Nach knapp zwei Jahrzehnten hängt ein ganz besonderer Spieler seine Schuhe an den Nagel und beendet eine unfassbare Karriere bei der „Ersten“.

Noch als A-Jugend-Kicker gab Martin im Jahr 2004 sein Debüt in der A-Klasse, unter dem damaligen Coach Joachim Sadler. Aktuell eingesetzte Landesligaspieler, wie Torben Prussas oder Niklas Fritzler, waren zu diesem Zeitpunkt gerade erst geboren.

Von Beginn an übernahm Mert die Rolle als brandgefährlicher Mittelstürmer und Torgarant, auf den der Gegner ein besonderes Augenmerk legen musste – meist jedoch ohne Erfolg. In der ersten vollen Spielzeit als „Aktiver“, hatte er bereits mit 18 Treffern erheblichen Anteil am Aufstieg in die Kreisklasse 2005 und erzielte dort in den zwei darauffolgenden Saisons insgesamt beeindruckende 47 Tore, bei 39 Vorlagen. Der Sprung des TSV in die Kreisliga im Jahr 2007 war die Folge. Eine langwierige Schambeinentzündung sorgte anschließend für eine lange Ausfallzeit und wenige Einsätze in den Kreisliga-Jahren 07/08 und 08/09, ehe Mert diese Leidenszeit überstanden hatte, sich zurückkämpfte und bei der Meisterschaft in der darauffolgenden Runde wieder voll mitwirken konnte. Zwölf Treffer steuerte der unverzichtbare Stürmer zum historischen Sprung in die Bezirksliga 2010, unter Trainer Marco Amrehn bei.

Es folgte ein Jahrzehnt Rottendorfer Fußball auf Bezirksebene, in dem das Eigengewächs rund 100 weitere Treffer nachlegte und auch in schwierigen Zeiten als Leader und Vorbild für die jungen Mitspieler voran ging. So hatte Mert einen erheblichen Anteil an der erfolgreichen Abstiegs-Relegation im Jahr 2017, als der TSV mit einem Bein in der Kreisliga stand und er mit seinem stets unbändigen Willen, in den Spielen gegen Eibelstadt und Hettstadt drei Tore und drei Assists lieferte. 

Ein weiteres Highlight in seiner Karriere war ohne Frage auch die Hallensaison 17/18, in der sich der Routinier mit seinem Team den Titel des unterfränkischen Bezirksmeister im Futsal sichern konnte und bei der anschließenden Bayerischen Meisterschaft erst im Finale scheiterte.

Gelegentliche Rückschläge, wie ein Handbruch in einem Spiel gegen Kitzingen, warfen Martin nie lange zurück. Auch im fortgeschrittenen Fußballalter beeindruckte der Stürmer mit großer Disziplin und stellte viele Dinge hinter den Fußball. Und so erreichte diese romantische Karriere ihren Höhepunkt im Jahr 2021 mit dem Gewinn der Bezirksliga-Meisterschaft und dem damit verbundenen vierten Aufstieg für die TSV-Legende.

Knapp zwei Jahrzehnte waren es nun, in denen unser Mert in rund 400 Saison-Spielen, über fünf Ligen hinweg, beeindruckende 189 Tore sowie 126 Vorlagen erzielte und den Durchmarsch von der A-Klasse bis in die Landesliga prägte. Die gesamte TSV-Familie verneigt sich heute vor dieser einzigartigen Leistung und sagt Danke für dieses überwältigende Engagement für den Verein. Danke Mert!

 

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