SV Alemannia Haibach - TSV Rottendorf 5:0 (1:0)

Einen rabenschwarzen Tag erlebte die "Erste" beim Auswärtsspiel in Haibach und kassierte eine auch in der Höhe verdiente Niederlage.

Von Beginn an übernahmen die Hausherren die Kontrolle über das Spielgeschehen und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Zwar kam der SV in der Anfangsphase noch zu keinen nennenswerten Torchancen, hatte aber vom Anpfiff weg ein klares Übergewicht an Ballbesitz und ließ den TSV kaum zur Entfaltung kommen. Die Rottendorfer hingegen, bei denen Offensivmotor Moritz Schubert fehlte, leisteten sich zahlreiche Fehler im Aufbauspiel und blieben im Angriff ungewohnt harmlos. Dennoch waren es die Gäste, die in der 23. Minute die erste Möglichkeit der Partie verbuchten. Nach Flanke von rechts durch Levi Wendel, rauschte eine Direktabnahme von Nico Schubert knapp am linken Pfosten vorbei. Die Führung aber erzielte verdientermaßen die Alemannia wenige Minuten später. Nach Steilpass auf der rechten Seite schlug Luca Gelzleichter die Kugel von der Strafraumgrenze aus scharf in Richtung Tor. Der Flugball, der offensichtlich als Vorlage geplant war, landete unhaltbar im linken Winkel und ließ Peter Trappschuh keine Abwehrchance (29. Min). In der Folge wurde der TSV ein bisschen aktiver, konnte aber bis auf einen verunglückten Abschluss von Robin Busch keine Gefahr ausstrahlen. Der SV hingegen dominierte weiter und erarbeitete sich zahlreiche Angriffe und Eckstöße, die zunächst aber noch allesamt abgewehrt werden konnten. Somit ging es mit dem knappen Rückstand in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel brachte Trainer Manuel Gröschl, der den verhinderten Martin Lang als Chefcoach vertrat, mit Jannik Fischer einen weiteren Offensivspieler. Die erhoffte Belebung des Rottendorfer Angriffes blieb allerdings aus, denn Haibach legte nach der Pause eine Schippe drauf und drängte auf eine frühzeitige Entscheidung. Kurz nach Wiederanpfiff kam der SV, nach Ballverlust des TSV nahe des eigenen Sechzehners, ungehindert von rechts außen zum Flanken. Den darauffolgenden Kopfball am Fünfmeterraum lenkte Keeper Peter Trappschuh sehenswert an den Pfosten und auch den Nachschuss verhinderte der Schlussmann mit Bravour. Den Gästen bot sich kurz darauf eine aussichtsreiche Gelegenheit, durch einen indirekten Freistoß im gegnerischen Strafraum. Dieser wurde dem TSV nach einem vermeintlichen Rückpass zugesprochen. Der Versuch landete jedoch in der Mauer und es sollte die letzte nennenswerte Möglichkeit der Rottendorfer sein. Im Anschluss entwickelte sich Einbahnstraßenfußball der Alemannia, die mit einem schnellen Doppelschlag in der 55. und 57. Minute die Weichen endgültig auf Sieg stellte. Einen Einwurf nahe der Mittellinie verlängerte der SV in die Spitze, so dass Max Grünewald frei auf das Tor ziehen konnte und mit einem Flachschuss zum 2:0 traf. Wenige Minuten später setzte sich Christian Breunig am langen Pfosten durch und vollendete eine Flanke per Kopf zum 3:0. Die beiden Treffer beflügelten die Gastgeber spürbar, wohingegen die Rottendorfer Köpfe zunehmend nach unten gingen. So fiel es den erfahrenen und spielstarken Haibachern nicht schwer, weitere Angriffe zu rollen und das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Während Peter Trappschuh in der 67. Minute einen Abschluss von der Strafraumgrenze gekonnt parierte, war der Torwart wenig später erneut machtlos. Wieder kam Haibach von rechts unbedrängt zum Flanken und diesmal war es Marco Trapp, der freistehend zum 4:0 einköpfte (76. Min). Auch in der Schlussphase begnügte sich die Alemannia nicht mit dem Spielstand und erhöhte schließlich ein weiteres Mal. Nachdem ein Distanzschuss zuvor noch knapp links vorbei flog, zappelte das Leder in der 85. Minute ein letztes Mal im Netz. Einmal mehr war es ein Ballverlust des TSV, der den Angriff einleitete und für eine flache Hereingabe von rechts außen sorgte. Den darauffolgenden Abschluss konnte Peter Trappschuh zwar noch abwehren, doch Nikolaos Koukalias erwischte den Abpraller und traf aus wenigen Metern zum 5:0 Endstand.

Nach zuvor vier ungeschlagenen Partien ging der TSV somit erstmals in der neuen Runde leer aus. Zudem ist es die erste Niederlage in einem Ligaspiel seit November 2019 (4:5 gegen DJK Hain) und die höchste Abreibung seit rund fünf Jahren (0:5 gegen Lengfeld im September 2016).

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