TSV Unterpleichfeld - TSV Rottendorf 1:2 (1:0)

Mit einer kämpferisch herausragenden Leistung entführte der TSV Rottendorf drei Punkte aus dem Derby beim TSV Unterpleichfeld und errang damit seinen ersten Auswärtssieg in der noch jungen Landesligasaison.

Trainer Martin Lang konnte bei hochsommerlichen Temperaturen fast auf den kompletten Kader zurückgreifen und musste nur auf Angreifer Jannik Fischer verzichten, für den aber wieder Robin Busch in die Bresche sprang. Die Anfangsphase war von gegenseitigem Abtasten geprägt, der Respekt vor dem Gegner war deutlich spürbar. Zu diesem frühen Zeitpunkt (11.)fiel deshalb die Führung der Gastgeber doch etwas überraschend. Nach einer Ecke auf den langen Pfosten schraubte sich der sehr souverän agierende Nino Wagner am höchsten und köpfte den Ball in den Fünfmeterraum, wo Hannes Wagner goldrichtig stand und den Ball, der noch unglücklich von Levi Wendel abgefälscht wurde, über die Linie bugsierte. Unterpleichfeld kontrollierte in der ersten Halbzeit weitgehend das Spiel und ließ die bisher so erfolgreiche Offensive des TSV Rottendorf kaum zur Entfaltung kommen. Bis auf einen Kopfball von Mittelfeldmotor Julian Wolff, nach schöner Flanke des wieder überzeugenden Außenverteidigers Sebastian Mainka, waren keinen nennenswerten Großchancen zu verzeichnen. Die Gastgeber hingegen kamen immer wieder über den äußerst agilen Silas Krebelder auf der linken Seite in die Rottendorfer Gefahrenzone. So war die 1:0 Führung des TSV Unterpleichfeld zur Halbzeit durchaus verdient, auch weil der TSV im ersten Spielabschnitt nicht an die guten Leistungen in den ersten drei Matches anknüpfen konnte.
In der zweiten Halbzeit bot sich jedoch den vielen mitgereisten Rottendorfer Fans ein völlig anderes Bild. Coach Lang hatte Thomas Melber aus dem Spiel genommen und mit Neuzugang Mathis Böhler einen weiteren Stürmer gebracht. Dies zahlte sich spürbar aus, denn nun übernahmen die Gäste die Spielkontrolle und erspielten sich die ersten Großchancen. In der 48. Minute schickte Wolff mit einem tollen Steilpass aus der eigenen Hälfte Böhler auf die Reise, der aber mit seinem Flachschuss an der exzellenten Fußabwehr von Torhüter Philipp Schmidt scheiterte. Nur drei Minuten später jedoch führte eine gelungen Kombination der Schubert-Brüder zum verdienten Ausgleich. Moritz Schubert spielte nach einem Doppelpass mit seinem Bruder Julian Weber auf der rechten Seite frei, der seinen Gegenspieler abschüttelte und die Kugel aus circa 12 Metern halbrechts trocken im linken Eck versenkte. Rottendorf war nun Chef im Ring und kam zu weiteren Möglichkeiten, u.a. einem Kopfball von Wolff nach schöner Böhler-Flanke (56.), den Keeper Schmidt reaktionsschnell über die Latte lenkte. Leider musste Wolff nach seiner zweiten gelben Karte in der 61. Minute vom Platz und das Spiel drehte sich wieder. Der TSV sah sich nun zunehmend in die eigene Hälfte gedrängt und die Gastgeber erspielten sich gute Abschlussmöglichkeiten, inklusive eines wegen Abseits aberkannten Treffers nur kurz nach dem Rottendorfer Ausgleich. Mitten hinein in diese Drangphase schlug aber der TSV eiskalt zu. Moritz Schubert führte einen Freistoß im Mittelfeld gedankenschnell aus und schickte seinen Bruder Nico auf der rechten Seite steil. Dieser verwandelte wie zuvor Weber mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck zur vielumjubelten Rottendorfer Führung (70.). Dies war die bereits sechste Torvorlage von Moritz Schubert, eine beachtliche Quote nach nur vier Spielen. Die Schlussphase war von einem leidenschaftlichen Abwehrkampf um die sehr überzeugenden Innenverteidiger Fritzler und Lücke geprägt. Unterpleichfeld machte vor allem über die linke Seite, auf der Krebelder nun noch von Wagner unterstützt wurde, mächtig Druck, doch bis auf einen Volleyschuss in der dritten Minute der Nachspielzeit, den der fehlerfreie Torhüter Peter Trappschuh mit einer fantastischen Fußabwehr entschärfte, blieben die Unterpleichfelder Angriffsbemühungen weitestgehend harmlos.
Mit diesem toll erkämpften Auswärtssieg im Rücken fährt der TSV am kommenden Samstag zum Aufstiegsaspiranten nach Haibach, der nur einen Zähler weniger als der überraschende Tabellenzweite aus Rottendorf aufzuweisen hat.

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