FC Coburg - TSV Rottendorf 4:1 (2:0)

Nur Fußballfans im fortgeschrittenen Alter werden sich an Auftritte von Manuel Gröschl für die Schnüdel aus Schweinfurt erinnern – doch gestern Abend in Coburg war es wieder einmal soweit. Aufgrund einer mehr als angespannten Personalsituation, so wie es sie wohl noch nie in jüngerer Vergangenheit gegeben hatte, musste diesmal auch der Trainer seine Fußballschuhe schnüren und gab sein Landesligadebüt auf der Innenverteidigerposition. Nach 45 durchaus überzeugenden Minuten wurde er schließlich erlöst und wird sich mit einem gehörigen Muskelkater wohl noch die nächsten Tage an dieses Match erinnern. Auch William Ballhaus, Sebastian Gräfe und Paul Zimmermann waren in die Startelf gerückt.

Nicht überraschend war die taktische Linie des TSV eher defensiv und auf gelegentliche Konter ausgerichtet. Mathis Böhler bildete die einzige Spitze.

Dennoch setzte der TSV das erste Ausrufezeichen mit einem Drehschuss von Nico Schubert an die Latte. Der Kapitän machte nach vielen Wochen krankheitsbedingten Fehlens sein erstes Spiel von Anfang an. Die äußerst spielstarken Gastgeber, die sicherlich die bittere Niederlage in Rottendorf, die sie letztendlich aus dem Aufstiegsrennen warf, wieder wett machen wollten, schlugen aber mit ihrer ersten Chance in der 14. Minute eiskalt zu. Nach einem feinen Steckpass auf der linken Seite platzierte Ricardo König den Ball unhaltbar ins lange Eck. Bis kurz vor der Halbzeit dominierte der FC Coburg zwar das Spielgeschehen und kam des Öfteren vor das Rottendorfer Tor, konnte aber trotz guter Möglichkeiten nicht erhöhen. Der TSV konnte nur zwei Chancen durch Thomas Melber und Paul Zimmermann verzeichnen. Fast mit dem Halbzeitpfiff jedoch war es wieder ein feiner Pass in den Strafraum, der die Vorentscheidung brachte. Diesmal war es Eric Heinze, der aus 14 Metern halbrechts einen noch abgefälschten Ball unter Keeper Peter Trappschuh in die Maschen schob.

Auch im zweiten Spielabschnitt dominierten die Veste-Städter das Geschehen und legten bereits in der 60. Minute nach. Eine Flanke von rechts nahm der ungedeckte Tevin Mc Cullough schulmäßig mit der Brust an und versenkte die Kugel aus zehn Metern neben den Innenpfosten. Als nur sechs Minuten später Aykut Civelek nach einer tollen Direktkombination auf 4:0 erhöhte schien sich ein Debakel anzubahnen, doch trotz der Einwechslung der drei A-Jugendspieler Leon Schirm, Philipp Rumpel und Christoph Sattler – die allesamt ihre Sache wirklich gut machten – hielt der TSV dagegen und kam sogar zum Ehrentreffer. In der 73. Minute schickte Sebastian Gräfe mit einem gefühlvollen Pass Moritz Schubert in die rechte Strafraumhälfte, von wo dieser mit einem technisch anspruchsvollen Heber aus 14 Metern und spitzem Winkel FC-Torhüter Krempel überlupfte. Nur kurz zuvor hatte der Torschütze mit einem gekonnten Chip-Pass über die Abwehr seinen Bruder Nico steil geschickt, der jedoch am Keeper scheiterte. Der FC blieb aber trotzdem Chef im Ring und hatte allein in der zweiten Halbzeit drei Aluminiumtreffer zu verzeichnen. Dennoch blieb es beim hochverdienten 4:1 für den FC Coburg und dem Fazit dass der TSV trotz des Ausfalls so vieler Stammspieler eine durchaus überzeugende Leistung geboten hatte und es vielen Nachwuchsspielern (mit Ausnahme von M. Gröschl, für den dieses Attribut nur für die AH gilt) ermöglichte wertvolle Minuten in der Landesliga zu sammeln.

Am kommenden Samstag geht es für den TSV zum Saisonabschluss zum Bayerliga-Aufsteiger nach Geesdorf, wo man zumindest wieder auf den Einsatz von Julian Wolff und Jakob Siedler hoffen kann.

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