TSV Kleinrinderfeld - TSV Rottendorf 3:0 (2:0)

Tiefer, schwer bespielbarer Platz, Nieselregen, ein äußerst kampfstarker Gegner, viele Niederlagen in den letzten Wochen und eine noch immer lange Verletztenliste – die Vorzeichen für die Lang/Gröschl Truppe waren wirklich nicht beneidenswert als sie zum Auswärtsspiel beim bis dato noch sieglosen Schlusslicht TSV Kleinrinderfeld reisten. Und was sich den fröstelnden Zuschauern dann in den folgenden 90 Minuten bot war ein Spiegelbild der aktuellen Situation.

Schon vom Anpfiff an merkte man den Gastgebern den unbedingten Willen an, ihre Negativserie nun endlich zu beenden. Jeder Zweikampf wurde mir letzter Entschlossenheit geführt und kein Weg war zu weit um sich die Kugel zu erobern. Der TSV Rottendorf versuchte das Spiel zu beruhigen, spielte aber in der Vorwärtsbewegung zu ungenau und sah sich permanent einem hoch anlaufenden Gegner gegenüber. Und dieser belohnte sich dann auch noch mit seinem ersten vielversprechenden Angriff. In der 5. Minute zog Robin Günter von der linken Strafraumseite unwiderstehlich in den Sechzehner und hämmerte den Ball aus 16 Metern in den rechten Winkel. Dies gab der Heimmannschaft nochmals einen gehörigen Schub, während der TSV sichtlich an dem frühen Rückstand zu knabbern hatte. Und in der 17. Minute hätte Kleinrinderfeld um ein Haar noch nachgelegt, als bei einem Konter über rechts ein mit viel Effet in Richtung des von Keeper Peter Trappschuh gehüteten Tors von diesem gerade noch über die Latte gelenkt werden konnte. Erst nach knapp einer halben Stunde sorgte Rottendorf, vor ein paar Wochen noch eines der torhungrigsten Teams der Liga, für so etwas wie Gefahr für Torhüter Schneider, doch Mathis Böhlers Kopfball nach Flanke von Robin Busch geriet zu leicht und wurde problemlos vom Keeper entschärft. Nur kurze Zeit später wurde nach einer feinen Kombination über den rechten Flügel der mit aufgerückte Julian Weber am Strafraum frei gespielt, doch ging dessen Abschluss weit über das Gehäuse der Gastgeber. Der TSV schien das Spiel nun endlich etwas besser in den Griff zu bekommen, aber wenn man eine Negativserie hat fehlt dann eben auch noch oft das nötige Glück. Denn gerade in dieser Phase schlug Kleinrinderfeld eiskalt zu. Innenverteidiger Weyer war aus dem Abwehrzentrum heraus gerückt und diese Lücke nutzte die Heimelf mit einem präzisen Steckpass auf Kevin Weidner, der auf und davon zog und Trappschuh mit einem Flachschuss aus zwölf Metern ins linke Eck keine Chance ließ. Mit diesem ernüchternden 0:2 ging es dann in die Pause, nach der Jakob Siedler für Julian Wollff eingewechselt wurde.

Wer jetzt glaubte, dass die Gastgeber den nun so nahen ersten Sieg mit einer defensiveren Taktik verwalten oder ihrem immensen Laufpensum der ersten Hälfte Tribut zollen würden sah sich getäuscht. Mit beeindruckender Leidenschaft bekämpften sie weiterhin die zunehmend frustrierteren Rottendorfer. Dennoch bot sich kurz nach Wiederanpfiff dir größte Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Nach einem Freistoß von Julian Weber von der rechten Seite verlängerte der aufgerückte Paul Lücke mit dem Kopf auf den langen Pfosten auf Böhler, doch rettete Keeper Schneider mit einem tollen Reflex gegen diesen Abschluss aus kurzer Distanz. Dies blieb leider die einzige Chance in der zweiten Halbzeit und die zweite nach 90 Minuten. Das Spiel war in der Folgezeit recht ausgeglichen, Großchancen waren jedoch auf beiden Seiten keine zu verzeichnen. Der TSV scheiterte allzu oft an seiner Ungenauigkeit beim finalen Pass in die Spitze und hohe Bälle wurden regelmäßig eine sichere Beute der starken Kleinrinderfelder Abwehr. Das Sahnehäubchen für die Gastgeber besorgte dann der eingewechselte Elias Harant in der 81. Minute, als er einen Bilderbuchkonter über die linke Seite mit einem Treffer ins lange Eck zum entscheidenden 3:0 abschloss. Beispielhaft für die Personalprobleme der Truppe, ist aus Rottendorfer Sicht lediglich noch die Einwechslung von "AH-Spieler" Fabian Heß erwähnenswert, der in der Schlussphase zu einem ersten Landesligaeinsatz kam.

Mit dieser nicht unbedingt erwarteten Niederlage im Gepäck bereitet sich der TSV nun in der kommenden Woche auf ein kleines „Endspiel“ gegen den FC Viktoria Kahl vor, in dem es um den für die Aufstiegsrunde entscheidenden fünften Platz geht. Nur mit einem Sieg sichert sich der TSV den vorzeitigen Klassenerhalt. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage mit nicht mehr als zwei Toren muss man auf die Schützenhilfe von Ebersdorf, dem Tabellenletzten der Vorrundengruppe 1, hoffen, der beim derzeitig direkten Konkurrenten um Platz 5 aus Euerbach/Kützberg antritt. Bei diesem letzten Vorrundenspiel hofft der der TSV auf die zahlreiche Unterstützung der Zuschauer um doch noch das Traumziel Aufstiegsrunde zu erreichen.

Andreas Schubert

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