TSV Rottendorf – DJK Schwebenried-Schwemmelsbach 2:1 (1:0)

Nach einer historischen Durststrecke gelang dem TSV im Heimspiel gegen Schwebenried der erste und lang ersehnte Dreier nach 14 sieglosen Wochen.

Das Lazarett der Mannschaft lichtete sich bereits in den vergangenen Begegnungen und war zuletzt schon ausschlaggebend für eine Leistungssteigerung, die jedoch noch nichts Zählbares einbrachte. Im Heimspiel gegen den Tabellendritten konnten sowohl Jannik Fischer als auch Nico Schubert, nach wochenlanger Verletzungspause, erstmals wieder von Beginn an mitwirken und das machte sich im Offensivspiel deutlich bemerkbar. Besonders die Rückkehr des Spielführers sollte an diesem Tag entscheidend sein, denn der Kapitän sorgte immer wieder für Gefahr im Angriff und avancierte mit dem Siegtreffer in der Schlussphase zum Matchwinner.

Bereits wenige Augenblicke nach Spielbeginn bot sich dem TSV eine Großchance zur Führung, doch nach Steilpass von seinem Bruder Moritz, scheiterte Nico Schubert im Sechzehner am Gäste-Keeper. Auch in der Folge versteckten sich die Hausherren keineswegs und kamen immer wieder gefährlich an den gegnerischen Strafraum. Schwebenried wirkte besonders in der Anfangsphase ein wenig überrascht von der mutigen und zielstrebigen Spielweise der Rottendorfer und brauchte eine Weile, um in die Partie zu finden. Lediglich ein strammer Freistoß der DJK aus rund 30 Metern sorgte in dieser Phase für Gefahr, doch Peter Trappschuh konnte den unangenehm flatternden Ball abwehren (13. Min). Auf der Gegenseite war es erneut Nico Schubert, der an der Führung schnupperte. Wieder bedient von seinem Bruder Moritz, diesmal mit einem feinen Querpass an den Fünfmeterraum, traf der Kapitän mit der Direktabnahme knapp über den Kasten (19. Min). Schwebenried hatte weiterhin alle Mühe der Favoritenrolle gerecht zu werden und fand selbst kaum eine Lücke in der disziplinierten Abwehrkette des TSV. Nach einer knappen halben Stunde erreichte ein Steckpass sein Ziel am Fünfmeterraum, doch der Angreifer der DJK verfehlte den Kasten aus der Drehung deutlich. Das sollte im ersten Durchgang die einzig nennenswerte Gelegenheit der Gäste aus dem Spiel heraus bleiben. Die Gastgeber hingegen drängten weiter auf die Führung und belohnten sich schließlich in der 31. Minute. Jannik Fischer setzte sich auf der rechten Außenbahn entschlossen durch und spielte die Kugel präzise in den Strafraum. Sein Zuspiel erreichte den völlig freistehenden Daniel Storandt am Elfmeterpunkt, der die Ruhe bewahrte und nach kurzer Ballannahme mit einem Flachschuss rechts am Keeper vorbei zum umjubelten 1:0 traf. Im Anschluss verteidigte der TSV den Vorsprung gekonnt bis zur Pause und beschäftigte seinen Gegner auch weiterhin in dessen Hälfte, ohne dabei zu weiteren Möglichkeiten zu kommen.

Nach dem Seitenwechsel ersetzte Sebastian Mainka den angeschlagenen Paul Lücke in der Defensive. Schwebenried kam entschlossen aus der Kabine und erhöhte spürbar den Druck in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff. Die erste Möglichkeit des zweiten Durchganges hatten allerdings erneut die Hausherren. Nach Fehlpass des DJK-Torhüters versuchte Daniel Storandt sein Glück aus der Distanz, doch sein Versuch missglückte und flog weit über das leere Tor (49. Min). In der Folge übernahm der TSV wieder zunehmend das Kommando im temporeichen Spiel und blieb weiterhin das gefährlichere Team. Eine Flanke von Julian Weber lenkte der Keeper mit den Fingerspitzen ab und die Direktabnahme von Daniel Storandt rauschte über den Querbalken (54. Min). Die Rottendorfer blieben jetzt am Drücker und suchten die Vorentscheidung. Jannik Fischer setzte sich gegen mehrere Gegenspieler rechts im Sechzehner durch, doch sein Abschluss konnte gerade noch abgeblockt werden (58. Min). Der Druck der Rottendorfer ließ nach diesen ausgelassenen Chancen nun etwas nach und die Gäste fanden wieder besser in die Partie. Aus dem Spiel heraus gelang dem Tabellendritten aber weiterhin wenig und so war es bezeichnenderweise ein Strafstoß, der für den Ausgleich in der 73. Minute sorgte. Niklas Fritzler grätschte seinen Gegenspieler im Sechzehner unsanft ab und ließ dem Unparteiischen keine Wahl. Den fälligen Elfmeter verwandelte Yannick Deibl zum 1:1. Der TSV ließ sich von dem Gegentreffer aber keineswegs runterziehen und spielte mit frischem Offensivpersonal - Mathis Böhler für Daniel Storandt und Robin Busch für Jannik Fischer – weiterhin voll auf Sieg. Doch auch die DJK witterte nun ihre Chance auf einen Dreier und so entwickelte sich eine temporeiche, völlig offene und spannende Schlussphase. Besonders in den Zweikämpfen und anhand der Körpersprache merkte man dem TSV den absoluten Willen an, den Sieglos-Bann endlich zu durchbrechen. Und diesmal wurde dieses Engagement schließlich belohnt. In der 84. Minute erzwang das Team einen Fehlpass der DJK durch hohes Pressing, so dass Moritz Schubert in der gegnerischen Hälfte an den Ball kam, in Richtung Sechzehner zog und das Leder nach rechts in den Strafraum durchsteckte. Dort setzte sich Nico Schubert entschlossen gegen seinen Gegenspieler durch und traf unter Bedrängnis mit einem Flachschuss ins linke Eck zum 2:1. Die erneute Führung ließen sich die wild entschlossenen Rottendorfer nun nicht mehr nehmen und brachten den Vorsprung über die Zeit.

Durch den verdienten und erlösenden Sieg verkürzt der TSV den Abstand auf den Relegationsplatz auf zwei Zähler und kann nach der historischen Durststrecke neue Hoffnung im Abstiegskampf schöpfen.

Fabian Heß

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