TSV Lengfeld – TSV Rottendorf 5:1 (3:0)

Eine klare Niederlage musste die Lang-Elf beim Duell gegen den TSV Lengfeld einstecken. Die Partie war dabei bereits zur Pause vorentschieden.

Auf Grund des positiven Coronafalles in den Reihen der 1. Mannschaft und der daraus resultierenden Quarantänemaßnahmen für einige Spieler, war die Vorbereitung auf das Derby natürlich alles andere als optimal. Neben dem Trainingsrückstand einiger Stammspieler musste das Team auf die Verteidiger Paul Lücke und Julian Weber, sowie den verhinderten Levi Wendel verzichten. Die Innenverteidigung bildeten somit Niklas Fritzler und Thomas Melber, während Neuzugang Mathis Böhler, ebenso wie Michael Dekant, erstmals in der Saison in der Startformation standen.

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Bereits zu Beginn waren die Hausherren die aktivere Mannschaft und erarbeiteten sich Stück für Stück die Kontrolle über das Spielgeschehen. Abgesehen von einem gefährlichen Freistoß, der am zweiten Pfosten knapp verpasst wurde (10. Min), konnte Lengfeld in der Anfangsphase jedoch noch keine Gefahr erzeugen. Der TSV, der in der ersten Hälfte nahezu durchgehend mit der Defensive beschäftigt war, konnte lediglich durch einen zu hoch angesetzten Distanzschuss von Moritz Schubert (12. Min) und einen strammen, aber vom Keeper parierten, Freistoß von Mathis Böhler für Entlastung sorgen. Mitte der ersten Halbzeit wurden die Gastgeber zielstrebiger und ließen nun ihre individuelle Klasse aufblitzen. Innerhalb von nur sieben Minuten gelang den Würzburgern ein Dreierpack, wobei Adrian Istrefi die entscheidende Rolle spielte. In der 19. Minute tauchte der Regional- und Bayernliga-erfahrene Offensivspieler, nach Steilpass auf links, frei vor dem Tor auf und traf mit einem Flachschuss zum 1:0. Nur eine Zeigerumdrehung später sorgte ein fataler Ballverlust in der Viererkette der Rottendorfer für das 2:0, bei dem Istrefi nach Querpass im Strafraum wenig Mühe hatte einzuschieben. Die Gäste waren nun spürbar verunsichert und Lengfeld nutzte diese Phase, um wiederum nur wenige Minuten später für die frühe Vorentscheidung zu sorgen. Ein feiner Steilpass aus dem Mittelfeld erreichte einmal mehr Adrian Istrefi in der Spitze, der vor dem herauslaufenden Peter Trappschuh mustergültig querlegte, so dass Sandro Hammer in den leeren Kasten zum 3:0 einschoss (26. Min). Beflügelt von den schnellen Treffern marschierten die Hausherren nun weiter nach vorne und erspielten sich weitere Hochkaräter, doch TSV-Keeper Peter Trappschuh bewahrte seine Vorderleute mit drei starken Paraden vor weiteren Gegentoren. Nach einer vereitelten Eins-gegen-Eins-Situation, erneut gegen Istrefi, zeigte der Schlussmann wenig später sein Können, als er zwei Kopfbälle aus kurzer Distanz sehenswert parierte (37. Min). Mit dem zu diesem Zeitpunkt auch in der Höhe völlig verdienten Drei-Tore-Rückstand ging es schließlich in die Pause.

Coach Martin Lang brachte zur zweiten Hälfte Simon Wengeler (für Martin Hesselbach), der fortan in der Innenverteidigung neben Niklas Fritzler agierte, sowie Robin Busch (für Nico Schubert) für die Offensive. Die zahlreichen Zuschauer, wie gewohnt bei diesem Derby überwiegend Rottendorfer, sahen nun ein völlig anderes Spiel. Während sich Lengfeld auf dem Vorsprung auszuruhen schien, kam der TSV wie verwandelt aus der Kabine und dominierte die erste Hälfte des zweiten Durchganges. Zielstrebiger, mutiger und entschlossener erarbeiteten sich die Gäste nun aussichtsreiche Chancen zum Anschlusstreffer. Moritz Schubert eröffnete eine Reihe von Möglichkeiten, als er nach abgefälschter Hereingabe aus wenigen Metern am Torwart scheiterte (47. Min). Kurz darauf jagte der im Strafraum völlig freistehende Sebastian Mainka das Leder, nach schnell ausgeführtem Freistoß, über den Kasten (50. Min) und Jannik Fischer verpasste eine Flanke von rechts vor dem Tor nur um Haaresbreite (53. Min). Die Rottendorfer hielten das Tempo jetzt weiter hoch, fanden aber kein Glück im Abschluss, so dass der mittlerweile überfällige Anschluss, der die Begegnung doch noch einmal spannend gemacht hätte, ausblieb. Nachdem auch ein Schuss von Moritz Schubert, nahe des Elfmeterpunktes, entscheidend abgefälscht wurde (55. Min) und auch Robin Busch eine gute Gelegenheit liegen ließ, als er sich zunächst gekonnt im Sechzehner durchsetzte, das Leder aber kurz vor dem Tor vertändelte (63. Min), verflachte die Druckphase des TSV allmählich. Lengfeld fand jetzt wieder besser ins Spiel und verwaltete den Vorsprung, ehe der Favorit mit dem vierten Treffer die letzten Zweifel am Heimsieg beseitigte. Johannes Stauder kam von links an der Strafraumgrenze zum Abschluss und zirkelte die Kugel sehenswert ins rechte Eck zum 4:0 (76. Min). Wenig später erreichte Lengfelds Burak Bedir eine abgewehrte Hereingabe kurz vor dem Fünfmeterraum, die er artistisch per Seitfallzieher in die Maschen beförderte und auf 5:0 erhöhte (82. Min). Als Sinnbild für die Moral und den Einsatz der Rottendorfer in diesem völlig verkorksten Match, gelang der Mannschaft zumindest der verdiente Ehrentreffer kurz vor dem Ende. Der eingewechselte und pfeilschnelle Tobias Friedrich beeindruckte mit einem Sololauf aus der eigenen Hälfte auf der linken Außenbahn und traf mit einem Flachschuss zum 5:1 Endstand (88. Min).

Nach der zweiten deutlichen Niederlage in Folge steht das nächste Spiel bereits am kommenden Freitag auf dem Programm. Um 17:45 Uhr empfängt der TSV den bislang abgeschlagenen und punktlosen TSV Kleinrinderfeld am Grasholz.

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