TSV Rottendorf - FC Coburg 3:1 (0:1)

Im Nachholspiel gegen Coburg erkämpfte sich der TSV etwas überraschend den ersten Dreier in der zweiten Saisonhälfte. Zur Pause sah es noch nach einer weiteren Niederlage aus, doch auf Grund einer beeindruckenden Willensleistung in der zweiten Halbzeit und einem lupenreinen Hattrick von Moritz Schubert, drehten die Rottendorfer die Partie. In Anbetracht der anhaltenden Personalprobleme, ist dieser Erfolg noch höher einzuschätzen. Im Vergleich zur vorherigen Partie gegen Lichtenfels, war Mathis Böhler wieder an Bord, dafür fehlte der erkrankte Tobias Friedrich. Auf Robin Busch und Martin Hesselbach musste das Trainerteam weiterhin verzichten und bei Julian Weber und Kapitän Nico Schubert reichte es lediglich für einen Kurzeinsatz.

In der ersten Hälfte entwickelte sich eine intensive Partie, die von den Gästen dominiert wurde. Die Oberfranken präsentierten sich technisch versiert und setzten immer wieder gefährliche Nadelstiche. Der TSV hielt mit einer robusten Gangart zwar defensiv ordentlich dagegen, blieb in der ersten Halbzeit gegen die kompakte FC-Defensive aber offensiv harmlos und ohne Torabschluss. Lediglich nach einem feinen Zuspiel von Mathis Böhler, vertändelte der frei durchstartende Moritz Schubert das Leder in aussichtsreicher Position (9. Min). Auf der Gegenseite verpasste Coburg die Führung in der 29. Minute nur knapp, als eine zentrale Direktabnahme im Sechzehner, nach feiner Flanke von links, nur Zentimeter am linken Pfosten vorbei rauschte. Nur eine Zeigerumdrehung später zappelte das Leder aber schließlich im Netz, als der Ball nach verunglücktem Befreiungsschlag von Keeper Peter Trappschuh bei Sertan Sener landete und der Goalgetter des FC mit einem sehenswerten Heber aus rund 40 Metern ins leere Tor traf. Beflügelt von dem Treffer hielten die Gäste den Druck bis zur Pause weiter hoch und hätten kurz vor dem Pausenpfiff beinahe erhöht. Doch ein weiterer Heber über Peter Trappschuh, kurz vor der Strafraumgrenze, flog links am Gehäuse vorbei.

Auch nach dem Seitenwechsel schien es zunächst so, als ob die Oberfranken spielbestimmend bleiben würden, denn mit einem Kopfball ans Außennetz, kam der FC kurz nach Wiederanpfiff zu einer weiteren aussichtsreichen Gelegenheit. Doch in der Folge wendete sich das Blatt. Der TSV spielte plötzlich mutig und zielstrebig nach vorne, setzte seinen Gegner durch frühes Pressing erfolgreich unter Druck und erarbeitete sich zahlreiche Chancen. Den Anfang machte Thomas Melber mit einem strammen Abschluss aus halbrechter Position, den der Keeper noch abwehren konnte (51. Min). Kurz darauf war der Schlussmann jedoch geschlagen, als die Kugel nach Balleroberung von Jannik Fischer, über Julian Wolff, bei Moritz Schubert landete und dieser von der Strafraumkante aus links am Torwart vorbei zum 1:1 traf (52. Min). Die Hausherren hatten nun Oberwasser und sorgten mit Distanzschüssen von Moritz Schubert (54. Min) und Jannik Fischer (57. Min) für weitere Gefahr. In der 58. Minute war dann ein Patzer der FC-Defensive verantwortlich für die Führung des TSV. Moritz Schubert eroberte sich einen zu kurz geratenen Rückpass zum Keeper, der den Ball zunächst zwar klären konnte, aber beim anschließenden, höchst anspruchsvollen Heber des Torjägers, aus der Drehung und spitzem Winkel machtlos war. Nach kurzem Schock über den schnellen Doppelschlag, fand Coburg wieder besser in die Partie und suchte die schnelle Antwort. Ein Abschluss, zentral vor dem Sechzehner, flog links am Kasten vorbei (66. Min), ein Freistoß aus rund 25 Metern verfehlte den linken Torwinkel nur haarscharf (67. Min) und bei einem weiteren Schuss von links im Strafraum war Peter Trappschuh zur Stelle (68. Min). Der TSV stemmte sich jetzt mit aller Macht gegen die Angriffe des FC und verteidigte den Vorsprung mit Herzblut. Oftmals bewegte sich das Team dabei am Rande des Erlaubten, oder darüber hinaus. Gleich fünf gelbe Karten für die Hausherren im zweiten Durchgang waren die Folge. Doch auch mit fairen Mitteln eroberte sich die Elf immer wieder den Ball vom Gegner und kam so zu weiteren Gelegenheiten. Nach schöner Kombination über die linke Seite und einer abgefälschten Hereingabe von Torben Prussas, kam Mathis Böhler in der 74. Minute am Elfmeterpunkt frei zum Abschluss, scheiterte aber an einer starken Parade des Keepers. Wenig später war es erneut ein schnelles Umschaltspiel, das für die Vorentscheidung sorgte. Nach Ballgewinn durch Niklas Fritzler, kam das Leder über Moritz Schubert zu Julian Wolff auf der rechten Seite. Der Routinier passte anschließend von außen mustergültig in den Sechzehner, wo der durchgestartete Moritz Schubert mit dem ersten Kontakt in die linke Ecke traf (82. Min) und somit einen lupenreinen Hattrick erzielte. Dieses Kunststück gelang am Grasholz zuletzt Martin Hesselbach vor rund 11 Jahren (Bezirksligaspiel gegen Kirchheim, 9:1). Coburg warf in den Schlussminuten noch einmal alles nach vorne, doch der Anschlusstreffer blieb den Gästen trotz weiterer Möglichkeiten verwehrt. Das nötige Quäntchen Glück hatte der TSV wenige Minuten vor Schluss als ein Schuss aus kurzer Distanz an die Querlatte klatschte. Somit blieb es schließlich bei dem hart umkämpften Dreier.

Bereits am kommenden Samstag stehen sich beide Teams erneut gegenüber. Anpfiff in Coburg ist um 15 Uhr.

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