DJK Schwebenried-Schwemmelsbach - TSV Rottendorf 1:0 (1:0)

Trotz einer kämpferisch und auch defensiv starken Leistung traten die Landesliga-Kicker des TSV Rottendorf am gestrigen Abend die Heimreise aus Schwebenried mit leeren Händen an. Eine lang andauernde Serie ohne Niederlage gegen diesen Club war gerissen.

Angesichts des eng getakteten Spielplans hatte das Trainer-Duo Lang/Gröschl die Erfolgself vom Spiel gegen Friesen diesmal auf zwei Positionen umgebaut. Für Innenverteidiger Paul Lücke rückte Jakob Siedler von der 6 in das Abwehrzentrum und Kapitän Nico Schubert bildete mit Sandro deCandido das Duo vor der Abwehr. Im Sturm ersetzte Robin Busch Tobias Friedrich auf der rechten Außenbahn.

Schon in den ersten Spielminuten zeigten die Gastgeber, dass sie absolut gewillt waren diese Partie für sich zu entscheiden. Mit unglaublichem Tempo wurden die Rottendorfer beim Spielaufbau angelaufen und nicht selten eine Kombination mit einem Foul unterbunden, wobei Mittelfeldstratege Nico Schubert häufig Opfer nickliger Fouls war. Dennoch hielt der TSV auch in dieser Hinsicht dagegen und vor allem die Abwehr um das Zentrum Fritzler/Siedler bot eine starke Leistung. Doch leider wie so oft in den letzten Wochen ging der Gegner mit seiner ersten Chance in Führung. Schwemmelsbach hatte sich in der 11. Minute auf der rechten Seite in den Strafraum kombiniert und Niklas Fritzler den Stürmer mit robustem Körpereinsatz vom Ball getrennt. Dieser ließ sich allerdings mit einem lauten Schrei theatralisch zu Boden fallen und wurde tatsächlich vom nicht überzeugenden Schiedsrichter mit einem Strafstoß belohnt, den Marcel Kühlinger eiskalt in die Mitte verwandelte. Hier zeigte sich wieder einmal die „Cleverness“ mancher Gegner, die unseren in dieser Liga noch relativ unerfahrenen Spielern fehlt. So blieben alleine in der zweiten Halbzeit in zwei Situationen im gegnerischen Strafraum Rottendorfer Stürmer nach einem Tackling auf den Beinen und versuchten keinen Elfmeter zu schinden – Fairness, die leider nicht belohnt wird!

Der TSV löste sich mit zunehmender Spieldauer vom Druck der Gastgeber und kam selbst zu vielversprechenden Abschlüssen. Der erste Versuch von Moritz Schubert aus 25 Metern strich knapp über das Tor (14.), ein strammer Flachschuss von Mathis Böhler aus 18 Metern verfehlte das Gehäuse nur um Zentimeter. Von den Gastgebern war in der ersten Halbzeit bis auf einen Kopfball, der das Tor um einen Meter verfehlte, offensiv nichts zu sehen.

Im zweiten Spielabschnitt erhöhte der TSV die Angriffsbemühungen und hatte in der 55. Minute die größte Chance der Partie. Jannik Fischer war vom linken Flügel in den Strafraum eingedrungen und hatte sich bis zum Elfmeterpunkt durchgedribbelt. Allerdings fehlte ihm im Abschluss die Kraft, sodass sein Schuss zu leicht und unplatziert geriet und eine sichere Beute des Schwemmelsbacher Keepers wurde. Bis zum Abpfiff war das Match weiterhin von vielen Zweikämpfen und Fouls geprägt, klare Chancen boten sich jedoch keiner Mannschaft mehr. Der TSV schlug zwar hohe Bälle auf den als kopfballstarken Mittelstürmer eingewechselten Paul Lücke, jedoch fehlten an diesem Abend immer ein paar Zentimeter um die Kugel zu versenken. So blieb tatsächlich der Strafstoß in der Anfangsphase die einzige nennenswerte Gelegenheit der Gastgeber, ansonsten verbrachte Torhüter Peter Trappschuh einen so nicht erwarteten ruhigen Abend, den er vor allem auch dem vorbildlichen Defensivverhalten seiner Vorderleute um den diesmal überragenden Außenverteidiger Sebastian Hackenberg zu verdanken hatte.

Nach zuvor fünf Siegen und einem Remis, in den Aufeinandertreffen der vergangenen zehn Jahre, ging der TSV somit erstmals gegen die DJK leer aus. Am nächsten Samstag geht es zum Bayernligaabsteiger aus Sand, der allerdings aufgrund des Rückzugs seiner ersten Mannschaft mit seinem Bezirksligateam in dieser Saison antritt. Mit einem ähnlich couragierten Auftritt sollte der TSV auf jeden Fall etwas Zählbares mit nach Hause bringen.

 

Andreas Schubert

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