noch in letzter Sekunde einen Schuss aus acht Metern abwehren, so war er sechs Minuten später machtlos. Wieder war ein langer Ball über die Rottendorfer Abwehr gesegelt und Trappschuh konnte die Kugel noch im letzten Moment vor dem Strafraum wegköpfen. Leider landete das Leder genau beim Hainer Spielertrainer Markus Horr, der aus ca. 40 Metern den zurück eilenden Keeper überlupfte. Und die Gastgeber blieben brandgefährlich. Jeder Rottendorfer Ballverlust wurde zu einem Konter genutzt. In der 26. Minute schaltete die DJK wieder einmal blitzschnell um und schickte auf der rechten Seite Matthias Fries auf die Reise, der gegen die unsortierte Rottendorfer Abwehr keine Mühe hatte den Ball in die Mitte zu passen, wo Onur Yazbahar das Leder unter Trappschuh hindurch schob. Und hätte der Rottendorfer Keeper nicht kurz zuvor nach einem Freistoß einen Kopfball aus kurzer Entfernung super pariert, so wäre es schon 0:3 gestanden. Dieser Spielstand leuchtete aber bereits in der 31. Minute auf der Anzeigetafel. Paul Lücke hatte einen langen Ball unterschätzt und Michael Dekant diesen nicht energisch genug geklärt. Carsten Albrecht nahm das Geschenk an und schob den Ball unbedrängt über die Linie. Doch der TSV zeigte an diesem Tag eine beeindruckende Moral. Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff schloss Nico Schubert nach feinem Zuspiel seines Bruders Moritz einen Angriff mit einem strammen Schuss aus zwölf Metern ins rechte Eck ab und ließ die Rottendorfer noch hoffen. Und hätte der an diesem Tag super aufgelegte Hainer Keeper nicht zweimal gegen Robin Busch (Kopfball) und Sebastian Mainka aus kurzer Distanz glänzend reagiert, der TSV wäre möglicherweise noch näher heran gekommen.

Rottendorf kam schwungvoll aus der Pause und verzeichnete durch Nico Schubert die erste Möglichkeit. Dessen Schuss im Strafraum wurde jedoch im letzten Moment geblockt. Und eine Viertelstunde danach klatschte ein 25-Meter Kracher von Mainka gegen die Querlatte. Der Anschlusstreffer lag in der Luft. Wieder war es ein Ballverlust im Mittelfeld, der aber Hain den Weg zum Tor eröffnete. Eine Flanke von links fand in der Mitte den völlig frei stehenden Matthias Fries, der aus kurzer Entfernung einnickte. Und in der 84. Minute fiel dann die zu diesem Zeitpunkt angenommene Vorentscheidung. Trappschuh hatte einen Konter hervorragend zur Ecke gelenkt, diese aber landete bei dem am langen Pfosten allein gelassenen Yannik Diels, der zum 1:5 einköpfte (84.). Was darauf jedoch folgte, war ein selten erlebter Rottendorfer Sturmlauf. In der 87. Minute schlenzte Jannik Fischer einen zu kurz abgewehrten Ball vom linken Strafraumeck gekonnt ins lange Eck und nur sechzig Sekunden später war es der zur Halbzeit eingewechselte und äußerst agile Martin Hesselbach, der eine Flanke seines Cousins Julian Wolff mit einer dynamischen Grätsche Richtung Tor beförderte, wo der Torhüter mit einer tollen Reaktion zwar noch abwehren konnte, beim Nachschuss aber chancenlos war. Und in der letzten Minute der sehr knapp bemessenen Nachspielzeit schloss wieder Hesselbach eine sehenswerte Kombination über Moritz Schubert und Robin Busch aus kurzer Distanz ab. Leider beendete der Schiedsrichter mit dieser Aktion diese turbulente Partie und so ärgerten sich die TSV–Spieler sicherlich über die zum Großteil selbst verschuldete Niederlage, konnten aber stolz auf ihre tolle Moral sein. Zumindest den direkten Vergleich zwischen beiden Teams entschieden die Rottendorfer somit für sich. 

Am kommenden Sonntag empfängt der TSV zum letzten Spiel des Kalenderjahres den Tabellenvierten aus Heimbuchenthal.

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