FC Viktoria Kahl - TSV Rottendorf 1:3 (0:1)

Mit einem nicht unbedingt erwarteten Dreier kehrte die Lang/Gröschl Truppe von ihrer weitesten Auswärtsbegegnung aus Kahl zurück. Nach einer vor allem kämpferisch absolut überzeugenden Leistung entführte der TSV, unterstützt von etlichen Fans und zum ersten Male vom lautstarken „Thomas Melber Fanclub“ aus Randersacker, drei Zähler vom Untermain.

Wieder einmal mussten die Trainer einige Umstellungen im Team vornehmen, und so wurden Simon Wengeler von Paul Lücke und Julian Weber von Levi Wendel ersetzt und würdig vertreten. Mittelfeldmotor Julian Wolff fehlte erneut verletzungsbedingt.

Beide Teams begannen die Partie relativ verhalten und operierten auf dem sehr unebenen Geläuf mit langen Bällen, wobei aber schon hier die individuelle Klasse einiger Akteure beim Gastgeber aufblitzte. Zudem ging die Viktoria aggressiv zu Werke, was jedoch in den meisten Fällen vom Schiedsrichtergespann geahndet wurde. Somit waren bis auf zwei Distanzschüsse beider Teams keine nennenswerten Abschlüsse in den ersten zwanzig Minuten zu verzeichnen. Wie aus dem Nichts ging aber in der 21. Minute der TSV mit 1:0 in Führung. Ein Kahler Verteidiger wollte einen ihm zugespielten Ball zu seinem Keeper aus ca. 30 Metern zurückpassen, als sich die Kugel versprang und aus einem Flachpass ein hoher Flugball wurde, der sich über den verdutzten Torhüter in die Maschen senkte. Statt den Ball mit den Händen zu fangen, was eine gelbe Karte und einen indirekten Freistoß zur Folge gehabt hätte, versuchte dieser die Kugel weg zu köpfen, was aber deutlich misslang. Die Heimmannschaft erhöhte nun den Druck, kam jedoch bis auf eine Großchance aus kurzer Entfernung, die vom wiederum stark haltenden Marius Väth mit einer tollen Fußabwehr entschärft wurde (25.), zu keinen gefährlichen Situationen vor der Halbzeit. Auch der TSV geizte mit Torschüssen und bis auf zwei Abschlüsse von Kapitän Nico Schubert wehte im Angriff nur ein laues Lüftchen.

Der zweite Spielabschnitt begann wie der erste geendet hatte. Die Viktoria machte vor allem über die schnellen Außenspieler Druck, scheiterte mit ihren Hereingaben aber immer wieder am starken Innenverteidiger-Duo Fritzler/Lücke. In der 58. Minute aber zauberte der TSV eine Traumkombination auf den Rasen. Nach einem Einwurf auf der linken Seite ließ Jannik Fischer seinen Gegenspieler stehen und flankte von der Grundlinie mustergültig auf den von der rechten Seite mit aufgerückten Levi Wendel. Dieser ließ mit einem platzierten und unhaltbaren Kopfball ins lange Eck FC-Torhüter Kasiow keine Chance. Die Freude währte jedoch nur kurz, denn schon mit dem nächsten Angriff gelang den Gastgebern der Anschlusstreffer und nährte die Hoffnung doch noch etwas Zählbares mitzunehmen. Auf der linken Seite wurde Reinhart mit einem mustergültigen Steilpass auf die Reise geschickt und ließ Väth mit einem trockenen Schuss aus etwa zehn Metern ins kurze Eck keine Abwehrmöglichkeit (59.). Doch wie gefestigt der TSV inzwischen in der Landesliga agiert und wie gewillt die Elf an diesem Tage war, sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen zu lassen, zeigte sich nur sechs Minuten später. Der von seinen Fans nach dem Match als „Fußballgott“ besungene Thomas Melber schlug von der rechten Seite einen hohen Ball in den Strafraum, der von Verteidiger Kutzop fast mustergültig mit dem Kopf auf den hinter ihm lauernden Fischer verlängert wurde. Dieser nahm die Kugel vorbildlich an und hämmerte ihn humorlos ins rechte Eck. Die letzte halbe Stunde sahen die Zuschauer eine sicherlich stark bemühte Heimelf, so richtig gefährlich wurde es aber im Rottendorfer Strafraum nicht mehr. Ganz im Gegenteil! Hätte der TSV die sich nun bietenden Konterchancen etwas besser genutzt wäre womöglich ein noch höherer Sieg möglich gewesen. Einige Angriffe wurden aber auch zur Ehrenrettung der Stürmer Opfer des welligen Platzes.

Mit diesem großartigen Erfolg im Rücken beginnt nun für den Landesliga-Neuling, der sich, für viele sicherlich überraschend, im Vorderfeld der Liga befindet, am nächsten Sonntag bereits die Rückrunde mit der Auswärtspartie beim SV Schwebenried/Schwemmelsbach. Jedoch steht noch das Nachholspiel am 28.9. gegen Röllbach auf dem Spielplan.

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