1. FC Lichtenfels - TSV Rottendorf 2:1 (2:1)

Trotz einer vor allem kämpferisch völlig überzeugenden Leistung musste sich der TSV Rottendorf beim Spitzenteam in Lichtenfels knapp mit 1:2 geschlagen geben und kehrte wieder einmal mit leeren Händen nach Hause.

Wie erwartet setzte der gastgebende FC auf seine überragende Physis und operierte vorwiegend mit langen Bällen in die Spitze. Die Rottendorfer Abwehrreihe wurde im Spielaufbau mit einem hohen Pressing unter Druck gesetzt und konnte in der Anfangsphase nur selten ein konstruktives Aufbauspiel aufziehen. Die Korbmacher führten jeden Zweikampf mit einer beeindruckenden Intensität, doch der TSV hielt genau so dagegen – ein deutliches Zeichen für eine intakte Moral und absoluten Kampfeswillen. So gab es in der ersten Viertelstunde kaum nennenswerte Strafraumszenen. Erst ein Heber von der Strafraumgrenze von Moritz Schubert sorgte für den ersten Aufreger, allerdings konnte der Torhüter den Ball noch sicher herunter pflücken (18.). Nach einer guten halben Stunde überschlugen sich jedoch die Ereignisse. Nach einem groben Fehlpass von Julian Weber im Mittelfeld schalteten die Korbmacher sofort in den Angriffsmodus und schickten mit einem feinen Steckpass Daniel Oppel steil. Dieser schob die Kugel unbedrängt aus zehn Metern halbrechter Position in das linke Eck (28.). Keine Chance für den an diesem Tage bärenstarken Marius Väth im Rottendorfer Kasten. Doch wie schnell man im Fußball nach einem groben Fehler wieder zum Helden werden kann zeigte sich nur zwei Minuten später. Eine TSV-Ecke konnte die FC-Abwehr nur bis zur Strafraumgrenze abwehren, an der Julian Weber goldrichtig stand und sofort abzog. Sein Schuss wurde noch leicht abgefälscht und glitt Keeper Jonas Michel durch die Hände. Doch die Freude im Rottendorfer Lager war kaum verhallt, da schlugen die Korbmacher sogleich wieder zu. Ein weiter Ball auf den linken Flügel fand seinen Abnehmer bei einem Lichtenfelser Spieler, der das Spielgerät mustergültig auf den langen Pfosten schlug. Dort stand Dennis Schunke sträflich frei und köpfte den Ball platziert ins lange Eck. Sichtlich motiviert dominierten die Gastgeber den Rest der ersten Halbzeit, ohne jedoch die Führung zu erhöhen, was ohne die spektakuläre Fußabwehr von Marius Väth in der 42. Minute sicherlich geschehen wäre.

Der TSV begann den zweiten Spielabschnitt offensiv und hatte durch Mathis Böhler zwei gute Chancen, wobei vor allem die zweite Möglichkeit, als er aus 14 Metern zum Abschluss kam und am Torhüter scheiterte, die große Gelegenheit zum Ausgleich war. Sichtlich aufgeweckt durch diese Situation erhöhte die Heimelf den Druck, scheiterte aber immer wieder an Väth oder der vielbeinigen Rottendorfer Abwehr. Das Trainer-Duo Lang/Gröschl versuchte ab der 73. Minute durch frische Spieler neue Impulse zu setzen, hatte doch die Partie mit unzähligen, höchstintensiven Zweikämpfen eine Menge Kraft gekostet. Erfreulich war hierbei die Tatsache, dass mit Robin Busch und Kapitän Nico Schubert zwei länger verletzte Spieler wieder zu ihren ersten Landesligaeinsätzen kamen. Die Schlussphase dominierte überraschenderweise der TSV, klare Chancen waren jedoch nicht zu verzeichnen. Der FC hingegen konterte zweimal sehr gefährlich, verzweifelte aber am Rottendorfer Zerberus Väth, der in der Schlussminute im 1-1 gegen einen heranstürmenden Lichtenfelser mit einer Grätsche den Ball wegspitzelte und dann auch noch den Nachschuss mit einem tollen Reflex um den Pfosten lenkte.

Trotz dieser Niederlage ist vor allem die Art und Weise beeindruckend wie sich die Spieler angesichts einer so noch nie dagewesenen Misserfolgsserie gegen die Niederlage stemmen und alles geben. Ob dies allerdings beim Gastspiel in Fuchstadt am kommenden Samstag belohnt wird steht in den Sternen, reist man doch zum aktuellen Tabellenführer der Liga.

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