SV Alemannia Haibach - TSV Rottendorf 2:0 (1:0)

Mit einer letztendlich verdienten Niederlage gegen das Spitzenteam aus Haibach kehrte der TSV Rottendorf am vergangenen Samstag aus dem Aschaffenburger Stadtteil nach Hause, noch schlimmer aber wiegen die Verletzungen von dem gerade erst zurückgekehrten Julian Weber (Knöchel) und Kapitän Nico Schubert (Sprunggelenk), wobei Letzterer wohl länger ausfallen wird.

Das Trainerduo Lang/Gröschl hatte angesichts der Stärke des ehemaligen Bayernligisten diesmal eine sehr defensive Variante mit einer 5er und 4er Kette gewählt, musste man doch neben all den Verletzten auch noch Jakob Siedler und Jannik Fischer ersetzen. So entwickelte sich von Beginn an ein Spiel fast ausschließlich auf das Rottendorfer Tor, der TSV wollte die Null solange wie möglich halten. Nur in der 10. Minute tauchte man in guter Schussposition vor dem Haibacher Kasten auf, der Abschluss von Nik Hofrichter von der Strafraumgrenze wurde jedoch noch leicht zur Ecke abgefälscht. Ansonsten sahen die wenigen Zuschauer bei teils strömendem Regen eine dominante Heimelf, die immer wieder über die Flügel das Spiel breit machte um das TSV-Bollwerk auseinender zu ziehen. Vor allem der sehr agile Marco Trapp schlug von der rechten Außenbahn eine gefährliche Flanke nach der anderen, jedoch klärte die Innenverteidigung mit Niklas Fritzler und dem wieder genesenen Paul Lücke die meisten Situationen souverän. In dieser Phase war vor allem Keeper Peter Trappschuh mit einigen tollen Paraden ein großer Rückhalt. Alles schien auf ein überraschendes 0:0 zur Halbzeit hinzudeuten. In der 39. Minute jedoch versuchte es die Alemannia mit einem strammen Distanzschuss und Trappschuh konnte den Flatterball nur nach vorne abwehren, wo Luca Gelzleichter keine Mühe hatte die Kugel aus fünf Metern zu versenken. Mit diesem 0:1 ging es in die Pause.

Die ersten 30 Minuten boten das gleiche Bild. Der SV erhöhte gar noch den Druck, da man mit diesem knappen Vorsprung nicht zufrieden war und zunehmend Unmut bei der Heimelf aufkam. Im 5-Minuten Takt erspielten sich die Alemannia Großchancen, scheiterte aber entweder an Pfosten und Latte oder an dem reaktionsstarken Trappschuh. In der 85. Minute jedoch kam es zur vorentscheidenden Szene. Bei einem der wenigen offensiven Entlastungsversuche steckte Mathis Böhler vor dem Strafraum den Ball auf den durchgestarteten Nico Schubert durch, welcher auf das Haibacher Tor zudribbelte, beim Abschluss aber von einem Haibacher Verteidiger so am Sprunggelenk getroffen wurde dass nicht nur die Chance zunichte gemacht wurde, sondern unser Kapitän sich so schwer verletzte, dass er nun für längere Zeit ausfällt. Schiedsrichter Seifert entschied zum Entsetzen der Rottendorfer nur auf Ecke. So musste tatsächlich Co-Trainer Manuel Gröschl auf das Feld, da das Wechselkontingent fast aufgebracht war. Der TSV spielte nun volles Risiko und lief in der 92. Minute noch in einen Konter, bei dem der Ball zwar zunächst noch am Pfosten landete, vom nachgerückten Berkay Sepik aber dann doch noch versenkt wurde. Den Schlusspunkt setzte der TSV, ein 25-Meter Freistoß von Mathis Böhler wurde jedoch vom sonst recht beschäftigungslosen Haibacher Torhüter geklärt.

Somit stehen dem TSV in den kommenden Wochen schwere Zeiten bevor, da man nicht nur auf die Dauerverletzten Dekant, Wengeler, Melber und Wolff verzichten muss, sondern auch wohl für längere Zeit auf die Schubert-Brüder. Der Einsatz von Julian Weber scheint fraglich.

Am nächsten Sonntag ist ein weiteres Spitzenteam am Grasholz zu Gast, wenn der TSV Karlburg seine Visitenkarte abgibt.

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